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Die Fishbowl-Methode. Ein Versuch der inneren Differenzierung im inklusiven Unterricht

Title: Die Fishbowl-Methode. Ein Versuch der inneren Differenzierung im inklusiven Unterricht

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nele Bonitzki (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Zugehörigkeit ist das, was wir heute unter dem oft benutzten Schlagwort Inklusion verstehen. Als „das Gegenteil von Ausgrenzung“ beschreibt die Aktion Mensch dieses neue Schulprinzip. Inklusion ist gelungen, „wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit“. Die Diskussion um diesen medial präsenten Begriff geht in verschiedene Richtungen: Zuerst einmal die Diskussion im „erziehungswissenschaftlichen Sinne als das zu erreichende Ziel, ausgehend von einer auf Selektion und Ausgrenzung basierenden Schul- und Unterrichtswirklichkeit“ (Ziemen, 2012, inklusion-lexikon.de).

Des Weiteren ist der Begriff auch in der Politik „im Bereich internationaler Konventionen“ (Ziemen, 2012, inklusion-lexikon.de) allgegenwärtig. Und zuletzt werden wir alle in unserem alltäglichen Handeln mit ihm konfrontiert. Dort, wo die schulische Begegnung mit Menschen mit Förderbedarf endet, beginnt für uns alle im „soziologische Diskurs“ die Integration von Menschen mit Behinderung. Im weiteren Verlauf beschäftigen wir uns vor allem mit der ersten Ausrichtung: Inklusion im schulischen Alltag.

Die Fish-Bowl-Methode kann im inklusiven Unterricht zur Binnendifferenzierung genutzt werden. Wie ihr Einsatz funktionieren kann, ist Thema der vorliegenden Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Binnendifferenzierung im Kontext schulischer Inklusion

1.1 Die schulische Inklusion in Abgrenzung zum sonstigem Verständnis von Inklusion

1.1.1 Das Verständnis von Inklusion im soziologischem Diskurs

1.1.2 Das Verständnis von Inklusion im schulischen Alltag

1.2 Binnendifferenzierung in der Schule – eine kurze Definition

1.2.1 Die Merkmale der Heterogenität von Schülerinnen und Schülern

1.2.2 Möglichkeiten der Binnendifferenzierung bei auftretender Heterogenität

2. Die Fishbowl-Methode

2.1 Methoden – eine kurze Definition

2.1.1 Die passende Auswahl der Methode

2.2 Die Fishbowl-Methode

2.2.1 Mögliche Unterrichtsinhalte der FBM

2.2.2 Einsatzorte

2.2.3 Aufgaben der Schüler im Innenkreis

2.2.3.1 Aufgaben des Moderators im Innenkreis

2.2.4 Aufgaben der Schüler im Außenkreis

2.2.4.1 Auswertung der FBM

2.2.5 Aufgaben der Lehrkraft

2.3 Die Varianten der Fishbowl-Methode

2.3.1 Der geschlossene Innenkreis

2.3.2 Der offene Innenkreis

2.3.3 Die FBM als Rollenspiel

2.4 Chancen und Ziele

2.4.1 Chancen und Ziele der FBM als Rollenspiel

3. Was ist guter Unterricht? – Die Aufstellung eines Kriterienkatalogs

3.1 Kriterien für einen guten Unterricht

3.1.1 Allgemeine Kriterien für einen guten Unterricht

3.1.2 Kriterien für gelungenes Schülerverhalten

3.1.3 Kriterien für gelungenen inklusiven Unterricht

3.1.4 Fazit

3.2 Die Verknüpfung des Kriterienkatalogs mit der Fishbowl-Methode

4. Fazit

4.1 Überprüfung der Umsetzbarkeit – Ist die Fishbowl-Methode zur Binnendifferenzierung geeignet?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Fishbowl-Methode als Instrument der Binnendifferenzierung in inklusiven Lerngruppen. Ziel ist es, zu analysieren, wie durch diese spezifische Unterrichtsform heterogenen Bedürfnissen begegnet werden kann und ob sie dazu beiträgt, ein qualitativ hochwertiges Lernergebnis für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen.

  • Theoretische Einordnung von Inklusion und Binnendifferenzierung
  • Methodische Analyse der Fishbowl-Methode und ihrer Varianten
  • Festlegung von Qualitätskriterien für guten Unterricht
  • Verknüpfung von Unterrichtsmethode und Binnendifferenzierung
  • Praktische Überprüfung der Eignung für den inklusiven Alltag

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Fishbowl-Methode

Die „Fishbowl-Methode“ (im Weiteren: FBM) oder auch „Aquarium“ ist eine moderne Methode, um ein Klassengespräch oder eine Diskussion in einer großen Gruppe zu realisieren. Sie soll „einer kleineren Gruppe von SchülerInnen ermöglichen eine fruchtbare Diskussion zu führen, die im größeren Klassenverband nicht möglich wäre“ (Peterßen, 2001, S. 38).

