Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Zusammenhang von literarischen Texten und eingefügten Fotografien in Wilfried Georg Sebalds Werk "Die Ausgewanderten". Es soll das spezifische Verhältnis zwischen dem „Schriftmedium“ Literatur und dem „Bildmedium“ Fotografie eingehend untersucht werden. Neben dem Zusammenspiel von Text und Fotoaufnahmen, wird vor allem die Beziehung von Fotografie mit der Erinnerung und den Gedanken der jeweiligen Protagonisten untersucht.
In "Die Ausgewanderten" nehmen die Bilder einen sehr hohen Stellenwert innerhalb des narrativen Gefüges ein. W.G. Sebald beschreibt in seinem Roman nicht nur historische Ereignisse sondern auch Biographien, die an diese Ereignisse anknüpfen. Dabei stehen folgende Fragen im Zentrum der Analysen: Was passiert mit einem literarischen Text, wenn dieser Fotografien integriert? Was geschieht mit einer Fotografie, die ihr Spektrum durch die Kombination mit einem literarischen Text erweitert?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Verhältnis von Fotografie und Literatur
- Vorstellung des gesamten Werkes und nähere Untersuchung der Bildverwendung
- Gescheiterte Figuren in Sebalds Werk
- Detaillierte Analyse der Erzählung Max Aurach
- Struktur der Erzählung
- Erzählperspektive
- Aufbau der Geschichte
- Zeitliche Einordnung der Erzählung
- Die Gemeinsamkeiten der einzelnen Erzählungen
- Untersuchung zur Bild-/Text- Forschung
- Eingefügte Fotografien ohne Text
- Textgefüge ohne Fotografien
- Fazit der Bild- und Textforschung
- Fotografien als Medium der Erinnerung
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit analysiert das Verhältnis von Literatur und Fotografie in Wilfried Georg Sebalds Werk "Die Ausgewanderten". Sie untersucht, wie die beiden Medien miteinander interagieren und welche Rolle Fotografie in Bezug auf Erinnerung und die Gedanken der Protagonisten spielt.
- Das spezifische Verhältnis zwischen Literatur und Fotografie
- Die Bedeutung von Fotografie in der Erinnerungskultur
- Die Interaktion von Text und Bild im Werk "Die Ausgewanderten"
- Die Frage nach der Substituierbarkeit von Text durch Bild
- Die Rolle von Fotografie als Medium der Erinnerung und Bewältigung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Thematik der Arbeit und die Forschungsfragen vor. Kapitel II analysiert das Verhältnis von Fotografie und Literatur im Allgemeinen, unterstreicht die Verbindung der Medien und deren Einfluss auf die Übermittlung von Emotionen. Kapitel III widmet sich der Darstellung von Sebalds Werk "Die Ausgewanderten" und untersucht die Rolle der Bilder in den einzelnen Erzählungen. Dabei wird insbesondere auf die Erzählung "Max Aurach" eingegangen.
Kapitel IV beschäftigt sich mit den Gemeinsamkeiten der einzelnen Erzählungen in "Die Ausgewanderten". Kapitel V befasst sich mit der Bild-/Text-Forschung, analysiert die verschiedenen Formen der Kombination von Fotografie und Text und zieht ein Fazit zu deren Interaktion.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen Fotografie, Literatur, Erinnerung, "Die Ausgewanderten", W.G. Sebald, Text-Bild-Analyse, Bild-/Text-Forschung, Medieninteraktion, Authentizität, Erinnerungskultur.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielen Fotografien in W.G. Sebalds „Die Ausgewanderten“?
Fotografien sind integraler Bestandteil des narrativen Gefüges; sie dienen als Medium der Erinnerung und interagieren direkt mit dem literarischen Text.
Was passiert mit einem Text, wenn er Fotografien integriert?
Die Arbeit untersucht, wie Bilder die Authentizität erhöhen, aber auch die Grenzen des Sagbaren erweitern und die Gedanken der Protagonisten visualisieren.
Worum geht es in der Erzählung „Max Aurach“?
Es ist eine detailliert analysierte Geschichte innerhalb des Werkes, die sich mit Exil, Verlust und der mühsamen Rekonstruktion einer Biographie beschäftigt.
Sind die gezeigten Fotos in Sebalds Büchern immer „echt“?
Die Bild-Text-Forschung in der Arbeit hinterfragt das Verhältnis von Dokumentation und Fiktion und wie Sebald durch die Bildwahl eine spezifische Erinnerungskultur schafft.
Wie hängen Fotografie und Melancholie bei Sebald zusammen?
Die Fotos zeigen oft „gescheiterte“ oder verlorene Figuren und verstärken die melancholische Grundstimmung des Textes durch das Festhalten vergangener Momente.
Kann ein Bild den Text in diesem Werk ersetzen?
Die Arbeit analysiert die Frage der Substituierbarkeit und kommt zu dem Schluss, dass erst das Zusammenspiel beider Medien die volle Wirkung entfaltet.
- Quote paper
- Camille Raynaud (Author), 2015, Analyse des Verhältnisses zwischen Fotografie und Literatur in W.G. Sebalds "Die Ausgewanderten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340069