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Bankenregulierung und Managementvergütung. Die Auswirkungen einer Einlagensicherungsprämie

Titel: Bankenregulierung und Managementvergütung. Die Auswirkungen einer Einlagensicherungsprämie

Hausarbeit , 2014 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Papier analysiert die Auswirkungen einer Einlagensicherungsprämie unter Berücksichtigung der Managementvergütung auf die Bankenregulierung. Dazu wird ein Modell von John, Saunders und Senbet (2000) verwendet. Es werden die Auswirkungen vom Grad des Fremdkapitals auf die Investitionsentscheidungen der Manager einer Bank und die damit verbundene Risikoverschiebung betrachtet.

Es wird gezeigt, dass eine Versicherungsprämie auf die Einlagen als indirekter Eingriff ausreicht, um die Anteilseigner zu einer pareto-effizienten Vergütungsstruktur des Managements zu bewegen. Neben einer kritischen Hinterfragung des Modells erfolgt auch eine Einordnung in aktuelle politische Rahmenbedingungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in ein Modell der Kapitalregulierung

2.1 Die optimale Investitionsentscheidung

2.2 Risikoverschiebung unter Fremdkapitalfinanzierung

3. Die Managementvergütung

3.1 Der Vergütungsvertrag mit Anreizoptionen

3.2 Die Investitionsentscheidung des Managers

3.3 Die Versicherungsprämie der Einlagensicherung und Managementvergütung

3.4 Eine optimale Vergütungsstruktur

3.5 Weitere Agentenprobleme

3.6 Implementierungsprobleme

4. Kritik am Modell von John et al. (2000)

5. Aktuelle Änderung der Regulierung von Managementvergütungen im Bankensektor

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, wie eine bankenaufsichtliche Einlagensicherungsprämie unter Einbeziehung der Managementvergütung als indirektes Regulierungsinstrument genutzt werden kann, um Risikoanreize zu steuern und pareto-effiziente Investitionsentscheidungen zu induzieren. Basierend auf dem Modell von John, Saunders und Senbet (2000) wird untersucht, wie Anreizverträge so gestaltet werden können, dass die Interessen von Managern und Anteilseignern in Einklang gebracht werden.

  • Analyse von Risikoanreizen durch Fremdkapitalfinanzierung.
  • Gestaltung optimaler Management-Vergütungsstrukturen (Bonus und Eigenkapitalanteile).
  • Indirekte Bankenregulierung über die FDIC-Versicherungsprämie.
  • Kritische Würdigung des Modells unter Berücksichtigung neuerer ökonomischer Kritikpunkte.
  • Einordnung in aktuelle US-amerikanische regulatorische Rahmenbedingungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Investitionsentscheidung des Managers

Durch den Vergütungsvertrag {S, λ, α} entsteht für den Manager der Anreiz, die für ihn optimale Investmentstrategie q^m umzusetzen. Diese kann unter den Voraussetzungen F > L wie folgt dargestellt werden: q^m = ((1 - α)λ + α(I - F)) / ((1 - α)λ + α(H - F)).

Unter Berücksichtigung der Managementvergütung ist für jedes λ > 0 und α < 1 die Investitionsstrategie des Managers weniger risikoreich als die Investitionsstrategie in Abhängigkeit des Fremdkapitals, q^m > q(F). In der Unterscheidung unterschiedlicher Fälle werden die Auswirkungen der Anreizoptionen von α und λ deutlich.

Je größer der Bonus λ eines Managers, desto risikoärmer ist seine Investitionspolitik. Ein steigender Bonus λ sorgt dafür, dass q^m näher an 1 gewählt wird. Dies entsteht dadurch, dass q^m(λ) steigend in λ ist. Im Extremfall, wenn α = 0 ist und (I – F) > λ > 0, maximiert er seinen finanziellen Nutzen durch die Implementierung von q^m = 1 und handelt somit wie ein Fremdkapitalgeber. Je größer die Beteiligung des Managers am Eigenkapital α der Bank, desto risikoreicher seine Investitionsentscheidung. Wenn λ = 0 ist und 0 < α ≤ 1, handelt der Manager wie ein Anteilseigner und implementiert q^m = q(F).

