Im Rahmen dieser Arbeit wird die Performancepersistenz bei verwalteten Portfolios untersucht. Dies geschieht an Hand von Auswertungen bereits durchgeführter Persistenztests verschiedener Wirtschaftswissenschaftler. Performancepersistenz stellt die Korrelation zwischen vergangener und zukünftiger Performance von Portfolios dar. Persistent sind dabei nur Portfolios die konsistent bleiben. Positive Persistenz beschreibt hierbei Portfolios, die in der Vergangenheit Gewinner waren und in der Zukunft Gewinner bleiben. Portfolios die in der Vergangenheit Verlierer waren und in der Zukunft Verlierer bleiben, nennt man negativ persistent. Gewinner und Verlierer werden hier mit Hilfe verschiedener Mittelwerte in den einzelnen Tests definiert. Ein Portfolio mit einer Performance größer als der festgelegte Mittelwert ist ein Gewinner und kleiner ein Verlierer. Performancepersistenz klärt die Fragestellung, ob man von der vergangenen Performance eines Portfolios auf die zukünftige Performance schließen kann.
In dieser Arbeit liegt der Schwerpunkt der Untersuchungen auf Investmentfonds, welche insbesondere aus Aktienfonds zusammengesetzt sind. Natürlich hat es in der Vergangenheit bereits Persistenztests zu beispielsweise Rentenpapieren1 und auch zu Hedgefonds2 gegeben, doch diese sollen nicht Gegenstand dieser Arbeit sein. Für den Investor ist natürlich interessant, ob Performancepersistenz überhaupt existiert. Falls es tatsächlich möglich ist von vergangener auf zukünftige Performance von Investmentfonds zu schliessen, hätte dies beträchtliche Konsequenzen für einen Investor. Es würde die Auswahl einer Investmentgesellschaft für einen Investor erheblich erleichtern, wenn er diese als persistent und gut identifizieren kann. Er könnte dann mit Hilfe der festgestellten Persistenz mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit die zukünftige Performance einzelner Investmentfonds abschätzen. Dies käme einer Arbitragemöglichkeit ziemlich ähnlich. Somit ist nicht nur die Existenz von Performancepersistenz von Interesse, sondern auch die Verlässlichkeit auf diese Persistenz. Das heißt es muss auch das Risiko, bzw. die Stärke der Sicherheit analysiert werden, die einen erheblichen Teil dazu beiträgt, ob Persistenz ein geeignetes Maß zur Unterscheidung einzelner Investmentgesellschaften ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- Erläuterung des Begriffs Performancepersistenz, sowie Darstellung der Konsequenzen, des Nutzens und der Auswirkungen von Performancepersistenz auf den Investor
- 2. Methoden zur Messung von Performancepersistenz
- 3. Ergebnisse der Performancepersistenz-Messungen
- 3.1 Darstellung der Existenz positiver und negativer Performancepersistenz
- 3.2 Begründung unterschiedlicher Ergebnisse
- 4. Fazit
- Zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse und Schlussfolgerung auf eine tatsächliche Existenz von Performancepersistenz, sowie Erörterung des daraus entstehenden Nutzens
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Performancepersistenz bei verwalteten Portfolios. Dabei werden die Ergebnisse bereits durchgeführter Persistenztests verschiedener Wirtschaftswissenschaftler analysiert, um die Korrelation zwischen vergangener und zukünftiger Performance von Portfolios zu untersuchen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Investmentfonds, die aus Aktienfonds zusammengesetzt sind. Die Arbeit analysiert, ob es möglich ist, von der vergangenen Performance eines Portfolios auf die zukünftige Performance zu schließen, und welche Konsequenzen diese Erkenntnis für Investoren hätte.
- Definition und Bedeutung von Performancepersistenz
- Untersuchung der Existenz positiver und negativer Performancepersistenz
- Analyse der Methoden zur Messung von Performancepersistenz
- Bewertung der Auswirkungen von Performancepersistenz auf Investmententscheidungen
- Diskussion des Nutzens und Risikos von Performancepersistenz für Investoren
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung Dieses Kapitel definiert den Begriff Performancepersistenz und erläutert dessen Bedeutung für Investoren. Es werden die Konsequenzen, der Nutzen und die Auswirkungen von Performancepersistenz auf Investitionsentscheidungen dargestellt.
Kapitel 2: Methoden zur Messung von Performancepersistenz In diesem Kapitel werden verschiedene Methoden zur Messung von Performancepersistenz vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf vier Hauptuntersuchungen, die in der Vergangenheit als Grundlage für weitere Tests dienten. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen und Ergebnisse dieser Studien werden erläutert.
Kapitel 3: Ergebnisse der Performancepersistenz-Messungen Kapitel 3 präsentiert die Ergebnisse der Performancepersistenz-Messungen, die in verschiedenen Studien durchgeführt wurden. Es wird die Existenz sowohl positiver als auch negativer Performancepersistenz dargestellt und die Ursachen für unterschiedliche Ergebnisse untersucht.
Schlüsselwörter
Performancepersistenz, Investmentfonds, Aktienfonds, Persistenztests, Wirtschaftswissenschaftler, Korrelation, vergangene Performance, zukünftige Performance, Investoren, Investitionsentscheidungen, Nutzen, Risiko, Methoden zur Messung, Ergebnisse, positive Persistenz, negative Persistenz, Survivorship-Bias.
- Arbeit zitieren
- Kristina Richartz (Autor:in), 2004, Performance-Persistenz bei verwalteten Portfolios, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35506