Diese Hausarbeit soll sich mit der Gestaltung eines Coaching-Konzeptes für die berufliche Bildung im Bereich des Zeit- und Selbstmanagements beschäftigen. Konkret soll es hierbei um ein Coaching-Konzept gehen, das sowohl innerhalb der Ausbildung und des Studiums als auch in der beruflichen Alltagswelt Anwendung finden kann, um die Zeit- und Selbstmanagementkompetenzen der Betreffenden zu verbessern und so die Effizienz in Arbeitssituationen zu steigern sowie die Arbeitnehmer zeitlich zu entlasten. Im Rahmen dieser Arbeit soll deshalb versucht werden, die Frage nach einem solchen Coaching-Konzept zur Verbesserung der Zeit- und Selbstmanagementkompetenzen mithilfe von adäquater Literatur zu beantworten.
Um eine grobe Orientierung zu ermöglichen, wird zunächst auf die Anwendungsbereiche des zu erarbeitenden Coaching-Konzeptes eingegangen, dabei insbesondere auf die verschiedenen Umgebungen Ausbildung, Studiums und Beruf. Darauf aufbauend beschäftigt sich der Autor mit den Grundlagen des Coaching-Konzeptes in der beruflichen Bildung, um anschließend den exemplarischen Ablauf anhand der drei Phasen des Coaching-Modells zu erläutern. Abschließend wird ein zusammenfassender Überblick und ein Ausblick unter Berücksichtigung der genannten Fragestellung gegeben.
Nicht nur die Berufs-, sondern auch die private Alltagswelt unterliegt ständigen Veränderungen. Diese haben direkt und indirekt Auswirkungen auf jedes Individuum. Die Herausforderungen, die dabei entstehen, gilt es unter Berücksichtigung der eigenen Zielvorstellungen bestmöglich zu meistern. Die Vergangenheit zeigt, dass durch steigende Automatisierungs- und Globalisierungsprozesse die Zeit eine immer wichtigere Rolle in Geschäftsmodellen spielt, sodass diese neu strukturiert werden müssen und die Anforderungen an den Arbeitnehmer im Allgemeinen steigen.
Da diese Veränderungen gleichzeitig auch die Verschmelzung bzw. Überschneidung von privaten und beruflichen Ebenen impliziert, ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Arbeitnehmern das Burn-out-Syndrom diagnostiziert wird, weil diese zeitlich einfach immens überfordert sind. Im Zuge dessen werden immer häufiger Ansätze in der beruflichen Bildung, innerhalb des Coachings thematisiert, um den neuen Anforderungen angemessen zu begegnen: Die Rede ist vom Zeit- und Selbstmanagement.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Anwendungsbereiche
2.1 Ausbildung
2.2 Studium
2.3 Beruf
3. Die Grundlagen des Coaching-Konzeptes
3.1 Die Rolle des Coachs
4. Die Phasen des Coaching-Konzeptes
4.1 Phase 1: Kontaktaufnahme/ Erstgespräch/ Vertragsvereinbarung
4.2 Phase 2: Arbeitsphase/ Coaching Gespräche
4.3 Phase 3: Beendigung/ Bewertung des Coachings
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Coaching-Konzept für die berufliche Bildung zu entwickeln, das Individuen dabei unterstützt, ihre Kompetenzen im Zeit- und Selbstmanagement zu verbessern, um dadurch die Effizienz zu steigern und eine zeitliche Entlastung im Berufs-, Ausbildungs- und Studienalltag zu erreichen.
- Analyse der Relevanz von Zeit- und Selbstmanagement in der modernen Arbeitswelt.
- Untersuchung der Anwendungsfelder Ausbildung, Studium und Beruf.
- Erarbeitung der theoretischen Grundlagen eines Coaching-Modells.
- Detaillierte Ausarbeitung des dreiphasigen Coaching-Prozesses.
- Reflexion der Rolle des Coaches und der Bedeutung von Hilfe zur Selbsthilfe.
