Die Referatsausarbeitung gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil dient einerseits als Überblick in das dem Referat zugrunde liegende Thema und zum anderen der näheren Erklärung der Begriffe „Explizite Derivation“ und „Suffigierung“.
Der zweite Teil widmet sich den zu untersuchenden Suffixen –e, -ei, -el, -er, -ler, -ner und –heit, mit den kombinatorischen Varianten – keit und –igkeit. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die Semantik der Substantivableitungen gelegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1. Explizite Derivation
2.2. Suffigierung
3. Suffixe
3.1. –e
3.2. –ei
3.3. –el
3.4. –er
3.5. –ler
3.6. –ner
3.7. –heit (-keit, -igkeit)
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die morphologischen Prozesse der expliziten Derivation und speziell der Suffigierung in der deutschen Sprache. Das primäre Ziel ist es, die semantischen Leistungen und die Produktivität verschiedener Suffixe bei der Bildung von Substantiven systematisch zu analysieren und anhand linguistischer Grundlagen zu erläutern.
- Grundlegende Definition von expliziter Derivation und Suffigierung
- Differenzierung zwischen Suffixen und Suffixoiden
- Analyse der Produktivität deverbale, desubstantivischer und deadjektivischer Suffixe
- Untersuchung semantischer Kategorien von Substantivableitungen
- Distribution von Suffixvarianten (z.B. -heit, -keit, -igkeit)
Auszug aus dem Buch
2.1. Explizite Derivation
Die explizite Derivation zerfällt in zwei Teile, je nachdem, ob das Affix vor oder nach dem Grundmorphem angeheftet wird. Affigierung vor dem Grundmorphem bezeichnet man als Präfigierung; wird das Affix hinten an das Grundmorphem angeheftet, so spricht man von Suffigierung.
Bei der Präfigierung wird im Deutschen ein frei oder gebunden vorkommendes Morphem vor ein Lexem geheftet. Dabei werden die nur gebunden vorkommenden Präfixe (wie z. B. be- in be-halten, un- in un-würdig) als Präfixe im engeren Sinne bezeichnet; die Präfixe, die auch frei vorkommen können (wie z. B. auf- in auf-halten, Auf-satz) bezeichnet man als Präfixoide (vgl. Erben, 1993, S. 26). Die Präfigierung ist zwar bei den meisten Präfixen nicht produktiv, aber reihenbildend, also nicht an ein einzelnes Grundmorphem gekoppelt. Die Wortklasse eines Grundmorphems bleibt durch die Präfigierung unverändert.
Die Suffigierung heftet ein frei oder gebunden vorkommendes Morphem hinten an ein Grundmorphem an. Man spricht von Suffixen im engeren Sinne (wie z. B. –ung in Scheid-ung) sowie von Suffixoiden (wie z. B. –zeug in Werk-zeug, Flug-zeug) (vgl. Erben 1993, S. 26). In den meisten Fällen sind die Suffixe wortklassenspezifisch und können, müssen jedoch nicht in einer Wortklassenänderung resultieren. In den meisten Fällen ist die Suffigierung reihenbildend produktiv, wenn auch semantisch restringiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Wortbildung des Substantivs ein und definiert den methodischen Fokus auf die explizite Derivation und die semantische Analyse ausgewählter Suffixe.
2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der expliziten Derivation und grenzt Präfigierung von Suffigierung sowie Suffixe von Suffixoiden voneinander ab.
3. Suffixe: Der Hauptteil analysiert detailliert die semantischen und grammatischen Eigenschaften der Suffixe -e, -ei, -el, -er, -ler, -ner und -heit (inklusive der Varianten -keit und -igkeit) anhand verschiedener Basiswortarten.
Schlüsselwörter
Wortbildung, Substantiv, Explizite Derivation, Suffigierung, Präfigierung, Suffixe, Suffixoide, Produktivität, Deverbal, Desubstantivisch, Deadjektivisch, Morphem, Substantivableitung, Wortklassenänderung, Semantik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die morphologischen Mechanismen der Substantivbildung in der deutschen Gegenwartssprache, mit einem speziellen Fokus auf die explizite Derivation durch Suffigierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Ableitungsverfahren, die Untersuchung der Produktivität spezifischer Suffixe und die semantische Klassifizierung der resultierenden Substantivableitungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise von Suffixen bei der Wortbildung zu systematisieren und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Basistypen (Verben, Substantive, Adjektive) durch Suffixe in neue Substantive transformiert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptiv-linguistische Analyse, die auf etablierter Fachliteratur zur deutschen Wortbildungslehre (wie Duden oder Fleischer/Barz) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Suffixe wie -e, -ei, -er oder -heit einzeln analysiert, wobei jeweils die Basisbedingungen und die daraus resultierenden semantischen Bedeutungseinheiten (z.B. Personen-, Geräte- oder Prozessbezeichnungen) erläutert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Explizite Derivation, Suffigierung, Produktivität, Wortbildung und Substantivableitung.
Wie unterscheiden sich Suffixe von Suffixoiden?
Suffixe im engeren Sinne sind gebundene Morpheme ohne eigenständige lexikalische Bedeutung außerhalb der Wortbildung, während Suffixoide aus ursprünglich freien Wörtern entstanden sind und oft noch eine erkennbare lexikalische Grundbedeutung beibehalten.
Welchen Einfluss hat die Silbenstruktur auf das Suffix -heit?
Die Arbeit zeigt, dass die Wahl zwischen den Varianten -heit, -keit und -igkeit maßgeblich von der Silbenstruktur und der Endung des zugrundeliegenden Adjektivstammes abhängt.
- Citation du texte
- Marcus Hinkel (Auteur), 2004, Wortbildung des Substantivs - Explizite Derivation - Suffigierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34497