Menschen und Tiere verfolgen zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Ziele mit unterschiedlicher Intensität und Ausdauer. (Schneider/Schmalt, 2000, S. 11). Stellen wir uns einmal zwei Schüler vor einer Prüfung an einem Samstagabend vor. Schüler A war den ganzen Tag draußen und geht abends auch noch in eine Disco. Schüler B hingegen war nur am Nachmittag kurz spazieren, und hat sich den Rest des Tages seinen Aufgaben gewidmet. Haben diese zwei Schüler nun eine unterschiedliche Motivation oder ein anderes Ziel oder hängt dies alles von der Begabung in dem Fach ab oder von anderen Ursachen? Diese Fragen werde ich später versuchen zu klären.
Ein Lehrer hat immer die Aufgabe in der Schule den Schülern Lernstoff zu vermitteln und ihnen etwas beizubringen. Doch was macht ein Lehrer, wenn die Schüler gar nicht dazu bereit sind Leistung zu erbringen und etwas zu lernen, wenn sie einfach ‚keinen Bock’ auf Schule und Lernen haben?
Zu allererst muss einmal die Frage geklärt werden was Leistung überhaupt ist. Leistung beinhaltet zwei verschiedene Ansprüche; zum einen ist es ein Anspruch von der Gesellschaft, der an die Generationen weitergegeben wird und zum anderen ist es eine Hilfe für die Heranwachsenden von der Gesellschaft, das Bestmögliche in der Gesellschaft erreichen zu können. (vgl. Lenzen, 2001, S. 983) Leistung ist mit bestimmten Anstrengungen verbunden, wobei man hierbei entweder das Ergebnis oder den Weg zu dem Ergebnis beurteilen kann. Hier ist mit Leistung die Lernleistung der Schüler gemeint wobei „Lernen hier im weitesten Sinne verstanden werden muss, also die Aneignung von Einstellungen, Fähigkeiten, Erkenntnissen, Wissen, Fertigkeiten und damit nicht nur die kognitive, sondern auch die soziale, emotionale, psychomotorische und die Dimension der Wertungen und Handlungen einschließt.“ (Lenzen, 2001, S. 983)
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Chancen und Gefahren bei der Lernstoffvermittelung
- 2.1 Motivation
- 2.2. Motivationsprobleme
- 2.3 Motive
- 2.4 Verschieden Motive
- 3. Theoretische Motivationskonzepte
- 3.1 Allgemeine Motivationskonzepte
- 3.1.1 Verschiedene Modelle
- 3.2 Theorie von McClelland im Vergleich mit Heckhausen
- 3.2.1 Leistungstheorie von McClelland
- 3.2.2 Vergleich
- 3.3. Die Theorie von Weiner im Vergleich mit der Theorie von Meyer
- 3.3.1 Prozess der Ursachenerklärung von Erfolg und Misserfolg nach Weiner
- 3.1 Allgemeine Motivationskonzepte
- 4. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, wie ein Lehrer einen Schüler zu mehr Leistung motivieren kann. Ziel ist es, verschiedene Motivationskonzepte zu erläutern und ihre Anwendung im schulischen Kontext zu analysieren. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Chancen und Gefahren mit der Lernstoffvermittlung verbunden sind.
- Definition und Bedeutung von Motivation im schulischen Kontext
- Motivationsprobleme von Schülern und Herausforderungen für Lehrer
- Verschiedene Motivationskonzepte und ihre theoretischen Grundlagen
- Anwendungen von Motivationskonzepten im Unterricht
- Praxisbezogene Beispiele und Fallstudien
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Schülermotivation ein und stellt die Forschungsfrage in den Mittelpunkt. Sie beleuchtet die Bedeutung von Motivation für die Lernleistung und stellt verschiedene Szenarien vor, die die Problematik der Motivation im schulischen Kontext aufzeigen. - Kapitel 2: Chancen und Gefahren bei der Lernstoffvermittelung
Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der verschiedenen Aspekte von Motivation. Es werden unterschiedliche Definitionen von Motivation, Motivationsprobleme und Motive beleuchtet. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Lehrer die Motivation von Schülern im Unterricht fördern können. - Kapitel 3: Theoretische Motivationskonzepte
In diesem Kapitel werden verschiedene theoretische Motivationskonzepte vorgestellt und miteinander verglichen. Die Theorien von McClelland, Heckhausen, Weiner und Meyer werden im Detail erläutert, um die unterschiedlichen Ansätze zur Erklärung von Motivation aufzuzeigen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themenbereiche Motivation, Lernleistung, Schülermotivation, Motivationskonzepte, Lernstoffvermittlung, Unterrichtsgestaltung und Lehrerrolle. Weitere wichtige Begriffe sind Leistungstheorie, Ursachenerklärung, Erfolgs- und Misserfolgsattribution sowie die Anwendung von Motivationstheorien in der Praxis.
Häufig gestellte Fragen
Wie können Lehrer Schüler zu mehr Leistung motivieren?
Lehrer können Motivation fördern, indem sie Lernstoff interessant aufbereiten, Erfolgserlebnisse ermöglichen und die individuellen Motive der Schüler (z. B. Leistungs- oder Anschlussmotiv) ansprechen.
Was ist der Unterschied zwischen Motivation und Motiven?
Motive sind zeitlich überdauernde Persönlichkeitsmerkmale (Bedürfnisse), während Motivation der aktuelle Prozess ist, der durch die Anregung eines Motivs in einer konkreten Situation entsteht.
Was besagt die Leistungstheorie von McClelland?
McClelland unterscheidet zwischen verschiedenen Grundmotiven, wobei das Leistungsmotiv das Bedürfnis beschreibt, Herausforderungen zu meistern und Ziele durch eigene Tüchtigkeit zu erreichen.
Wie erklärt die Theorie von Weiner Erfolg und Misserfolg?
Weiner befasst sich mit der Kausalattribuierung. Er untersucht, ob Schüler Erfolge oder Misserfolge auf interne Faktoren (Begabung, Anstrengung) oder externe Faktoren (Zufall, Schwierigkeit) zurückführen, was die zukünftige Motivation stark beeinflusst.
Was wird im schulischen Kontext unter "Leistung" verstanden?
Leistung umfasst die Aneignung von Wissen, Fertigkeiten und Werten. Sie bezieht sich nicht nur auf kognitive Ergebnisse, sondern auch auf soziale, emotionale und psychomotorische Dimensionen.
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- Nadja Kammerer (Author), 2004, Leistungsbeurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35464