Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Kinderwunschentscheidung von fertilen und heterogenen Paarbeziehungen. Seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, ist die Geburtenzahl in Deutschland stetig gesunken. Die Frage nach dem Warum ist schnell gestellt, jedoch ist die Erschließung der Ursachen viel komplexer und tiefgründiger. Aufgrund der enormen Untersuchungen, die in dem Bereich bisher getätigt worden sind, blieb aus zeitlichen Gründen folglich nur die Auswahl von wenigen, aber in der Literatur stark verbreiteten Determinanten, übrig.
Im ersten Teil der Hausarbeit wird die Problematik eingeleitet und die historische Fertilitätsentwicklung aufgezeigt. Im Hauptteil (zweiter Teil) werden sodann, Faktoren aufgezeigt, die den Kinderwunsch beeinflussen können. Hierzu gehören die Faktoren Alter, Bildung und Arbeit, Kinderwunsch und Machtverhältnisse, Kinderwunsch und Partnerschaft und Erfahrungen in der Vergangenheit. Der Faktor „Partnerschaftskontext“, wird zeitgleich in Bezug auf alle genannten Determinanten untersucht. Im letzten Teil wird die Hausarbeit mit einem Fazit beendet.
Die Frage nach einem Kinderwunsch ist eine der rudimentärsten Überlegungen, die in festen Partnerschaften immer wieder als Gesprächsthema aufgegriffen wird. Ob die Zeugung eines Kindes als reines Mittel für die individuelle Fortpflanzung oder der ökonomischen Absicherung angesehen wird (instrumentelle Beweggründe) oder aber auch als Verfestigungstechnik in einer Partnerschaft genutzt wird (immaterielle Beweggründe), also als eine Art Sinngebung verstanden wird, ist differenziert zu betrachten. In den Anfängen der Vorindustrie, wurde die Ausprägung nach einem Institutionalisierungswunsch in der Partnerschaft von ökonomischem Zwecknutzen determiniert. Sowohl in wohlhabenden Paarbeziehungen als auch in ärmlichen Bauernfamilien, war bereits die Intention zur Heirat von instrumentellen Charakterzügen fremdgeleitet. Entweder wurde einem der Partner aufgrund eines bestimmten Status oder finanziellen Mächtigkeit auferlegt, oder eine Partnerin wurde aufgrund eines physischen Nutzens, zum Beispiel als Entlastung der Arbeitskraft auf dem Feld, angesehen und angeheiratet. Diese Zweckrationalität setzte sich in der Kinderzeugung weiter fort.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Einführung in die Thematik
- 2. Faktoren die eine Familiengründung beeinflussen.
- 2.1 Alter
- 2.2 Bildung und Arbeit.
- 2.3 Kinderwunsch und Machtverhältnisse
- 2.4 Kinderwunsch und Partnerschaft.....
- 2.5 Erfahrungen in der Vergangenheit.
- 3. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Kinderwunschentscheidung in fertilen und heterogenen Paarbeziehungen. Sie untersucht die Gründe für den kontinuierlichen Rückgang der Geburtenzahlen in Deutschland seit dem 20. Jahrhundert und analysiert dabei verschiedene Einflussfaktoren.
- Historische Entwicklung der Geburtenzahlen in Deutschland
- Der Einfluss von Alter, Bildung und Arbeit auf die Kinderwunschentscheidung
- Die Rolle von Machtverhältnissen und Partnerschaft im Kontext des Kinderwunsches
- Die Bedeutung vergangener Erfahrungen für die Familienplanung
- Der Wandel des Familienbildes und seiner Werteorientierungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik des Kinderwunsches in den Kontext des demografischen Wandels in Deutschland dar. Sie beleuchtet die historische Entwicklung der Geburtenzahlen und die Komplexität der Ursachen dafür.
Kapitel 1 führt in die Thematik des Kinderwunsches ein und diskutiert verschiedene Beweggründe für oder gegen eine Familienplanung, sowohl instrumentelle als auch immaterielle.
Kapitel 2 beleuchtet verschiedene Faktoren, die die Kinderwunschentscheidung beeinflussen können. Dazu gehören Alter, Bildung und Arbeit, Machtverhältnisse in der Partnerschaft sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse des Partnerschaftskontextes in Bezug auf diese Determinanten.
Schlüsselwörter
Kinderwunsch, Familienplanung, Geburtenzahlen, Demografie, Einflussfaktoren, Alter, Bildung, Arbeit, Machtverhältnisse, Partnerschaft, Erfahrungen, Familienbild, Wertewandel, Reproduktionsmedizin, Soziologie, Familiensoziologie
Häufig gestellte Fragen
Wie hat sich die Geburtenrate in Deutschland historisch entwickelt?
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Geburtenzahl in Deutschland stetig gesunken, was auf komplexe soziale und ökonomische Ursachen zurückzuführen ist.
Welche Faktoren beeinflussen heute die Entscheidung für ein Kind?
Wesentliche Determinanten sind das Alter, der Bildungsstand, die berufliche Situation, die Partnerschaft sowie persönliche Erfahrungen aus der Vergangenheit.
Was versteht man unter instrumentellen Beweggründen für den Kinderwunsch?
Instrumentelle Gründe beziehen sich auf den Nutzen eines Kindes, etwa zur individuellen Fortpflanzung oder früher auch zur ökonomischen Absicherung der Familie.
Welchen Einfluss haben Machtverhältnisse in der Partnerschaft?
Machtverhältnisse und der Partnerschaftskontext spielen eine zentrale Rolle bei der Aushandlung und Realisierung des Kinderwunsches.
Wie hat sich das Familienbild im Laufe der Zeit gewandelt?
Es gab einen Wandel von zweckrationalen Heirats- und Kinderentscheidungen in vorindustrieller Zeit hin zu eher immateriellen, auf Sinngebung basierenden Motiven heute.
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- Emrah Jasarevic (Author), 2016, Welche Faktoren beeinflussen den Kinderwunsch?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/345306