Durch den Impuls einer OHP-Folie mit einem Kunstreiter geleitet erinnern sich die Schüler an die vergangene Stunde und den gelesenen Text. Sie fassen zuerst die beiden Teile inhaltlich zusammen und charakterisieren kurz die Stimmung. Im Anschluss wiederholen sie noch einmal die gemachten Erkenntnisse der letzten Stunde. Alles wird im Tafelbild festgehalten. Die Schüler bekommen nun den Auftrag, einen Teilsatz des 1.Teils im Konjunktiv so umzuformulieren, dass er im Indikativ steht. Ihre Änderungen im Bereich der Verben werden an der Seitentafel mitskizziert. Sie sollen nun zuordnen, welche Verbform der Konjunktiv ist und welche der Indikativ (hier noch „möglich“ und „wirklich“). Der Lehrer bezeichnet diese dann mit den Fremdwörtern und lässt die Schüler die Modi im Haupttafelbild zuordnen. Der Lehrer fragt nun nach den Funktionen von Konjunktiv und Indikativ, wobei die Schüler wieder „möglich“ und „wirklich“ mit einbinden sollen, und gelangt so zum Ausdruck Möglichkeitsform für Konjunktiv und Wirklichkeitsform für Indikativ.
Inhaltsverzeichnis
- Unterrichtsvorbereitung
- C. Lernzielanalyse
- Didaktische Reduktion
- Zielsetzung
- Lernsequenzplanung
- D. Methodische Analyse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text bietet einen Einblick in die Unterrichtsvorbereitung einer Deutsch- und Erdkundelehrerin im Kontext der Fächerdidaktik. Die Autorin beschreibt ihre didaktische Herangehensweise an die Lehre des Konjunktivs anhand des Beispiels von Franz Kafkas Erzählung „Auf der Galerie“. Sie veranschaulicht ihre methodischen Überlegungen und stellt die Lernziele der Unterrichtssequenz dar.
- Didaktische Reduktion und Fokus auf die funktionale Erarbeitung des Konjunktivs
- Vermittlung der Modalformen des Verbs und ihrer situationsgerechten Anwendung
- Analyse der Wirkungsweise von Konjunktiv und Indikativ in literarischen Texten
- Methodische Gestaltung des Unterrichts und Einsatz von verschiedenen Lernmaterialien
- Fokus auf den Text "Auf der Galerie" von Franz Kafka und seine Analyse in Bezug auf den Konjunktiv
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text "Unterrichtsvorbereitung" gliedert sich in zwei Hauptteile: Lernzielanalyse und Methodische Analyse. Die Lernzielanalyse beleuchtet den didaktischen Ansatz der Autorin bei der Erarbeitung des Konjunktivs. Sie legt dabei den Fokus auf die Reduktion und den funktionellen Aspekt des Konjunktivs im Gegensatz zum Indikativ. Die Zielsetzung umfasst sowohl grobe als auch feine Lernziele, die den Schülern die Anwendung des Konjunktivs in literarischen Texten ermöglichen sollen. Im Abschnitt zur Methodischen Analyse werden die verschiedenen Methoden und Materialien vorgestellt, die die Autorin im Unterricht einsetzt. Hierbei spielt der Einsatz einer OHP-Folie und die Analyse von Textbeispielen eine zentrale Rolle. Die Analyse der Textbeispiele dient dazu, den Schülern die Unterschiede zwischen Konjunktiv und Indikativ im Hinblick auf ihre Funktion im Text zu verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieses Textes sind: Unterrichtsvorbereitung, Konjunktiv, Indikativ, Didaktische Reduktion, Lernzielanalyse, Methodische Analyse, Modalformen, Franz Kafka, „Auf der Galerie“, Textanalyse, OHP-Folie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Kafkas „Auf der Galerie“?
Der Text beschreibt in zwei gegensätzlichen Abschnitten eine Zirkusszene: einmal als düstere, hypothetische Qual und einmal als glanzvolle, scheinbare Realität.
Warum ist der Konjunktiv für die Analyse dieses Textes wichtig?
Kafka nutzt den Konjunktiv im ersten Teil, um eine Möglichkeit (die grausame Wahrheit) zu beschreiben, während der Indikativ im zweiten Teil die (vielleicht trügerische) Wirklichkeit darstellt.
Was ist das Lernziel der Unterrichtseinheit zu diesem Text?
Schüler sollen die funktionalen Unterschiede zwischen Indikativ (Wirklichkeitsform) und Konjunktiv (Möglichkeitsform) an einem literarischen Beispiel erkennen und anwenden.
Was symbolisiert die „Galerie“ im Text?
Die Galerie steht für die Position des Beobachters, der zwischen der Wahrnehmung eines glänzenden Scheins und einer verborgenen, schmerzhaften Wahrheit hin- und hergerissen ist.
Wie wird der Konjunktiv didaktisch erarbeitet?
Oft durch Umformungsübungen, bei denen Schüler Sätze vom Konjunktiv in den Indikativ setzen, um die Veränderung der Bildwirkung und Stimmung zu spüren.
- Quote paper
- Alexandra Meier (Author), 2004, Kafkas Auf der Galerie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34828