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Rolle des Coachs
Wie bereits zuvor kurz erwähnt, übernimmt der Coach die Funktion eines unabhängigen Moderators, der den Klienten zur „Selbsthilfe“ anregen soll. Hierbei soll der Coach dem Coachee (Coaching-Klienten) einen Anstoß zu einem individuellen Entwicklungs- und Lernprozess geben und ihm solange beratend zur Seite stehen, „bis der Klient gelernt hat, wie er sich selbst helfen kann“ (Schiessler 2010, S. 101). Zum Verständnis ist jedoch wichtig, dass der Coach nicht als direkt lenkende Figur in Erscheinung tritt, die die Problemlösungen vorgibt, sondern vielmehr mithilfe von geeigneten Methoden und gezielten Fragestellungen, die selbstständige Lösungsfindung beim Coachee anregen soll (vgl. ebd.). Für diesen Kontext würde das bedeuten, dass der Coach dem Hilfesuchenden Orientierungshilfen und Handlungsspielräume für bestimmte Situationen im Bereich des Zeit- und Selbstmanagements aufzeigt, der Klient aber selbstständig die Anwendung und Umsetzung realisieren muss (vgl. Rauen 2005a, S. 112). Hierbei ist es vor allem wichtig, dass die Maßnahmen und Interventionstechniken seitens des Coaches, transparent und klar gestaltet sind, sodass es zu keinem Abhängigkeitsverhältnis zwischen Coach und Klienten kommt. Oberstes Ziel ist es ja den Coachee derart zu fördern, dass dieser ein Bewusstsein für die Selbstständigkeit entwickelt, um im späteren Verlauf durch konkrete Arbeitstechniken, seine Zeit- und Selbstmanagementkompetenzen verbessern kann (vgl. auch Rauen 2005a, S. 112 f.; o.a. Rauen 2005b, S. 287; Fischer-Epe 2002, S. 22).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Zeit- und Selbstmanagement aufgrund wachsender beruflicher Anforderungen und beschreibt das Ziel der Arbeit, ein Coaching-Konzept zur Verbesserung dieser Kompetenzen zu erstellen.
2. Anwendungsbereiche: Dieses Kapitel identifiziert die spezifischen Herausforderungen in der Ausbildung, im Studium und im Beruf, in denen zeitliche Selbstorganisation essenziell für den Erfolg ist.
3. Die Grundlagen des Coaching-Konzeptes: Hier werden die theoretischen Fundamente des Coachings als Hilfe zur Selbsthilfe gelegt und die Rolle des Coaches als unabhängiger Moderator definiert.
4. Die Phasen des Coaching-Konzeptes: Das Kapitel erläutert exemplarisch den dreiphasigen Ablauf eines Coaching-Prozesses von der Erstaufnahme über die Arbeitsphase bis hin zur Evaluation.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz des Coachings für die berufliche Bildung zusammen und weist auf die Notwendigkeit hin, Qualitätsstandards für diese wachsende Disziplin zu etablieren.
Schlüsselwörter
Zeitmanagement, Selbstmanagement, Coaching, Berufliche Bildung, Ausbildung, Studium, Work-Life-Balance, Selbsthilfe, Zeitliche Selbstorganisation, Kompetenzentwicklung, Prozessbegleitung, Coaching-Konzept, Stressbewältigung, Arbeitsplatzorganisation, Personenzentrierte Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gestaltung eines Coaching-Konzeptes, das spezifisch auf die Bedürfnisse der beruflichen Bildung zugeschnitten ist, um Zeit- und Selbstmanagementkompetenzen zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die zeitliche Organisation in Ausbildung, Studium und Beruf, die theoretischen Grundlagen des Coachings sowie die praktische Anwendung von Coaching-Methoden zur Verhaltensänderung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, mithilfe theoretischer Literatur ein Coaching-Modell zu entwerfen, das zur Verbesserung der Zeit- und Selbstmanagementkompetenzen beiträgt und Arbeitnehmer sowie Lernende zeitlich entlastet.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse und Synthese aktueller Fachliteratur zu Coaching, Zeitmanagement und beruflichen Lernprozessen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Anwendungsbereichen, die Darlegung theoretischer Coaching-Grundlagen sowie die detaillierte Beschreibung eines dreiphasigen Coaching-Ablaufs anhand eines Fallbeispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Zeitmanagement, Coaching, Selbsthilfe, berufliche Bildung, Kompetenzentwicklung und Prozessbegleitung.
Warum ist ein externer Coach für das beschriebene Konzept zu bevorzugen?
Die Arbeit empfiehlt einen externen Coach, da dieser unparteiisch ist, keine „Betriebsblindheit“ aufweist und somit ein offeneres Vertrauensverhältnis zum Klienten aufbauen kann, ohne in interne Organisationskonflikte zu geraten.
Welche Bedeutung hat das „Erstgespräch“ im Coaching-Prozess?
Das Erstgespräch bildet die Basis für das weitere Vorgehen; hier werden Rahmenbedingungen geklärt, Erwartungen abgeglichen und die Eignung des Coaches für das spezifische Anliegen des Klienten geprüft.
- Arbeit zitieren
- Dominik Hey (Autor:in), 2016, Zeit- und Selbstmanagement optimieren. Entwicklung eines Coachingkonzepts für die berufliche Bildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/355672