Der Bonus λ und der Anteil am Eigenkapital α haben gegenläufige Effekte bei der Risikoentscheidung des Managers. Diese können von der Bank so genau gewählt werden, dass sie a priori eine pareto-effiziente Investitionsstrategie implementieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Anreizproblematik risikoreicher Investitionen bei Banken durch Fremdkapitalfinanzierung und führt in das zugrunde liegende Modell der Kapitalregulierung ein.

2. Einführung in ein Modell der Kapitalregulierung: Dieses Kapitel definiert die ökonomischen Rahmenbedingungen des Modells, einschließlich der Investitionsmöglichkeiten und der pareto-effizienten Investitionsstrategie.

3. Die Managementvergütung: Hier wird das Modell um die Komponente der Managementvergütung erweitert, wobei Anreizoptionen und deren Einfluss auf das Risikoverhalten analysiert werden.

4. Kritik am Modell von John et al. (2000): In diesem Kapitel werden Annahmen des Modells kritisch hinterfragt, insbesondere bezüglich der Endogenität von Fremdkapital und der Annahmen über das Eigenkapital.

5. Aktuelle Änderung der Regulierung von Managementvergütungen im Bankensektor: Es erfolgt eine Einordnung der theoretischen Ergebnisse in die realen regulatorischen Entwicklungen, wie beispielsweise den Dodd-Frank Act.

6. Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der theoretischen Vorteile der indirekten Regulierung und einer Einordnung in den Kontext der Finanzkrise.

Schlüsselwörter

Bankenregulierung, Managementvergütung, Einlagensicherung, Risikoverschiebung, Fremdkapital, Investitionsentscheidung, Anreizoptionen, Pareto-Effizienz, Kapitalregulierung, FDIC, Agententheorie, Risikomanagement, Bankinsolvenz, Vergütungsstruktur, Finanzstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, wie Banken durch eine geschickte Kombination aus Management-Vergütungsmodellen und Versicherungsprämien dazu bewegt werden können, ein risikoarmes und effizientes Investitionsverhalten an den Tag zu legen, ohne dass direkte staatliche Eingriffe nötig sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft die Themenbereiche der Bankenregulierung, der ökonomischen Anreiztheorie bei Managern und die Funktionsweise von Einlagensicherungssystemen.

Was ist die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob und wie der Regulator mittels einer Versicherungsprämie indirekt erreichen kann, dass Bankeigentümer die Managervergütung so gestalten, dass eine pareto-optimale Investitionspolitik verfolgt wird.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine modelltheoretische Analyse, die auf dem bestehenden theoretischen Rahmen von John, Saunders und Senbet (2000) aufbaut und diesen um spezifische Vergütungsparameter erweitert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung der Anreizmodelle, die Analyse der Wirkung von Bonus- und Eigenkapitalkomponenten auf das Risikoverhalten sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Modellannahmen durch neuere Literatur.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Bankenregulierung, Anreizverträge, Risikoverschiebung und Pareto-Effizienz im Bankensektor.

Warum spielt die FDIC im Kontext des Modells eine entscheidende Rolle?

Die FDIC fungiert als Regulator, der durch die Festlegung der Versicherungsprämie den notwendigen ökonomischen Anreizrahmen schafft, innerhalb dessen die Banken ihre Vergütungsstrukturen selbst optimieren müssen.

Welche Rolle spielen der Bonus und der Eigenkapitalanteil in der Vergütung des Managers?

Bonus und Eigenkapitalanteile wirken laut Modell als gegenläufige Stellschrauben: Ein Bonus incentiviert risikoscheues Verhalten, während eine Eigenkapitalbeteiligung Anreize für risikoreichere Investitionsentscheidungen schafft.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bankenregulierung und Managementvergütung. Die Auswirkungen einer Einlagensicherungsprämie
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V354067
ISBN (eBook)
9783668403321
ISBN (Buch)
9783668403338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bankenregulierung Managementvergütung Vergütungsstruktur Einlagensicherungsprämie pareto-effizient Fremdkapital Bankmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Bankenregulierung und Managementvergütung. Die Auswirkungen einer Einlagensicherungsprämie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/354067
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Leseprobe aus  12  Seiten
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