Im Folgenden wird zunächst ein kurzer historischer und pädagogischer Überblick geboten, der das Werk in seine Entstehungszeit einzuordnen vermag. Daraufhin sollen sowohl die Rolle eines Lehrers als auch die Rolle eines Schülers individuell betrachtet werden, um daraus den Lehr- und Lernprozess zu definieren.
In einem nächsten Schritt wird der Fokus auf die Rhetorik eines Lehrers gelegt und exemplarisch ein Ausschnitt aus dem zu untersuchenden Werk sprachlich und stilistisch analysiert. Letztendlich soll das Lehrer-Schüler-Verhältnis erfasst werden und eine Einschätzung des Werkes stattfinden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Bildung zur Zeit Augustins
- Lehrer- und Schülerrollen in Augustins „De catechizandis rudibus“
- Darstellung des Lehrers
- Darstellung des Schülers
- Lehr- und Lernprozess
- Die Rhetorik eines Lehrers
- Sprachliche und stilistische Untersuchung
- Sprache als Grundstein der Bildung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Werk beleuchtet das Konzept der Bildung im Kontext des frühen Christentums, insbesondere anhand der Ausführungen des Kirchenvaters Aurelius Augustinus in seinem Werk „De catechizandis rudibus“. Die Arbeit zielt darauf ab, die Rolle des Lehrers und des Schülers in Augustins Lehrverständnis zu erforschen und die Bedeutung der Rhetorik im christlichen Bildungsprozess zu analysieren.
- Die Rolle des Lehrers und des Schülers in Augustins "De catechizandis rudibus"
- Die Bedeutung der Rhetorik für den christlichen Bildungsprozess
- Der Einfluss antiker Bildungsideale auf die christliche Katechese
- Die Besonderheiten des katechetischen Unterrichts in der Spätantike
- Die Relevanz des Werkes von Augustinus für das Verständnis von Bildung und Lehre
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung bietet einen Überblick über den historischen Kontext der Bildung und die Relevanz von Lehr- und Lernprozessen in der Antike und im frühen Christentum. Sie stellt Augustins Werk "De catechizandis rudibus" vor und erläutert die Forschungsfrage, die sich mit dem Verhältnis von Lehrer und Schüler in diesem Werk beschäftigt.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Bildung zur Zeit Augustins und stellt die wesentlichen Elemente der römischen Bildungsideale sowie die Herausforderungen dar, die sich aus der Integration des Christentums in diesen Kontext ergaben. Es wird die Bedeutung der Katechese als zentrale Form der christlichen Bildung erläutert.
Im dritten Kapitel werden die Rolle des Lehrers und des Schülers in Augustins "De catechizandis rudibus" analysiert. Es wird die Idealvorstellung von Augustinus vom Lehrer und seinen Aufgaben sowie die Anforderungen an den Lerner beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter der Arbeit sind: Bildung, Katechese, Lehrer, Schüler, Rhetorik, Augustinus, "De catechizandis rudibus", Spätantike, Christentum, römische Bildungsideale, artes liberales, Trivium, Quadrivium.
Häufig gestellte Fragen
Was thematisiert Augustinus in "De catechizandis rudibus"?
Das Werk befasst sich mit der Unterweisung von Glaubensanfängern (Katechese) und definiert die Rollen von Lehrer und Schüler im christlichen Bildungsprozess.
Welche Rolle hat der Lehrer laut Augustinus?
Der Lehrer muss sich individuell auf den Schüler einstellen, Rhetorik geschickt nutzen und durch Liebe und Geduld den Lernprozess fördern.
Warum ist Sprache der Grundstein der Bildung bei Augustinus?
Sprache dient als wichtigstes Werkzeug zur Vermittlung göttlicher Wahrheiten und zur Erreichung der Herzen der Zuhörer.
Wie beeinflussten antike Bildungsideale sein Werk?
Augustinus integriert Elemente der römischen Rhetorik und der artes liberales (wie das Trivium), um sie für die christliche Lehre nutzbar zu machen.
Was ist das Ziel der christlichen Katechese in der Spätantike?
Ziel ist nicht nur Wissensvermittlung, sondern die moralische Formung und die Vorbereitung auf die Taufe und das christliche Leben.
- Arbeit zitieren
- Ute Corell (Autor:in), 2009, Sprache als Grundstein der Bildung. Lehrer- und Schülerrollen in Augustins "De catechizandis rudibus", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345601