Die Methode erhält ihren Namen „Fishbowl“ oder zu Deutsch „Goldfischglas“ aufgrund der Anordnung der agierenden und beobachtenden Personen. Der Klassenverband wird „in zwei ungleiche Gruppen gespalten: Eine kleinere Gruppe (zwischen sechs und acht Schülern) sitzt im einem kleinen Kreis in der Mitte, umgeben von einem weiteren Kreis, in dem sich die restlichen Mitschüler befinden“ (Peterßen, 2001, S. 38). Wahl und Wölfing (1991) beschreiben den Aufbau der Methode ähnlich: „Die Teilnehmer sitzen in ZWEI Kreisen. Im kleineren INNENKREIS sitzt die Diskussions- oder Demonstrationsgruppe, die stellvertretend für das Plenum einen Sachverhalt bespricht oder vormacht. […] Im größeren AUßENKREIS sitzen die Beobachter und verfolgen den Verlauf der Diskussion“ (Wahl, Wölfing, Rapp u.a., 1991, S.183). Die agierenden Teilnehmer des Innenkreises sitzen somit wie Fische in einem Goldfischglas, die von allen Seiten von den Beobachtern im Außenkreis betrachtet und bewertet werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Binnendifferenzierung im Kontext schulischer Inklusion: Das Kapitel erläutert den Inklusionsbegriff im soziologischen sowie schulischen Diskurs und definiert die Herausforderungen der Heterogenität in modernen Klassenzimmern.

2. Die Fishbowl-Methode: Hier werden Definitionen, organisatorische Rahmenbedingungen und die verschiedenen Varianten der Fishbowl-Methode sowie die spezifischen Rollen von Lehrkräften und Schülern detailliert dargestellt.

3. Was ist guter Unterricht? – Die Aufstellung eines Kriterienkatalogs: Dieser Abschnitt entwickelt einen Kriterienkatalog für guten Unterricht, mit besonderem Fokus auf Schülerverhalten und inklusive Lehr-Lern-Settings.

4. Fazit: Das Kapitel reflektiert die Praxistauglichkeit der Fishbowl-Methode zur Binnendifferenzierung und bestätigt deren Eignung unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen.

Schlüsselwörter

Inklusion, Binnendifferenzierung, Fishbowl-Methode, Heterogenität, Didaktik, Schülerverhalten, Unterrichtsqualität, Gruppenarbeit, Diskussionskultur, Rollenspiel, Lernvoraussetzungen, Moderation, Innere Differenzierung, Schulischer Alltag, Sozialkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die Fishbowl-Methode ein geeignetes Werkzeug darstellt, um Binnendifferenzierung in inklusiven Schulklassen erfolgreich umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Inklusion, das Konzept der Binnendifferenzierung, die didaktische Analyse der Fishbowl-Methode sowie Qualitätskriterien für gelungenen Unterricht.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die theoretische und praxisorientierte Überprüfung, ob und wie die Fishbowl-Methode dazu beitragen kann, den vielfältigen Bedürfnissen heterogener Lerngruppen gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der didaktischen Aufarbeitung schulpädagogischer Konzepte, um diese auf die spezifische Unterrichtsmethode Fishbowl zu beziehen.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Beschreibung der Fishbowl-Varianten sowie der Entwicklung eines Kriterienkatalogs, der als Vergleichsfolie für die Eignung der Methode dient.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, Heterogenität, Binnendifferenzierung, Fishbowl-Methode und Unterrichtsqualität bestimmt.

Warum ist die räumliche Trennung in der Fishbowl-Methode für die Inklusion relevant?

Sie ermöglicht eine gezielte Differenzierung: Während leistungsstärkere oder extrovertiertere Schüler im Innenkreis aktiv diskutieren, finden introvertierte oder fachschwächere Schüler im Außenkreis durch Beobachtungsaufträge einen adäquaten Zugang zur Thematik.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei dieser Methode?

Die Lehrkraft agiert primär als Organisator und letzte Instanz für die Einhaltung von Regeln, hält sich jedoch weitgehend aus dem eigentlichen Diskussionsgeschehen zurück, um selbstgesteuertes Lernen zu fördern.

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Details

Title
Die Fishbowl-Methode. Ein Versuch der inneren Differenzierung im inklusiven Unterricht
College
University of Siegen
Course
Binnendifferenzierung
Grade
1,3
Author
Nele Bonitzki (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V343660
ISBN (eBook)
9783668336766
ISBN (Book)
9783668336773
Language
German
Tags
Fishbowl Binnendifferenzierung Inklusion Unterricht Methoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nele Bonitzki (Author), 2016, Die Fishbowl-Methode. Ein Versuch der inneren Differenzierung im inklusiven Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343660
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