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Körpergröße als Steuernachteil. Tagging als effiziente Verteilung der Steuerlast?

Titel: Körpergröße als Steuernachteil. Tagging als effiziente Verteilung der Steuerlast?

Bachelorarbeit , 2016 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Fabian Seibt (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter dem Titel „Körpergröße als Steuernachteil - Tagging als effiziente Verteilung der Steuerlast?“ möchte ich einen Einblick in die Besteuerung mit Hilfe von Tagging mit dem konkreten Beispiel der Besteuerung von Körpergröße geben.

Die Arbeit soll das Thema der Besteuerung unter Zuhilfenahme von Tagging in Grundlagen, aber auch in direkter Anwendung sowohl erklären als auch aufbereiten und einen Einblick in Schwachstellen der generellen Theorie geben.

Dazu werde ich zunächst Akerlofs Theorie des Tagging erläutern und eine Besteuerung mit Tagging mit einer Besteuerung ohne Tagging vergleichen und Effizienzgewinne aufzeigen. Danach werde ich den Taggingmerkmal „Körpergröße“ als Beispiel des Taggings und als Methode ein Steuerschema zu erstellen nutzen und zum Schluss hin einen Schritt über die eigentliche Fragestellung hinausgehen und über Gründe einer Körpergrößenrente und mögliche politische Einflusspunkte schreiben.

Tagging spielt in der heutigen Steuerpolitik eine entscheidende Rolle bei der Vergabe von Steuerfreibeträgen und Zahlung von Renten für körperlich beeinträchtigte Menschen. Das theoretische Grundgerüst dahinter stammt aus dem Jahre 1967 von George Akerlof und wirkt universell anwendbar. Das System des Taggings und die Ökonomie dahinter werde ich in Kapitel 2 erläutern.

Diverse Studien zeigen eine Korrelation der Körpergröße mit Einkommen, Macht, sozialem Status und weiteren sozioökonomischen Merkmalen. Hier scheint es einen systematischen Zusammenhang und zudem eine Chancenungleichheit in der Gesellschaft zu geben. Wir sehen systematische Körpergrößenunterschiede zwischen verschiedenen Berufen, zwischen Karrierestufen innerhalb des gleichen Berufes, politischen Ämtern und Gehältern im Allgemeinen.

George Mankiw und Matthew Weinzierl haben 2007 ein Paper über die Anwendung von Tagging auf die Körpergröße herausgebracht und damit ein Beispiel gefunden, bei dem sich die einfachen Regeln des Taggings nicht universell anwenden lassen.

Sie bilden die Tagging-Theorie in Ihrer Gesamtheit ab und erstellen ein Steuerschema, welches sich an Daten aus der realen Welt orientiert und einen gewissen Vorteil von großen Menschen abbildet. Im Ergebnis werden große Menschen deutlich höher besteuert als kleine Menschen. Dies ist zwar effizient, politisch und gesellschaftlich jedoch schwierig durchzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Effizienzgewinne einer Einkommensbesteuerung mit Hilfe von Tagging

2.1 Umverteilung in einem Steuersystem ohne Tagging

2.2 Optimale Steuern in einem System mit Tagging

2.3 Effizienzgewinne durch die Einbeziehung von Tagging

3. Die Besteuerung der Körpergröße als Anwendung von Tagging

3.1 Studien zur Evidenz der Körpergrößenrente

3.2 Datenanalyse zur Bestimmung der Körpergrößenrente

3.3 Suche nach einer effizienten Möglichkeit zur Besteuerung der Körpergröße

3.4 Steuerschema mit Tagging der Körpergröße

3.5 Zusammenfassung von Mankiw und Weinzierl (2008)

3.6 Daten aus Deutschland

4. Herkunft und Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente

4.1 Herkunft der Körpergrößenrente

4.1.1 Geschwindigkeit des Wachstums von Kindern

4.1.2 Zusammenhang von Körpergröße und kognitiven Fähigkeiten

4.1.3 Theoretisches Modell zur Korrelation Körpergröße und Karriereerfolg

4.2 Konkrete Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente

4.2.1 Förderung durch Nährstoffversorgung und Gesundheit

4.2.2 Förderung der kognitiven Fähigkeiten

4.2.3 Fazit zu den Maßnahmen zur Förderung

5. Schlussfolgerung und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ökonomische Konzept des "Taggings" nach George Akerlof am theoretischen und praktischen Beispiel der Besteuerung von Körpergröße. Ziel ist es, die Effizienzgewinne einer solchen Besteuerung aufzuzeigen, die Korrelation zwischen Körpergröße und Einkommenserfolg zu analysieren sowie politische und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion dieser Ungleichheit zu diskutieren.

  • Grundlagen der optimalen Einkommensbesteuerung mit Tagging
  • Empirische Evidenz der Körpergrößenrente
  • Anwendung eines Steuerschemas nach Mankiw und Weinzierl
  • Kausale Zusammenhänge zwischen Körpergröße, kognitiven Fähigkeiten und Karriere
  • Politische Maßnahmen zur Förderung von Chancengerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Studien zur Evidenz der Körpergrößenrente

Es gibt eine Vielzahl von Studien, die eine klare Evidenz zur Korrelation von Körpergröße zu Einkommen, Status und Erfolg aufzeigen.

