Hannah Arendt ist sicher eine bedeutende Philosophin des 20. Jahrhunderts, bei der persönliche Erfahrungen und philosophisches Denken eine unauflösliche Symbiose eingegangen sind.
Nicht nur ihre Erfahrungen des Exils, in welches sie als Jüdin während des III. Reiches gehen musste, sondern auch ihre ambivalente Beziehung zu ihrem Mentor, Lehrer und zeitweiligen ‚Lebensgefährten’ Martin Heidegger aus der Marburger Zeit, sowie ihre Lehrzeit bei Karl Jaspers in Heidelberg, bei dem sie über den Heiligen Augustinus promovierte, wirkten stark und bleibend in ihrer Philosophie und ihrer politischen Theorie nach. Ihre bahnbrechende Studie „Elemente und Ursprung totalitärer Herrschaft“ von 1951 mit seinen Abhandlungen über Antisemitismus sind beispielhaft dafür, genauso wie ihr Prozessbericht „Eichmann in Jerusalem“ von 1965, der hier jedoch nicht behandelt soll, ebenso wie die Ausführungen zum Antisemitismus in der Totalitarismus-Studie.
Die rechtsphilosophischen und verfassungstheoretischen Dimensionen von Hannah Arendts Werk sollen in dieser Hausarbeit Gegenstand der Betrachtung sein und im Spiegel des 20. Jahrhunderts erörtert werden.
Inhaltsverzeichnis
- Hannah Arendt im Spiegel der Zeit I
- Hannah Arendts Biographie
- Hannah Arendts Politische Theorie
- Politik als Pluralität
- Politik als Freiheit
- Die Republik
- Der Totalitarismus und seine Folgen
- Totalitäre Herrschaft versus Freiheit
- Die Entstehung des Totalitarismus
- Totalitäre Machtergreifung
- Das neue Element am Totalitarismus
- Die Vorurteile gegen Politik
- Totalitäre Herrschaft versus Freiheit
- Hannah Arendt im Spiegel der Zeit II.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Hannah Arendts politischer Theorie im Kontext des 20. Jahrhunderts. Sie zielt darauf ab, Arendts Werk in Bezug auf seine rechtsphilosophischen und verfassungstheoretischen Dimensionen zu analysieren. Die Arbeit betrachtet die Beziehung zwischen Arendts persönlicher Biographie und ihren philosophischen Überlegungen, insbesondere im Hinblick auf ihre Erfahrungen im Exil und ihre Begegnungen mit Martin Heidegger und Karl Jaspers.
- Arendts Konzept der Politik als Pluralität und Freiheit
- Die Rolle des Totalitarismus in Arendts politischer Theorie
- Die Bedeutung von Öffentlichkeit und öffentlicher Macht in Arendts Werk
- Arendts Kritik an den Vorurteilen gegen Politik
- Die Relevanz von Arendts Werk für die westlichen Demokratien
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet Hannah Arendts Lebenslauf und zeigt die Einflüsse ihrer Erfahrungen auf ihre politische Theorie. Das zweite Kapitel geht auf Arendts Verständnis von Politik als Pluralität und Freiheit ein. Es zeigt, wie sie den Ursprung der Politik in der Verschiedenheit der Menschen und ihrem Zusammenleben sieht. Das dritte Kapitel diskutiert Arendts Analyse des Totalitarismus und seine Auswirkungen auf Freiheit und Politik. Es beleuchtet die Entstehung und die Merkmale des Totalitarismus und untersucht, wie er die menschliche Freiheit einschränkt.
Schlüsselwörter
Hannah Arendt, politische Theorie, Pluralität, Freiheit, Totalitarismus, Öffentlichkeit, öffentliche Macht, westliche Demokratien, Exil, Heidegger, Jaspers, rechtsphilosophische, verfassungstheoretische Dimensionen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Hannah Arendt unter Politik als Pluralität?
Arendt sieht den Ursprung der Politik in der Verschiedenheit der Menschen. Pluralität bedeutet, dass einzigartige Individuen zusammenleben und gemeinsam handeln, was die Basis für einen politischen Raum bildet.
Welchen Einfluss hatte Arendts Biografie auf ihr Werk?
Ihre Erfahrung als jüdische Exilantin während des Dritten Reiches sowie ihre Studien bei Heidegger und Jaspers prägten ihre Theorien zu Totalitarismus, Freiheit und dem jüdischen Schicksal tiefgreifend.
Wie definiert Arendt den Totalitarismus?
In ihrer Studie „Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft“ analysiert sie den Totalitarismus als ein neues Element der Geschichte, das menschliche Freiheit durch totale Kontrolle und Ideologie systematisch zerstört.
Was bedeutet „Politik als Freiheit“ bei Arendt?
Freiheit ist für Arendt nicht nur ein innerer Zustand, sondern die Möglichkeit, im öffentlichen Raum zu erscheinen und durch Handeln etwas Neues zu beginnen.
Warum ist Öffentlichkeit in Arendts Theorie so wichtig?
Der öffentliche Raum ist der Ort, an dem Macht durch Kommunikation und gemeinsames Handeln entsteht. Ohne Öffentlichkeit gibt es für Arendt keine echte politische Freiheit.
- Arbeit zitieren
- Friedrich Bielfeldt (Autor:in), 2004, Das Politikverständnis von Hannah Arendt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/35095