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Zahlungen für Umweltdienstleistungen als Bestandteil einer nachhaltigen Forstpolitik in Lateinamerika

Titel: Zahlungen für Umweltdienstleistungen als Bestandteil einer nachhaltigen Forstpolitik in Lateinamerika

Bachelorarbeit , 2015 , 58 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leonie Routil (Autor:in)

VWL - Umweltökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zahlungen für Umweltdienstleistungen sind eine Strategie, welche im REDD-Programm der Vereinten Nationen („Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation“) und auch als Teil von nationalen Strategien für nachhaltige Forstwirtschaft zum Erhalt wertvoller Ökosysteme eingesetzt wird. Das Konzept, im Original „Payments for Environmental Services“ genannt, gilt als vielversprechend.

Die grundlegende Idee hinter Zahlungen für Umweltdienstleistungen ist, dass externe Profiteure der Umweltdienstleistungen Zahlungen leisten an lokale Landbesitzer, welche im Gegenzug Landnutzungsformen umsetzten die den Erhalt des Ökosystems und seiner Umweltdienstleistungen sicherstellen.

Diese Arbeit erklärt im ersten Teil das Prinzip der Zahlungen von Grund auf und beschreibt den typischen Aufbau der Projekte in Lateinamerika. Anschließend werden die Auswirkungen auf Umwelt und Bevölkerung diskutiert und Chancen und Probleme des Konzeptes herausgearbeitet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Coase-Theorem

III. Definition von ZUDs

IV. Ausgestaltung von ZUD-Projekten

1. Das „Produkt“ Umweltdienstleistung

2. Käufer, Mediatoren, Organisationen

3. Verkäufer

4. Messung und Konditionalität

5. Bezahlung

6. Laufzeit

7. Finanzierung

V. Auswirkungen von ZUDs auf Umwelt und Bevölkerung

1. Kosteneffizienz

2. Ökologische Auswirkungen und Effizienz

a. Zusätzlichkeit

b. Baselines

c. Negative Rückkoppelungen

d. Leakage

e. Permanence

f. Empirische Daten

3. Sozioökonomische Auswirkungen

a. Erreichung armer Landnutzer als UD-Verkäufer

b. Sozioökonomische Effekte auf UD-Verkäufer

c. Makroökonomische Effekte

d. Empirische Befunde

VI. Diskussion

VII. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Anwendung und Wirksamkeit von Zahlungen für Umweltdienstleistungen (ZUDs) als Instrument einer nachhaltigen Forstpolitik in Lateinamerika. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen, die praktische Ausgestaltung der Projekte sowie deren ökologische und sozioökonomische Auswirkungen kritisch zu analysieren.

  • Theoretische Fundierung durch das Coase-Theorem
  • Struktur und Definition von ZUD-Projekten
  • Ökologische Effizienz und das Kriterium der Zusätzlichkeit
  • Sozioökonomische Auswirkungen und Armutsbekämpfung
  • Diskussion von Implementierungsschwierigkeiten und Verbesserungspotenzialen

Auszug aus dem Buch

Einführung in das Grundprinzip von ZUDs

Das Grundprinzip von ZUDs gestaltet sich wie folgt. Die zentralen Akteure UD-Verkäufer und UD-Käufer entscheiden sich freiwillig, UDs gegen Zahlungen zu handeln. Der UD-Verkäufer (im Folgenden auch UD-Bereitsteller genannt) ist ein Landnutzer, der eine Landnutzungsform umsetzen kann, welche die gehandelte UD bereitstellt. Die weitaus häufigste vereinbarte Landnutzungsform, auf die sich diese Arbeit beschränken wird, ist Wald (Engel, Wünscher, & Wunder, 2009). Die UD wird idealerweise vom UD-Nutzer gekauft, dem die positiven externen Effekte des Waldes zugutekommen. Die beiden Parteien haben ursprünglich unterschiedliche Interessen hinsichtlich der Nutzung des Landes. Für den Landbesitzer sind andere Nutzungsformen, allen voran die Landwirtschaft, rentabler als die Bewaldung des Grundes, weshalb er erstere wählen würde. Dem UD-Nutzer entstehen durch die Abholzung Schäden, er bevorzugt die Erhaltung des Waldes und seiner UDs. Er kann dem Landnutzer eine Zahlung anbieten, damit dieser die gewünschte Landnutzungsform erhält. Wenn die beiden Parteien sich auf eine für sie ökonomisch rentable Zahlung einigen können, schließen Verkäufer und Käufer einen Vertrag, in dem die Landnutzungsform, Zahlung, Laufzeit und weitere Details vereinbart werden. (Engel et al., 2008)

