Dieses Buch erläutert die Organisationsentwicklung und betrachtet die Rolle des Beraters. Dem gegenüber definiert der Autor das Risikomanagement und seine Prozesse. Schließlich verbindet er beide Vorgänge miteinander und stellt die Vorteile der Zusammenarbeit heraus. Schwerpunkte bilden die neue Version der Qualitätsmanagement-Norm DIN EN ISO 9001 sowie die Zertifizierung anhand des Standards für Risikomanagement-Systeme ONR 49001:2014.
Berater in Organisationsentwicklungsprojekten analysieren und optimieren zielgerichtet die inneren Strukturen eines Unternehmens. Sie helfen dabei, die Mitarbeiterorganisation und Kommunikation zu stärken und somit die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
Aus der Einleitung: Dieser Masterarbeit liegt die These zugrunde, dass ein intensiviertes risikobasiertes Denken die Erfolgsaussichten von Organisationsentwicklungsprojekten günstig beeinflussen kann.
Es können zukünftig mehr Organisationsentwicklungsprojekte erfolgreich durchgeführt und beendet werden, wenn ausgewählte Ansätze des Risikomanagements verstärkt Berücksichtigung und Eingang bei der Gestaltung von Organisationsentwicklungsprojekten finden. Auch das Wirken als Organisationsberater, insbesondere bei der Ausgestaltung von Prozess- und Projektarchitekturen, kann möglichen Risiken unterliegen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Situationsanalyse
- 2.1 Theoretische Hintergründe zur idealtypischen Gestaltung von Entwicklungsprojekten
- 2.1.1 Organisationsentwicklung
- 2.1.2 Abgrenzung Organisationsentwicklung und Unternehmensberatung
- 2.1.3 Das Prozessmodell einer Organisationsentwicklung
- 2.1.3.1 Phase 1 der Organisationsveränderung und des Lernens: Wahrnehmung
- 2.1.3.2 Phase 2 der Organisationsveränderung und des Lernens: Bewusstheit
- 2.1.3.3 Phase 3 der Organisationsveränderung und des Lernens: Energie und Vision
- 2.1.3.4 Phase 4 der Organisationsveränderung und des Lernens: Aktion
- 2.1.3.5 Phase 5 der Organisationsveränderung und des Lernens: Kontakt
- 2.1.3.6 Phase 6 der Organisationsveränderung und des Lernens: Rückzug und Reflexion
- 2.1.4 Der Grenzstörer: Die Rolle, die Haltung und die erforderlichen Kompetenzen des Beraters in Organisationsentwicklungsprojekten
- 2.1.5 Das Drei-Phasen-Modell nach Lewin
- 2.2 Theoretische Hintergründe zum Risikomanagement nach ONR 49001:2014
- 2.2.1 Wesentliche Begriffsdefinitionen im Risikomanagement
- 2.2.2 Risikomanagement-System und Risikomanagement-Prozess als Bestandteile integrierter Managementsysteme
- 2.2.3 Die Risikokriterien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadensausmaß“ als wesentliche Beurteilungs- und Bewertungsdimensionen im Risikomanagement
- 2.2.4 Das Drei-Stufen-Modell für die Risikobewältigung
- 2.2.5 Übersicht der Methoden im Risikomanagement-Prozess
- 2.2.6 Die Szenario-Analyse als ausgewählte Methode im Risikomanagement-Prozess
- 23. Der Transfer: Die Szenario-Analyse und ihre Anwendung in Organisationsentwicklungsprojekten
- 3.1 Der Transfer: Die Szenario-Analyse und ihre Anwendung in Organisationsentwicklungsprojekten - Formale und technokratische Ebene
- 3.2 Der Transfer: Die Szenario-Analyse und ihre Anwendung in Organisationsentwicklungsprojekten - Inhaltliche Ebene
- 3.3 Der Transfer: Die Szenario-Analyse und ihre Anwendung in Organisationsentwicklungsprojekten - Ein kurzes Zwischenfazit
- 4. Fazit, Schlussfolgerungen und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Risikomanagement-Ansätzen in Organisationsentwicklungsprojekten. Ziel ist es, die Relevanz des Risikomanagements für den Erfolg von Organisationsentwicklungsprojekten aufzuzeigen und praxisnahe Methoden zur Risikosteuerung vorzustellen.
- Theoretische Grundlagen von Organisationsentwicklung und Risikomanagement
- Das Prozessmodell einer Organisationsentwicklung
- Die Szenario-Analyse als Methode des Risikomanagements
- Der Transfer von Risikomanagement-Ansätzen in die Praxis von Organisationsentwicklungsprojekten
- Herausforderungen und Chancen der Integration von Risikomanagement in Organisationsentwicklungsprojekten
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 bietet eine Einleitung in das Thema und stellt die Relevanz von Risikomanagement in Organisationsentwicklungsprojekten dar. Kapitel 2 beleuchtet die theoretischen Grundlagen von Organisationsentwicklung und Risikomanagement. Es werden verschiedene Modelle und Ansätze vorgestellt, die für die Gestaltung und Steuerung von Veränderungsprozessen relevant sind. Kapitel 3 widmet sich der Anwendung der Szenario-Analyse als Methode des Risikomanagements in Organisationsentwicklungsprojekten. Es werden praktische Beispiele und Fallstudien vorgestellt, die die Relevanz und die Funktionsweise der Szenario-Analyse in der Praxis verdeutlichen.
Schlüsselwörter
Organisationsentwicklung, Risikomanagement, Szenario-Analyse, Veränderungsprozesse, Projektmanagement, Unternehmensberatung, ONR 49001:2014, Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensausmaß, Risikobewältigung, Transfer, Praxisanwendung, Fallstudien.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Risikomanagement in der Organisationsentwicklung wichtig?
Ein intensiviertes risikobasiertes Denken erhöht die Erfolgsaussichten von Veränderungsprojekten, da potenzielle Hindernisse in der Kommunikation und Struktur frühzeitig erkannt und gesteuert werden können.
Was ist die Szenario-Analyse im Kontext des Risikomanagements?
Die Szenario-Analyse ist eine Methode, bei der verschiedene Zukunftsentwicklungen (Best-Case, Worst-Case) durchgespielt werden, um die Auswirkungen von Risiken auf das Projekt besser einschätzen zu können.
Welche Rolle spielt die Norm ONR 49001:2014?
Diese Norm definiert den Standard für Risikomanagement-Systeme und bietet einen strukturierten Rahmen für die Beurteilung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadensausmaßen.
Was versteht man unter dem Prozessmodell einer Organisationsentwicklung?
Es beschreibt die Phasen der Veränderung, von der Wahrnehmung und Bewusstheit über die Vision und Aktion bis hin zum Kontakt und zur Reflexion des Gelernten.
Was ist die Rolle des Beraters als „Grenzstörer“?
Der Berater fungiert als Impulsgeber, der bestehende Strukturen hinterfragt. Dabei muss er jedoch auch die Risiken seines eigenen Wirkens in der Projektarchitektur im Blick behalten.
Wie hängen die DIN EN ISO 9001 und Risikomanagement zusammen?
Die neuere Version der Qualitätsmanagement-Norm fordert explizit risikobasiertes Denken als festen Bestandteil der Unternehmensführung und Projektgestaltung.
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- Martin Köning (Author), 2015, Das Risikomanagement in Organisationsentwicklungsprojekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341401