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Die Metaphorik der Flüchtlingskrise in den österreichischen und deutschen Massenmedien

Eine diskurslinguistische Analyse

Title: Die Metaphorik der Flüchtlingskrise in den österreichischen und deutschen Massenmedien

Seminar Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Laura Schilling (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die sogenannte Flüchtlingskrise hat Europa, und im Speziellen Deutschland und Österreich, recht unvorbereitet getroffen. Die öffentliche Meinung zu diesem Thema wird, wie vieles andere auch, wesentlich durch die Darstellung der Realitäten in Medien und auch durch Politiker gelenkt. In der folgenden Arbeit soll es darum gehen, die verwendete Metaphorik der Medien und teilweise auch der Politiker betrachten und zu analysieren, um zu verstehen, wie dadurch die öffentliche Meinung und die Stimmung bewusst oder unbewusst gesteuert wurde und werden kann.

Dazu wird zuerst die Bedeutung von Metaphern im linguistischen Diskurs näher beleuchtet werden, um einen Eindruck davon zu bekommen, welchen Einfluss Metaphern auf das Denken und die Meinungsbildung haben. Dabei wird in aller Kürze auf die Entwicklung der Metaphernforschung eingegangen und danach sollen theoretische, methodische und empirische Zugänge zur Metaphernthematik betrachten werden. Aber auch mit den konzeptuellen Metaphern und mit der persuasiven Funktion von Metaphern wird sich das Kapitel beschäftigen. In der Folge soll die Methodik der Metaphernanalyse erläutert werden. Dabei wird die Arbeit sowohl auf sozialwissenschaftliche, als auch auf sprachwissenschaftliche Ansätze eingehen. Und im abschließenden, empirischen Teil dieser Arbeit werden einzelne, besonders auffällige Beispiele der Thematik aus den Medien und der Politik aufgegriffen und analysiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung von Metaphern im linguistischen Diskurs

2.1 Die Geschichte der Metaphernforschung

2.2 Theoretische, methodische und empirische Zugänge

2.3 Konzeptuelle Metaphern

2.4 Die persuasive Funktion von Metaphern

3. Methoden der Metaphernanalyse

3.1 Begriffsklärung

3.2 Diskurslinguistische Metaphernanalyse

4. Metaphern in der massenmedialen Darstellung der Flüchtlingskrise

4.1 Die Wellen-Metaphorik

4.2 Die Strom-Metaphorik

5. Fazit

6. Quellenangaben

6.1 Bücher

6.2 Internetquellen

7. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die diskurslinguistische Rolle von Metaphern in der massenmedialen Berichterstattung über die Flüchtlingskrise, um zu analysieren, wie durch sprachliche Rahmung die öffentliche Meinungsbildung gesteuert wird.

  • Die Funktion von Metaphern im linguistischen Diskurs und deren persuasive Wirkung.
  • Diskurslinguistische Analysemethoden zur Identifikation von Metaphern.
  • Empirische Untersuchung der "Wellen-Metaphorik" in deutschsprachigen Medien.
  • Analyse der "Strom-Metaphorik" und deren Abgrenzung zur Wellen-Metapher.
  • Der Einfluss von Diskursmetaphern auf die Wahrnehmung und gesellschaftliche Stimmung.

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Strom-Metaphorik

Das Metaphernkonzept MIGRATIONSBEWEGUNGEN ALS STROM ähnelt dem Konzept der Welle, jedoch weist der Begriff Strom mehr auf einen Fluss als auf ein Meer als Herkunftsbereich der Metapher hin und erzeugt somit andere Realitäten im Denken und sprachlichen Handeln als die Wellen-Metaphorik. Im Folgenden werden Sprachbelege für das Metaphernkonzept MIGRATIONSBEWEGUNGEN ALS STROM angeführt.

Die Strom-Metaphorik realisiert Aspekte wie ‚unaufhaltsam, gefährlich, kaum einzudämmen‘ und ‚ohne Ende‘, grenzt sich aber vor allem durch einen Aspekt ganz erheblich von dem vorher besprochenen Metaphernkonzept MIGRATIONSBEWEGUNGEN ALS WELLEN ab. Es handelt sich bei einem Strom zwar, wie auch bei einer Welle, um Wasser, das sich mehr oder weniger unaufhaltsam seinen Weg bahnt. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass ein Strom sich zumindest in festen Bahnen bewegt, während eine Welle überschwappt und in alle Richtungen fließt. Die Strom-Metaphorik vermittelt also auch Aspekte wie ‚Übersichtlichkeit‘ und ‚Begrenzung‘. Interessant zu sehen ist, dass die Metaphorik des Stromes auch jetzt noch in den Medien vertreten ist, während sich der Begriff der Welle, mit Ausnahmen, nur auf einen ungefähren Zeitraum zwischen Februar und November des vergangenen Jahres beschränkt, in dem die Zahl der täglich ins Land einreisenden Asylanwärter besonders hoch war.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die unvorbereitete Ankunft von Flüchtlingen in Europa und erläutert das Ziel, die mediale Metaphorik als Mittel zur unbewussten Steuerung der öffentlichen Meinung zu untersuchen.

