Das Thema Burnout gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung. In den letzten Jahren ist dieses Thema so aktuell geworden, dass das im Jahre 2011 sogar zur Gründung des Deutschen Bundesverbands für Burnout-Prophylaxe und Prävention geführt hat.
Der BDP-Bericht 2012 erhält ein Kapitel „Burnout – eine neue Volkskrankheit?“ Nachdem dieser Bericht erschienen ist, wächst durch Presseartikel und Fernsehsendungen öffentliche Diskussion über die sich anscheinend epidemieartig ausbreitende neue Volkskrankheit „Burnout“ an.
Krankenkassen, Rentenversicherungen und Fachverbände veröffentlichen immer neue alarmierende Zahlen über vermehrte Krankenschreibungen und frühzeitige Berentungen wegen psychischer Störungen. Es gibt aber keine klaren Aussagen über die Häufigkeit von Burnout-Erkrankungen, selbst wenn in den Medien immer wieder teils beeindruckende Zahlen verbreitet werden, weil in Gesundheitswesen Burnout immer noch nicht als Krankheit gilt. Das liegt unter anderen daran, dass es keine einheitliche Definition von Burnout gibt.
Burnout im Allgemeinen und besonders in der Sozialarbeit hat viele soziale und ökonomische Auswirkungen. Für die Institutionen, in denen Burnout-Erkrankten tätig sind, bedeutet dies, dass die Effektivität der Arbeit verringert wird und dass die Hilfeleistung beeinträchtigt wird. Die Zahl der Arbeitsausfälle, die durch Burnout verursacht sind, ist in letzter Zeit angewachsen. Viele Betroffene geben den Beruf schließlich auf und gehen vorzeitig in den Ruhestand. Leiter und Maslach haben rausgefunden, dass „der Schaden für die allgemeine Gesundheit durch Burnout so groß ist wie durch Rauchen und Übergewicht zusammen“ (Maroon 2008, S.6; zitiert nach Leiter/Maslach 2005, S.15).
Ursprünglich galt Burnout als eine spezifische Problematik von helfenden Berufen. Ausbrennen konnten demnach z.B. Krankenschwestern, Lehrer oder auch Sozialarbeiter, die sich im Bemühen um das Wohl ihrer Mitmenschen verausgaben. In den vergangenen Jahren wurde Burnout dann eher als eine Art „Manager-Krankheit“ wahrgenommen, die vor allem unter dauerstressstehende Leistungsträger betreffen soll. Zwischenzeitlich wurde jedoch deutlich, dass ein Burnout eben nicht nur gestresste Manager oder Helfer treffen kann, sondern praktisch alle Bevölkerungsgruppe betroffen. Alarmierend sind Hinweise darauf, dass erste Anzeichen eines Burnouts bereits bei Schülern, Lehrlingen und Studenten feststellbar sind.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Was ist Burnout?
- Definition
- Ursachen
- Symptome und Verlauf
- Entstehung und Komplexität von Burnout bei Fachkräften der Sozialen Arbeit
- Handlungsmöglichkeiten gegen Burnout
- Burnout-Prävention
- Burnout-Behandlung/Interventionsperspektive
- Schluss
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Burnout, insbesondere im Kontext der Sozialen Arbeit. Sie analysiert die Entstehung und Komplexität von Burnout bei Fachkräften in diesem Bereich und beleuchtet verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Prävention und Behandlung von Burnout.
- Definition und Charakteristika von Burnout
- Ursachen von Burnout in der Sozialen Arbeit
- Symptome und Verlauf von Burnout
- Präventionsstrategien gegen Burnout
- Intervention und Behandlungsmöglichkeiten bei Burnout
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Burnout ein und beleuchtet dessen wachsende Bedeutung in der heutigen Gesellschaft. Sie stellt die Problematik von Burnout in der Sozialen Arbeit dar und skizziert die Forschungsfrage der Arbeit: Warum sind Sozialarbeiter besonders gefährdet, an Burnout zu erkranken?
Kapitel 1 widmet sich der Definition und Abgrenzung des Begriffs Burnout. Es beleuchtet die unterschiedlichen Definitionen und Perspektiven auf Burnout und diskutiert die Kritik an einer Einstufung als Krankheit. Das Kapitel betrachtet außerdem die Verbreitung von Burnout und skizziert die Herausforderungen der Diagnosefindung.
Kapitel 2 analysiert die Entstehung und Komplexität von Burnout im Kontext der Sozialen Arbeit. Es untersucht die besonderen Belastungen und Herausforderungen, denen Sozialarbeiter in ihrem Beruf ausgesetzt sind, und wie diese zu Burnout beitragen können. Das Kapitel beleuchtet dabei auch die Rolle von persönlichen Eigenschaften und institutionellen Rahmenbedingungen.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit Handlungsmöglichkeiten gegen Burnout. Es präsentiert verschiedene Präventionsstrategien, die geeignet sind, dem Ausbrennen vorzubeugen. Darüber hinaus werden Interventionen und Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Burnout vorgestellt.
Schlüsselwörter
Burnout, Soziale Arbeit, Fachkräfte, Entstehung, Komplexität, Ursachen, Symptome, Prävention, Intervention, Behandlung, Arbeitsbelastung, Stress, Motivation, Enttäuschung, Frustration, Ideale, Institutionen, Gesundheitszustand, Volkskrankheit.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2015, Burnout als Gefährdung in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/356859