In der folgenden Arbeit sollen die, einzeln im Vertrag festgeschriebenen, Bereiche der Großen, des Klerus und des Königs herausgestellt und ihre jeweilige Bedeutung für das Kräfteverhältnis zwischen den einzelnen Parteien analysiert werden.
Von der im November 843, unter Vorsitz Karl des Kahlen, abgehaltenen Reichsversammlung in Coulaines ist einzig ein Aktenstück überliefert. Dieses setzt sich aus einer Vorrede und sechs Kapiteln zusammen. Weitere Quellen die die Schließung des Vertrages belegen sind laut MGH nicht erhalten.
Der Vertrag von Coulaines legte die rechtliche Grundlage der königlichen Herrschaft fest und definierte in wie fern der Machtbereiche des Königs durch Klerus und Adel berührt werden durften.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung:
- 2. Vor Coulaines:
- 3. Der Vertrag von Coulaines:
- 3.1. Die Großen:
- 3.2. Die Kirche:
- 3.3. Der König:
- 4. Fazit:
- 5. Quelle:
- 6. Literatur:
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Vertrag von Coulaines aus dem Jahr 843, der die rechtliche Grundlage der königlichen Herrschaft im fränkischen Reich festigte. Der Vertrag definierte die Machtbefugnisse des Königs im Verhältnis zum Adel und Klerus und legt damit ein frühes Beispiel für die Verhandlung und Festlegung von Machtstrukturen im Mittelalter dar.
- Die Entstehung der königlichen Macht im Frühmittelalter
- Das Verhältnis von König, Adel und Kirche im 9. Jahrhundert
- Die rechtliche Absicherung der königlichen Herrschaft durch Verträge
- Die Bedeutung des Bündnisses von Adel und Kirche für die Stabilität des Reiches
- Die Herausbildung von Machtstrukturen und Institutionen im frühen Mittelalter
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Vertrags von Coulaines ein und stellt die Bedeutung des Dokuments für die rechtliche Gestaltung der königlichen Herrschaft im fränkischen Reich dar. Kapitel 2 beleuchtet die Situation vor der Unterzeichnung des Vertrages, insbesondere die Bündnisse zwischen Adel und Kirche, die sich nach dem Krieg zwischen Karl dem Kahlen und seinen Brüdern gebildet hatten. Kapitel 3 analysiert den Vertrag selbst und betrachtet die darin festgelegten Rechte und Pflichten der verschiedenen Akteure: der Großen, der Kirche und des Königs.
Schlüsselwörter
Die Arbeit widmet sich der Analyse des Vertrags von Coulaines, einem zentralen Dokument für die Geschichte des Frühmittelalters. Die zentralen Themen umfassen die Entstehung der königlichen Macht, das Verhältnis von König, Adel und Kirche, die rechtliche Absicherung der Herrschaft sowie die Entwicklung von Machtstrukturen und Institutionen in dieser Epoche. Wesentliche Schlüsselbegriffe sind: fränkische Reich, königliche Macht, Adel, Klerus, Vertrag von Coulaines, Reichsversammlung, Bündnis, Stabilität des Reiches, Machtstrukturen, Institutionen, Frühmittelalter.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Vertrag von Coulaines?
Ein im Jahr 843 geschlossener Vertrag, der die Machtverhältnisse zwischen dem westfränkischen König Karl dem Kahlen, dem Adel und dem Klerus rechtlich regelte.
Warum war dieser Vertrag für die königliche Macht so bedeutend?
Er beschnitt die absolute Macht des Königs, indem er festlegte, dass der König die Rechte von Adel und Kirche achten muss, um deren Unterstützung zu erhalten.
Welche Rolle spielten die "Großen" (der Adel) im Vertrag?
Dem Adel wurde Schutz und die Wahrung seiner Privilegien zugesichert, im Gegenzug versprachen sie dem König Treue und Rat.
Wie profitierte die Kirche vom Vertrag von Coulaines?
Die Kirche erhielt Garantien für ihren Besitz und ihren rechtlichen Status, was ihre Position als stabilisierende Kraft im Reich festigte.
In welchem historischen Kontext stand der Vertrag?
Er entstand kurz nach dem Vertrag von Verdun in einer Zeit von Bürgerkriegen und Machtkämpfen zwischen den Enkeln Karls des Großen.
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- Annalena Schäfer (Author), 2013, Der Vertrag von Coulaines. Die Beschneidung der königlichen Macht durch Adel und Klerus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/347058