Die Hauptursache für die Diskrepanz zwischen den Ländern ist die Uneinigkeit über die Kosten und dem Nutzen der zusätzlichen HPV-Impfung der Männer. Mehrere Wissenschaftler haben diesen Sachverhalt bereits analysiert und die geschlechtsspezifische HPV-Impfung (Impfung der Frauen) gegen die geschlechterneutrale HPV-Impfung (Impfung der Frauen und Männer) abgewogen. Die Wissenschaftler kommen in ihren Studien beziehungsweise Evaluationen allerdings zu unterschiedlichen Schlüssen. Sie sind sich uneins über die Frage, ob beziehungsweise inwiefern eine zusätzliche Impfung der männlichen Bevölkerung für das Gesundheitssystem attraktiv ist.
Die vorliegende Arbeit beleuchtet, warum die Evaluationen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, indem sie eine Übersicht über bisherige Evaluationen zur HPV-Impfung beim Mann liefert. Hierbei wird untersucht, welche unterschiedlichen Annahmen (beispielsweise der Impfpreis) bei den Evaluationen zur geschlechtsneutralen Impfung eine Rolle spielen. Zudem wird aufgezeigt, wie die Ausprägung (beispielsweise die Höhe des Impfpreises) dieser jeweiligen Annahmen die Evaluationen beeinflusst beziehungsweise beeinflussen kann.
Durch diese Betrachtung wird klar, warum die Evaluationen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Die Diskussion geht darauf ein, welche Ausprägung der jeweiligen Annahmen sinnvoll sein könnte, um sicher entscheiden zu können, ob Männer gegen HPV geimpft werden sollten.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung und Zielsetzung
- Grundlagen
- Humanes Papillomavirus (HPV)
- Epidemiologie
- Klassifizierung und Aufbau
- Pathogenese
- Übertragung
- Vermehrung
- Immunität
- Klinik
- Übersicht
- Benigne und Maligne Tumore der Haut
- Anogenitale Tumore
- Gebärmutterhalskarzinom
- Analkarzinom
- Vulva- und Peniskarzinome
- Tumore des Kopfes und des Halses
- Diagnostik
- Therapie
- Impfung
- Impfstoffe
- Impfempfehlung und Impfprävalenz
- National
- International
- Nebenwirkungen und Kontraindikationen
- Präventive Wirksamkeit
- Ergebnisse
- Übersicht
- QALY-Ansatz
- Impfpreis
- Impfprävalenz
- Homosexualität
- Klinische Endpunkte
- Impfstoffwirksamkeit
- Transmission
- Diskussion
- QALY-Ansatz
- Vor- und Nachteile
- Ethik
- Impfpreis
- Impfprävalenz
- Homosexualität
- Klinische Endpunkte
- Neuer Impfstoff
- QALY-Ansatz
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Frage, ob die zusätzliche HPV-Impfung für Jungen eine Bereicherung ist. Sie analysiert die unterschiedlichen Annahmen, die in Cost-Effectiveness-Studien zur HPV-Impfung verwendet werden und zeigt auf, wie diese Annahmen zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen führen. Die Arbeit konzentriert sich auf die gesundheitsökonomische Bewertung der HPV-Impfung für Jungen und die verschiedenen Faktoren, die diese Bewertung beeinflussen.
- Kosten-Nutzen-Analyse der HPV-Impfung für Jungen
- Einfluss von Annahmen in Cost-Effectiveness-Studien auf die Bewertung der Impfung
- Analyse verschiedener Faktoren wie Impfpreis, Impfprävalenz, Homosexualität und klinische Endpunkte
- Bewertung des QALY-Ansatzes als Instrument der Kosten-Nutzwert-Analyse
- Diskussion der ethischen Aspekte der HPV-Impfstrategie für Jungen
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema HPV-Impfung für Jungen ein und beschreibt die Zielsetzung der Arbeit. Das zweite Kapitel bietet einen Überblick über die Grundlagen des HPV-Virus und der HPV-Impfung. Es befasst sich mit der Epidemiologie, Klassifizierung, Pathogenese, Klinik, Diagnostik und Therapie des HPV-Virus sowie mit den verschiedenen HPV-Impfstoffen, der Impfempfehlung und Impfprävalenz, den Nebenwirkungen und Kontraindikationen sowie der präventiven Wirksamkeit der Impfung. Kapitel drei präsentiert die Ergebnisse der untersuchten Studien zur HPV-Impfung für Jungen. Es analysiert die verschiedenen Annahmen in den Studien, wie beispielsweise den QALY-Ansatz, den Impfpreis, die Impfprävalenz, die Berücksichtigung von Homosexualität und die Auswahl der klinischen Endpunkte. Kapitel vier diskutiert die Ergebnisse der Studien und die verschiedenen Faktoren, die die Bewertung der HPV-Impfung für Jungen beeinflussen. Es bewertet den QALY-Ansatz und diskutiert die ethischen Aspekte der HPV-Impfstrategie. Schließlich fasst Kapitel fünf die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Schlüsselwörter
HPV-Impfung, Cost-Effectiveness-Studien, QALY-Ansatz, Impfpreis, Impfprävalenz, Homosexualität, klinische Endpunkte, HPV-assoziierte Erkrankungen, Gesundheitsökonomie, Ethik, Herdenimmunität, Transmissionsmodelle.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird über eine zusätzliche HPV-Impfung für Jungen diskutiert?
Es herrscht Uneinigkeit über die Kosten und den Nutzen einer geschlechtsneutralen Impfung im Vergleich zur reinen Impfung von Mädchen.
Welche Faktoren beeinflussen die Bewertung der Impfstrategie?
Wichtige Variablen in den Studien sind der Impfpreis, die Impfprävalenz, die Wirksamkeit des Impfstoffs und die Berücksichtigung von Übertragungswegen.
Was ist der QALY-Ansatz in diesem Kontext?
Der QALY-Ansatz (Quality-Adjusted Life Year) wird genutzt, um den gesundheitsökonomischen Nutzen der Impfung in Bezug auf gewonnene Lebensqualität zu messen.
Welche Krankheiten können durch HPV bei Männern verursacht werden?
HPV kann bei Männern unter anderem zu Analkarzinomen, Peniskarzinomen sowie Tumoren im Kopf- und Halsbereich führen.
Welchen Einfluss hat der Impfpreis auf die Entscheidung?
Ein niedrigerer Impfpreis kann die zusätzliche Impfung von Männern in Kosten-Nutzen-Analysen deutlich attraktiver und wirtschaftlicher erscheinen lassen.
Was versteht man unter Herdenimmunität bei HPV?
Durch eine hohe Impfquote bei Frauen werden Männer indirekt mitgeschützt. Die Arbeit untersucht, ob dieser indirekte Schutz ausreicht oder eine aktive Impfung der Männer nötig ist.
- Humanes Papillomavirus (HPV)
- Quote paper
- Nina Obertopp (Author), 2015, Ist die zusätzliche HPV-Impfung von jungen Männern eine Bereicherung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/350657