Je nach Projektform kommt ein Mediator hinzu, welcher zwischen den beiden Parteien vermittelt. Diese Rolle übernimmt meist der Staat, teilweise auch eine internationale Organisation wie die Weltbank oder eine nicht-staatliche Naturschutzorganisation. Die Mediatoren erhalten auf den einen oder anderen Wege Zahlungen von den UD-Nutzern (staatliche Organisatoren z. B. durch die Erhebung von Steuern) und agieren in der Folge meist selbst als Vertragspartner des UD-Verkäufers. (Wunder, 2005; Engel et al., 2008)

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Waldökosystemen ein und skizziert ZUDs als Strategie zur Förderung nachhaltiger Forstpolitik.

II. Das Coase-Theorem: Kapitel II erläutert das Coase-Theorem als theoretische Grundlage für die Internalisierung externer Effekte durch Marktmechanismen.

III. Definition von ZUDs: In diesem Kapitel wird der Begriff ZUDs (Payments for Environmental Services) wissenschaftlich definiert und von verwandten Konzepten abgegrenzt.

IV. Ausgestaltung von ZUD-Projekten: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die Komponenten von ZUD-Projekten, darunter Akteure, Bezahlungsmodi, Laufzeiten und Finanzierungswege.

V. Auswirkungen von ZUDs auf Umwelt und Bevölkerung: Kapitel V analysiert die ökologische Effizienz (Zusätzlichkeit, Baselines) sowie die sozioökonomischen Folgen, insbesondere im Hinblick auf Armutsbekämpfung.

VI. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sowie die Herausforderungen bei der Umsetzung und Evaluation von ZUD-Projekten.

VII. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten von ZUDs.

Schlüsselwörter

Zahlungen für Umweltdienstleistungen, ZUDs, Lateinamerika, nachhaltige Forstpolitik, Waldschutz, Coase-Theorem, Ökologische Effizienz, Zusätzlichkeit, Baselines, Sozioökonomische Auswirkungen, Armutsbekämpfung, Finanzierung, Landnutzung, Konditionalität, Transaktionskosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption und praktischen Umsetzung von Zahlungen für Umweltdienstleistungen (ZUDs) im Kontext der forstpolitischen Strategien in lateinamerikanischen Ländern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Logik hinter ZUDs, der Definition und dem Design dieser Projekte sowie der Evaluation ihrer ökologischen und sozioökonomischen Wirksamkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit ZUDs als marktbasierte Instrumente geeignet sind, um Umweltdienstleistungen von Waldökosystemen effizient zu erhalten und welche Auswirkungen sie auf die lokale Bevölkerung haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die ökonomische Theorien (wie das Coase-Theorem) mit empirischen Beobachtungen und Projektdaten aus der bestehenden Fachliteratur kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Projektstruktur und die Auswertung der ökologischen sowie sozioökonomischen Auswirkungen von ZUD-Projekten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen Umweltdienstleistungen, Zusätzlichkeit, ökonomische Effizienz, Landnutzungsänderungen und die Rolle von Mediatoren in ZUD-Programmen.

Warum ist die „Konditionalität“ für ZUD-Projekte so entscheidend?

Konditionalität stellt sicher, dass die Zahlung nur erfolgt, wenn die vereinbarte ökologische Dienstleistung tatsächlich erbracht wird; sie ist das entscheidende Kriterium, das ZUDs von allgemeinen Subventionen unterscheidet.

Welche Herausforderungen bestehen bei der Erreichung armer Landnutzer?

Arme Landnutzer verfügen oft nicht über offizielle Landtitel, haben begrenzte Kapitalressourcen für Investitionen oder sind aufgrund hoher Transaktionskosten für Organisatoren schwerer in Projekte einzubinden.

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Details

Titel
Zahlungen für Umweltdienstleistungen als Bestandteil einer nachhaltigen Forstpolitik in Lateinamerika
Hochschule
Universität Regensburg  (Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Finanzwirtschaft; Prof. Dr. W. Buchholz;)
Note
1,3
Autor
Leonie Routil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
58
Katalognummer
V343397
ISBN (eBook)
9783668338289
ISBN (Buch)
9783668338296
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zahlungen für Umweltdienstleistungen REDD payment for environmental services reducing emissions Lateinamerika Umwelt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Routil (Autor:in), 2015, Zahlungen für Umweltdienstleistungen als Bestandteil einer nachhaltigen Forstpolitik in Lateinamerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343397
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Leseprobe aus  58  Seiten
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