Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in erster Linie mit zwei sportdidaktischen Konzepten und den darin enthaltenen Körperbildern. Dies impliziert die Festlegung einer Grundlage von Untersuchungskategorien, anhand derer die Körperbilder herausgestellt werden. Die soziologischen Körpertheorien werden als körpersoziologische Untersuchungskategorien dieser Arbeit zugrunde gelegt.
Im dritten Kapitel folgen nach Festlegung der Kategorien die Vorstellungen zweier sportdidaktischer Konzepte sowie die Analyse ihrer jeweils vorliegenden Körperbilder. Aufgrund ihrer immernoch sehr hohen Aktualität und Anwendung wurden zum einen das Sportartenkonzept und zum anderen das Konzept der Handlungsfähigkeit für die Auseinandersetzung in dieser Arbeit ausgewählt.
Anschließend folgt im vierten Kapitel eine Diskussion über die Anwendungsmöglichkeiten der geschilderten Konzepte und ihrer Körperbilder im Rahmen des Inklusionskontextes. Hierzu wird zunächst in Kürze der zugrunde liegende Inklusionsbegriff geschildert und anschließend mit den Grundlagen und Zielen der sportdidaktischen Konzepte verglichen.
Eine abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse im fünften Kapitel schließt die vorliegende Diskussion über die Anwendbarkeit der Konzepte im Sinne einer gelingenden Inklusion ab.
Das sechste und inhaltlich letzte Kapitel dieser Arbeit zeigt in einem Ausblick, wie die erkannten Problematiken beseitigt werden könnten. Sie sollen die aktuelle Brisanz des Themas Inklusion aufgreifen und verstehen helfen, an welchen Ansatzpunkten das Bestreben an Barrieren stößt, die seiner Umsetzung im Weg stehen.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- KÖRPERSOZIOLOGISCHE UNTERSUCHUNGSKATEGORIEN NACH RUIN
- DISZIPLINIERTE KÖRPER
- Zergliederung
- Fertigkeiten
- Leistung
- Funktionalisierung
- Gehorsam
- REGULIERTE KÖRPER
- LEIBLICH GEBILDETE
- Reflexion über Körper
- Körperlicher Ausdruck
- Leiberfahrung
- Sinnliche Wahrnehmung
- ZUSAMMENFASSENDE ÜBERSICHT
- KÖRPERBILDER IN SCHULSPORTKONZEPTEN
- DAS SPORTARTENKONZEPT
- Allgemeine Vorstellung des Konzepts
- Das Körperbild im Sportartenkonzept
- KONZEPT DER HANDLUNGSFÄHIGKEIT
- Allgemeine Vorstellung des Konzepts
- Das Körperbild im Konzept der Handlungsfähigkeit
- KÖRPERBILDER DER SCHULSPORTKONZEPTE UND INKLUSION
- INKLUSION UND DAS SPORTARTENKONZEPT
- INKLUSION UND DAS KONZEPT DER HANDLUNGSFÄHIGKEIT
- ZUSAMMENFASSUNG
- AUSBLICK
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Körperbilder in Schulsportkonzepten ein Hindernis für Inklusion darstellen. Die Arbeit analysiert zwei verbreitete sportdidaktische Konzepte, das Sportartenkonzept und das Konzept der Handlungsfähigkeit, und untersucht deren zugrundeliegende Körperbilder im Kontext der Inklusion.
- Analyse von Körperbildern in Schulsportkonzepten
- Untersuchung des Sportartenkonzepts und des Konzepts der Handlungsfähigkeit
- Beurteilung der Anwendbarkeit der Konzepte im Hinblick auf Inklusion
- Identifizierung möglicher Barrieren für inklusive Sportpraxis
- Entwicklung von Lösungsansätzen zur Überwindung dieser Barrieren
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Problematik der Inklusion im Schulsport ein und stellt die Relevanz des Themas sowie die zentrale Forschungsfrage dar. Das zweite Kapitel beleuchtet die körpersoziologischen Untersuchungskategorien nach Ruin und erläutert deren Bedeutung für die Analyse von Körperbildern. Kapitel drei präsentiert zwei sportdidaktische Konzepte, das Sportartenkonzept und das Konzept der Handlungsfähigkeit, und analysiert deren jeweilige Körperbilder. Im vierten Kapitel wird diskutiert, wie die beiden Konzepte und ihre Körperbilder im Kontext der Inklusion angewendet werden können. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick, der mögliche Lösungsansätze zur Gestaltung einer inklusiven Sportpraxis aufzeigt.
Schlüsselwörter
Inklusion, Schulsport, Körperbilder, Sportartenkonzept, Konzept der Handlungsfähigkeit, Körpersoziologie, Didaktik, Barrierefreiheit, Selbstbestimmung, Chancengleichheit, Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
Was sind "disziplinierte Körper" im Schulsport?
Dieser Begriff nach Ruin beschreibt Körper, die auf Leistung, Funktionalisierung und Gehorsam getrimmt werden, oft durch Zergliederung von Bewegungsabläufen.
Warum kann das Sportartenkonzept ein Hindernis für Inklusion sein?
Da es sich stark an normierten Sportarten orientiert, schließt es oft Schüler aus, die diese spezifischen körperlichen Leistungen nicht erbringen können.
Was beinhaltet das Konzept der "Handlungsfähigkeit"?
Es fokussiert auf die Befähigung der Schüler, Sport nach eigenen Bedürfnissen und Sinngebungen zu gestalten, was theoretisch inklusionsfreundlicher ist.
Welche Rolle spielt die Körpersoziologie in der Sportdidaktik?
Sie hilft dabei zu verstehen, welche Körperbilder (z. B. leiblich gebildete vs. regulierte Körper) durch verschiedene Unterrichtsmethoden unbewusst vermittelt werden.
Wie können Barrieren für eine inklusive Sportpraxis abgebaut werden?
Durch eine Abkehr von starren Leistungskriterien und eine stärkere Berücksichtigung individueller Körpererfahrungen und sinnlicher Wahrnehmung.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2016, Körperbilder in Schulsportkonzepten als Hindernis für Inklusion? Eine körpersoziologische Untersuchung didaktischer Konzepte des Sports, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343757