Sicherlich ist auch hier wieder Vorsicht geboten, dass Korrelationen keine Kausalitäten darstellen. Jedoch scheint die Körpergröße als beobachtbarer Faktor viele Informationen zu nicht beobachtbaren Faktoren, wie z.B. Produktivität, zu enthalten.

Abbildung 1 zeigt auf der Horizontalen verschiedene Berufsgruppen, in der linken Hälfte Angestelltengruppen, in der Rechten Arbeitergruppen. Auf der Vertikalen ist der Unterschied der mittleren Körpergröße der Berufsgruppen zur Gesamtgesellschaft abgetragen (in Zoll). Die Daten hierzu stammen aus der „National Health Interview Survey“ aus den USA in den Jahren 1986-94.

Man sieht, dass Angestellte im Mittel größer als der Durchschnitt und Arbeiter im Mittel kleiner als der Durchschnitt sind. Die Daten zeigen, dass es sich hierbei durchschnittlich um einen Unterschied von etwa einem Zoll, also rund 2,5 cm handelt (vgl. Case & Paxson, 2008, S. 500-502).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Theorie des Taggings ein und begründet die Wahl des Beispiels Körpergröße zur Erläuterung ökonomischer Zusammenhänge.

2. Effizienzgewinne einer Einkommensbesteuerung mit Hilfe von Tagging: Das Kapitel erläutert das Konzept des Taggings nach Akerlof und leitet her, wie die Einbeziehung beobachtbarer Charakteristika Wohlfahrtsverluste reduzieren kann.

3. Die Besteuerung der Körpergröße als Anwendung von Tagging: Es werden Studien zur "Körpergrößenrente" präsentiert und das Steuermodell von Mankiw und Weinzierl detailliert analysiert, um die Effizienz einer solchen Besteuerung zu bewerten.

4. Herkunft und Maßnahmen zur Verringerung der Körpergrößenrente: Dieses Kapitel hinterfragt die Ursachen für den Karrierevorteil größerer Menschen und schlägt politische Maßnahmen zur Förderung der Chancengerechtigkeit vor.

5. Schlussfolgerung und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die ethischen Herausforderungen des Taggings und plädiert für die frühkindliche Förderung statt einer Besteuerung physiologischer Merkmale.

Schlüsselwörter

Tagging, Körpergröße, Einkommensbesteuerung, Körpergrößenrente, Effizienzgewinne, Arbeitsmarkterfolg, Kognitive Fähigkeiten, Umverteilung, Mankiw und Weinzierl, Akerlof, Chancengerechtigkeit, Produktivität, Steuermodell, Sozialpolitik, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das wirtschaftswissenschaftliche Konzept des "Taggings" als Instrument der optimalen Einkommensbesteuerung anhand des kontroversen Beispiels der Besteuerung von Körpergröße.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der optimalen Besteuerung, der empirischen Datenlage zur Korrelation zwischen Körpergröße und Einkommen sowie den Ursachen für diese Chancenungleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Effizienzgewinne von Tagging zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob die Besteuerung körperlicher Merkmale ein legitimes oder praktikables Mittel der modernen Steuerpolitik sein kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Datenanalyse ökonomischer Studien, insbesondere den Modellen von Akerlof sowie Mankiw und Weinzierl.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Taggings, die empirische Untermauerung der Körpergrößenrente und eine Diskussion über politische Maßnahmen zur Ursachenbekämpfung von Ungleichheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Tagging, Körpergrößenrente, optimale Besteuerung, Effizienzgewinne und Chancengerechtigkeit.

Wie unterscheiden Mankiw und Weinzierl die Körpergrößen bei ihrer Analyse?

Die Autoren unterteilen die untersuchten Individuen in die Klassen "Short" (unter 178 cm), "Medium" (178-183 cm) und "Tall" (über 183 cm).

Warum ist eine direkte steuerliche Umsetzung laut Autor schwierig?

Der Autor argumentiert, dass eine Besteuerung auf Basis körperlicher Merkmale ethisch und gesellschaftlich kaum vermittelbar ist und als problematisches Einfallstor für weitere diskriminierende Steuerpraktiken fungieren könnte.

Welche Rolle spielt die Kindheit für den späteren Erfolg?

Die Arbeit zeigt auf, dass der sozioökonomische Hintergrund und die Nährstoffversorgung in der Kindheit einen maßgeblichen Einfluss auf das Wachstum und die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten haben, welche wiederum den beruflichen Erfolg determinieren.

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Details

Titel
Körpergröße als Steuernachteil. Tagging als effiziente Verteilung der Steuerlast?
Hochschule
Universität zu Köln  (Center of Macroeconomic Research (CMR))
Note
2,0
Autor
Fabian Seibt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
32
Katalognummer
V343249
ISBN (eBook)
9783668332621
ISBN (Buch)
9783668332638
Sprache
Deutsch
Schlagworte
körpergröße steuernachteil tagging verteilung steuerlast
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Seibt (Autor:in), 2016, Körpergröße als Steuernachteil. Tagging als effiziente Verteilung der Steuerlast?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343249
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Leseprobe aus  32  Seiten
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