2. Die Bedeutung von Metaphern im linguistischen Diskurs: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der Metaphernforschung sowie über theoretische Ansätze, konzeptuelle Metaphern und deren persuasive Kraft.

3. Methoden der Metaphernanalyse: Hier werden die begrifflichen Grundlagen der Diskurslinguistik sowie methodische Vorgehensweisen zur Analyse von Metaphern als sprachliche Phänomene dargelegt.

4. Metaphern in der massenmedialen Darstellung der Flüchtlingskrise: Der Hauptteil analysiert konkret die „Wellen-“ und „Strom-Metaphorik“ anhand von Zeitungsartikeln und Politikeraussagen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Verwendung von konventionalisierten Naturkatastrophen-Metaphern in den Medien Ängste schürt und ganze Diskurse dominieren kann.

6. Quellenangaben: Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur und der herangezogenen Internetquellen.

7. Anhang: Auflistung der verlinkten Internetquellen und Belege.

Schlüsselwörter

Flüchtlingskrise, Metapher, Diskurslinguistik, Massenmedien, Wellen-Metaphorik, Strom-Metaphorik, Persuasion, Meinungsbildung, kognitive Linguistik, Diskursmetapher, Politolinguistik, Sprachbelege, Rahmung, Naturkatastrophen-Metaphorik, Diskursanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie in österreichischen und deutschen Massenmedien metaphorische Sprache genutzt wird, um über die Flüchtlingskrise zu berichten und dadurch öffentliche Wahrnehmung zu lenken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die kognitionslinguistische Bedeutung von Metaphern, die persuasive Funktion dieser Sprachbilder und die spezifische mediale Darstellung von Migration als Naturkatastrophe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu verstehen, wie durch die Verwendung bestimmter Metaphern (insbesondere „Welle“ und „Strom“) Stimmung in der Bevölkerung bewusst oder unbewusst gesteuert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet einen diskurslinguistischen Ansatz, bei dem Sprachbelege aus Medien und von Politikern gesammelt und hinsichtlich ihrer konzeptuellen sowie persuasiven Dimensionen untersucht werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zwei spezifische Diskursmetaphern – die „Wellen-Metaphorik“ und die „Strom-Metaphorik“ – anhand von konkreten journalistischen und politischen Belegen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Flüchtlingskrise, Metaphorik, Diskurslinguistik, Persuasion, Naturkatastrophen-Metaphern und Medienwirkung.

Warum wird die „Wellen-Metaphorik“ als besonders machtlos beschrieben?

Die Autorin stellt fest, dass im Gegensatz zu anderen Metaphern die „Welle“ in diesem Kontext ausschließlich negativ konnotiert ist und stets den Aspekt der unaufhaltsamen Naturgewalt und Machtlosigkeit gegenüber der Situation betont.

Worin liegt der Unterschied zwischen der „Wellen-“ und der „Strom-Metaphorik“?

Während die Welle eine plötzliche, unkontrollierbare und in alle Richtungen ausufernde Masse suggeriert, beinhaltet das Konzept des Stroms zumindest die Vorstellung fester Bahnen und einer gewissen Kontinuität.

Was schlussfolgert die Autorin über den Einfluss der Medien?

Sie schlussfolgert, dass Metaphern ganze Diskurse dominieren können und aufgrund ihrer Konventionalisierung oft unkritisch übernommen werden, was das Misstrauen in der Bevölkerung verstärken kann.

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Details

Title
Die Metaphorik der Flüchtlingskrise in den österreichischen und deutschen Massenmedien
Subtitle
Eine diskurslinguistische Analyse
College
University of Graz  (Germanistik)
Course
Pragmatik & Varietätenlinguistik
Grade
2,0
Author
Laura Schilling (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V343704
ISBN (eBook)
9783668337268
ISBN (Book)
9783668337275
Language
German
Tags
Metaphorik Linguistik Massenmedien Flüchtlingskrise Metapher Diskursanalyse Österreich Deutschland Siskurslinguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Schilling (Author), 2016, Die Metaphorik der Flüchtlingskrise in den österreichischen und deutschen Massenmedien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343704
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