In dieser Bachelorarbeit soll dargestellt werden, wie schwer es war, das System des freien Reisens in Europa zu integrieren und wie viele Jahre es gekostet hat. Dazu soll bewusst gemacht werden, welche Mechanismen der Sicherheit geschaffen worden sind. Denn wo Freiheit geschaffen wird, muss auch Sicherheit garantiert sein. Außerdem wird ein kontroverses Thema wie das temporäre Einführen der Grenzkontrollen angesprochen werden und wie sich das Schengener Abkommen noch ändern wird, denn ein System wie Schengen muss immer den Gegebenheiten angepasst werden und demnach in Abständen modifiziert werden. Einige Veränderungen sind schon sichtbar und auch einige Änderungen in den Köpfen der Menschen zum Thema Schengen machen sich langsam bemerkbar. Das System Schengen wird infrage gestellt und steht so stark wie noch nie auf dem Prüfstand.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- I. Einleitung
- II. Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raum
- II.I. Erste Anfänge und Überlegungen zur Freizügigkeit in Europa
- II.II. Die Pariser Gipfelkonferenz – 1974
- II.III. Die Arbeit der Kommission - ab 1974
- II.IV. Die Entschließung des Rates – 1984
- II.V. Das Saarbrücker Abkommen – 1984
- II.VI. Das Schengener Abkommen – 1985
- II. VII. Das Schengener Durchführungsübereinkommen – 1990
- II. VIII. Vertrag von Lissabon - 2007
- II.IX. Prümer Vertrag – 2005
- II.X. Reformdebatte - 2010/2011
- III. Mitgliedsstaaten des Schengen-Raum
- III.I.Beitritte
- III.II.Beitritte der skandinavischen Länder
- III.III.Beitritte der Schweiz und Liechtenstein
- III.IV.Der Sonderstatus von Irland, Dänemark und Großbritannien
- IV. Amsterdamer Vertrag
- IV.I. Allgemeines
- IV.II.Schengen-Protokoll zum Amsterdamer Vertrag
- V. Schengen-System
- V.I. Schengener Durchführungsübereinkommen und Schengener Grenzkodex
- V.II. Sicherheit im Schengen-Raum
- V.II.I. Schengener Informationssystem der ersten Generation (SIS I)
- V.II.II. Schengener Informationssystem der zweiten Generation (SIS II)
- VI. Die temporäre Wiedereinführung von Kontrollen im Schengen-Rahmen
- VII. Schlussteil
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Arbeit befasst sich mit dem Schengener Abkommen und seinen Folgevereinbarungen. Ziel ist es, die Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raums zu beleuchten, die wichtigsten Inhalte des Abkommens und seiner Folgevereinbarungen darzustellen und die Funktionsweise des Schengen-Systems zu erklären. Des Weiteren sollen die Herausforderungen und Probleme des Schengen-Raums im Kontext der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aufgezeigt werden.
- Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raums
- Inhalte des Schengener Abkommens und seiner Folgevereinbarungen
- Funktionsweise des Schengen-Systems
- Herausforderungen und Probleme des Schengen-Raums
- Aktuelle politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Kontext des Schengen-Raums
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und gibt einen Überblick über den Aufbau. Kapitel II beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Schengen-Raums, beginnend mit den ersten Anfängen und Überlegungen zur Freizügigkeit in Europa bis hin zum heutigen Stand. Kapitel III befasst sich mit den Mitgliedsstaaten des Schengen-Raums, einschließlich der Beitritte, Sonderstatus und Reformdebatten. Kapitel IV analysiert den Amsterdamer Vertrag und das Schengen-Protokoll. Kapitel V beschreibt das Schengen-System, inklusive des Schengener Durchführungsübereinkommens, des Schengener Grenzkodex und des Schengener Informationssystems. Abschließend befasst sich die Arbeit in Kapitel VI mit der temporären Wiedereinführung von Kontrollen im Schengen-Rahmen.
Schlüsselwörter (Keywords)
Schengen-Abkommen, Freizügigkeit, Schengen-Raum, Schengen-System, Schengener Informationssystem, Grenzkontrollen, innere Sicherheit, Europäische Union, Amsterdamer Vertrag, Folgevereinbarungen, Reformdebatte, Herausforderungen, Probleme.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern des Schengener Abkommens?
Das Abkommen ermöglicht den Verzicht auf stationäre Grenzkontrollen an den Binnengrenzen der teilnehmenden europäischen Staaten, um die Freizügigkeit von Personen zu fördern.
Welche Sicherheitsmechanismen gibt es im Schengen-Raum?
Um den Wegfall der Binnengrenzkontrollen auszugleichen, wurden Ausgleichsmaßnahmen wie das Schengener Informationssystem (SIS), eine verstärkte polizeiliche Zusammenarbeit und strengere Kontrollen an den Außengrenzen eingeführt.
Wann dürfen Grenzkontrollen temporär wieder eingeführt werden?
Mitgliedstaaten können bei einer ernsthaften Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder der inneren Sicherheit (z. B. Großereignisse oder Krisensituationen) zeitlich befristet Grenzkontrollen reaktivieren.
Was ist das SIS II?
Das Schengener Informationssystem der zweiten Generation ist eine hochmoderne Datenbank, die europäische Sicherheitsbehörden bei der Fahndung nach Personen und Sachen unterstützt.
Gehören alle EU-Länder zum Schengen-Raum?
Nein, es gibt Ausnahmen. Einige Länder wie Irland haben einen Sonderstatus, während Nicht-EU-Länder wie die Schweiz oder Norwegen Teil des Schengen-Raums sind.
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- Christian Achtenberg (Author), 2016, Das Schengener Abkommen und seine Folgevereinbarungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/352824