Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Literatur in „Die mißbrauchten Liebesbriefe“ von Gottfried Keller hat. Außerdem wird der Literaturbetrieb in der Novelle kritisch begutachtet.
Die Arbeit soll Aufschluss darüber geben, ob und inwiefern Keller den Literaturbetrieb seiner Zeit in dieser Novelle karikiert. Zudem wird die potentielle sowie die verfälschte Literatur in „Die mißbrauchten Liebesbriefe“ dargestellt.
Um einen Überblick über die Novelle zu erhalten, wird der Inhalt im ersten Teil kurz dargestellt. Danach soll der Literaturbetrieb in den Fokus der Arbeit rücken. Dabei werden verschiedene Theorien vorgestellt und kritisch beurteilt.
Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit der Literatur in der Novelle. Dazu wird ebenfalls Sekundärliteratur hinzugezogen um die Thematik abschließend unter kritischer Betrachtung der zuvor genannten Theorien subsumieren zu können.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Inhalt der Novelle
- 3. Der Literaturbetrieb in der Novelle
- 4. Die Rolle der Literatur
- 5. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Literatur in Gottfried Kellers Novelle „Die mißbrauchten Liebesbriefe“. Sie befasst sich kritisch mit dem Literaturbetrieb, den Keller in der Novelle darstellt, und analysiert, ob und inwiefern er diesen karikiert. Die Arbeit erforscht auch die Darstellung von potentieller und verfälschter Literatur im Werk.
- Die Rolle der Literatur in „Die mißbrauchten Liebesbriefe“
- Satire auf den Literaturbetrieb im 19. Jahrhundert
- Die Darstellung von Dilettantismus und erfolglosem literarischen Streben
- Die Rolle der Liebe und des Missbrauchs in der literarischen Inszenierung
- Die Verbindung von Literatur und gesellschaftlichem Erfolg
Zusammenfassung der Kapitel
- 1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und umreißt die zentrale Fragestellung: die Rolle der Literatur in „Die mißbrauchten Liebesbriefe“ und die Kritik an dem Literaturbetrieb der damaligen Zeit. Sie erläutert die Vorgehensweise der Arbeit, die den Inhalt der Novelle, den Literaturbetrieb und die Rolle der Literatur beleuchtet.
- 2. Inhalt der Novelle: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den Inhalt der Novelle, fokussiert auf den Kontrast zwischen den Figuren, die sich individuell entwickeln und Erfolg haben, und denen, die im Streben nach einem Idealbild scheitern. Besonderes Augenmerk liegt auf der Figur Victor Störteler („Viggi“) und seinem scheiternden literarischen Streben.
- 3. Der Literaturbetrieb in der Novelle: Dieser Teil analysiert den Literaturbetrieb, den Keller in der Novelle darstellt, und die satirische Darstellung des Dilettantismus und der Eitelkeit. Viggis literarisches Scheitern und seine Zugehörigkeit zu einem Kreis erfolgloser Skribenten werden beleuchtet. Die Analyse zeigt, wie Keller den Literaturbetrieb der Zeit kritisch beleuchtet und den Kontrast zwischen echter Kunst und dilettantischem Streben hervorhebt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Literatur, Literaturbetrieb, Künstlernovelle, Gottfried Keller, „Die mißbrauchten Liebesbriefe“, Dilettantismus, Satire, Erfolg, Scheitern, Idealbild, Liebe, Missbrauch, authentische Kunst und gesellschaftlicher Erfolg. Der Fokus liegt auf Kellers kritischer Darstellung des Literaturbetriebs seiner Zeit und der Rolle der Literatur im Kontext von gesellschaftlichen Erwartungen und individuellem Streben.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Literatur in Gottfried Kellers Novelle „Die mißbrauchten Liebesbriefe“?
Die Literatur fungiert in der Novelle sowohl als Mittel der Selbstdarstellung als auch als Instrument des Missbrauchs. Keller untersucht dabei den Kontrast zwischen authentischer Kunst und verfälschter Literatur, die lediglich zur Befriedigung von Eitelkeiten dient.
Wie karikiert Gottfried Keller den Literaturbetrieb seiner Zeit?
Keller nutzt die Figur des Victor Störteler („Viggi“), um den Dilettantismus und das erfolglose literarische Streben zu verspotten. Er zeigt auf satirische Weise, wie der Literaturbetrieb des 19. Jahrhunderts oft von Eitelkeit statt von echtem Talent geprägt war.
Was versteht man unter „potentieller“ und „verfälschter“ Literatur im Werk?
Verfälschte Literatur bezieht sich auf Werke, die ohne echtes Gefühl oder Talent entstehen, oft durch Nachahmung oder den Missbrauch privater Gefühle (wie die Liebesbriefe). Potentielle Literatur hingegen deutet auf die Möglichkeit echter, wahrhaftiger Kunst hin, die im Gegensatz zum Dilettantismus steht.
Welche Bedeutung hat die Figur Victor Störteler für die Handlung?
Viggi repräsentiert den gescheiterten Literaten, der versucht, durch ein künstliches Idealbild gesellschaftlichen Erfolg zu erzielen. Sein Scheitern verdeutlicht Kellers Kritik am hohlen Streben nach literarischem Ruhm.
Inwiefern hängen Liebe und literarische Inszenierung in der Novelle zusammen?
Die Liebe wird in der Novelle als Vorwand für literarische Übungen missbraucht. Die Liebesbriefe dienen nicht der Kommunikation echter Gefühle, sondern werden zur Selbstdarstellung und zur Konstruktion eines literarischen Ichs instrumentalisiert.
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- Tanja Zimmermann (Author), 2016, Der Literaturbetrieb und die Rolle der Literatur in „Die mißbrauchten Liebesbriefe“ von Gottfried Keller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/349893