Was für ein Vertrag ist der Vertrag von Lissabon, wie kam er zustande und durch welche Neuerungen konnte er die EU reformieren? Auf diese Fragen soll in der Seminararbeit eine Antwort gegeben werden, um so die grundlegenden Neuerungen des Vertrags im Zusammenhang mit den damit verfolgten Zielen nachvollziehbar zu machen.
Wohin führt also der Weg Europas beziehungsweise der EU mit dem Vertrag von Lissabon? War und ist der Vertrag von Lissabon der Schlüssel zu einer demokratisch geordneten, handlungsfähigen und transparenten Union?
Im Rahmen der Auseinandersetzung mit dieser Thematik erfolgt zunächst ein Einblick in das Zustandekommen und die Systematik des Vertrags von Lissabon. Darauf aufbauend werden als Kern der Arbeit dessen Reformen in Zuordnung zu den damit verfolgten Zielen erläutert, wobei auch die Schwachstellen des Vertrags aufgegriffen werden.
Abschließend wird im Fazit auf Basis der Erkenntnisse des Hauptteils eine Antwort auf die Leitfragen gegeben und ein kurzer Blick auf die zukünftige vertragliche Entwicklung der Union geworfen.
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Aufbau und Geschichte des Vertrags von Lissabon
- Definition und Rechtsnatur
- Der Weg zum Vertrag von Lissabon
- Vom Ziel einer europäischen Verfassung zum Vertrag von Lissabon
- Die Ratifizierung in Deutschland
- Erfolgreiche Ratifizierung des Reformvertrags - Unterschiede zur Verfassung
- Systematik und Aufbau des Vertrags von Lissabon
- Der Vertrag über die Europäische Union
- Der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union
- Inhaltliche Analyse des Vertrags von Lissabon
- Ziele des Vertrags von Lissabon
- Änderungen durch den Vertrag von Lissabon
- Aufhebung der Säulenstruktur – Die neue Rechtspersönlichkeit der EU
- Neuerungen zur Lösung des Demokratiedefizits
- Erhöhung von Effizienz und Handlungsfähigkeit – Institutionelle Änderungen
- Änderungen im Zusammenhang mit Fragen der Transparenz
- Zusammenfassung: Ziele und Reformen im Überblick
- Kritische Betrachtung des Vertrags von Lissabon
- Keine bzw. verzögerte Umsetzung von Vertragsbeschlüssen
- Die Intransparenz des Vertrags von Lissabon
- Weiterhin bestehende Demokratiedefizite
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Vertrag von Lissabon und analysiert dessen Aufbau, Geschichte und inhaltliche Relevanz. Das Ziel ist es, ein tiefes Verständnis für den Vertrag als wichtigen Meilenstein der europäischen Integration zu vermitteln, seine Reformen und Neuerungen zu beleuchten sowie kritische Aspekte zu diskutieren.
- Der Weg zum Vertrag von Lissabon und die Herausforderungen bei seiner Ratifizierung
- Die inhaltlichen Veränderungen durch den Vertrag von Lissabon, insbesondere die Aufhebung der Säulenstruktur und die Neugestaltung der EU-Institutionen
- Die Bedeutung des Vertrags für die Stärkung der Demokratie in der EU und die Bekämpfung des Demokratiedefizits
- Die Relevanz des Vertrags für die Erhöhung der Effizienz und Handlungsfähigkeit der EU
- Kritische Aspekte des Vertrags, wie die Umsetzung von Vertragsbeschlüssen, Transparenz und Demokratiedefizite
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und gibt einen Überblick über den Vertrag von Lissabon. Das zweite Kapitel beleuchtet den Aufbau und die Geschichte des Vertrags, angefangen von der Entstehung der Idee einer europäischen Verfassung bis zur Ratifizierung des Vertrags. Das dritte Kapitel analysiert den Vertrag inhaltlich, beleuchtet seine Ziele und die durch ihn eingeführten Reformen. Das vierte Kapitel widmet sich einer kritischen Betrachtung des Vertrags, wobei insbesondere die Umsetzung von Vertragsbeschlüssen, die Transparenz und die Demokratiedefizite in der EU diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Vertrag von Lissabon, Europäische Union, Demokratiedefizit, Effizienz, Handlungsfähigkeit, Transparenz, Ratifizierung, Reformen, Europäische Verfassung, Säulenstruktur, EU-Institutionen, kritische Betrachtung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Vertrag von Lissabon?
Der Vertrag von Lissabon ist ein Reformvertrag der Europäischen Union, der am 1. Dezember 2009 in Kraft trat, um die EU demokratischer, effizienter und transparenter zu machen.
Wie unterscheidet er sich von der gescheiterten EU-Verfassung?
Er verzichtet auf staatsähnliche Symbole (wie Hymne oder Flagge) und ist als Änderungsvertrag zu bestehenden Verträgen konzipiert, übernimmt aber wesentliche inhaltliche Reformen.
Was bedeutet die Aufhebung der Säulenstruktur?
Die EU erhielt eine einheitliche Rechtspersönlichkeit, was die Zusammenarbeit vereinfacht und die EU als Akteur auf internationaler Ebene stärkt.
Wie wird das „Demokratiedefizit“ durch den Vertrag angegangen?
Das Europäische Parlament erhielt mehr Mitentscheidungsrechte, und die nationalen Parlamente wurden stärker in den EU-Gesetzgebungsprozess eingebunden.
Welche Kritikpunkte gibt es am Vertrag von Lissabon?
Kritiker bemängeln die weiterhin bestehende Intransparenz der Vertragstexte, langsame Umsetzungsprozesse und verbleibende demokratische Mängel.
- Quote paper
- Sebastian Schmid (Author), 2014, Der Vertrag von Lissabon. Der Schlüssel zu einer demokratisch geordneten, handlungsfähigen und transparenten Europäischen Union?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/344682