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Die Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck. Darstellung und Kritik

Titel: Die Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck. Darstellung und Kritik

Seminararbeit , 2002 , 12 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alena Scherer (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Behandlung von Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck präsentierte im Seminar ein einzigartiges Konzept einer Vielzahl von Sozialisationstheorien. Diese ziemlich junge Theorie geht ganz genau auf die Beschreibung der heutigen Gesellschaft ein und versucht dabei, neue Erscheinungsformen und Veränderungen zu erklären.
Das Thema der Hausarbeit sprach mich erstmals darum an, weil sie ganz neue und außergewöhnliche Ansätze enthält. Außerdem ergibt sich die Möglichkeit, aufgrund ihrer Aktualität die Situation mitzuverfolgen und zu beurteilen.
In dieser Hausarbeit versuche ich mich mit dieser Individualisierungstheorie auseinanderzusetzen und sie plausibel darzustellen. Zunächst präsentiere ich die Konzeption von Ulrich Beck und erkläre anschließend die wichtigsten Formulierungen seiner Theorie. Danach erläutere ich die Auswirkungen des Individualisierungsprozesses auf verschiedene Lebensbereiche. Dabei habe ich mich auf drei, meiner Meinung nach, wichtigsten Aspekte begrenzt. Im nächsten Teil meiner Hausarbeit stelle ich die Kritik an der Bekschen Theorie dar, indem ich mich auf die Beurteilung von Klaus-Jürgen Tillmann und Guenter Burkart beziehe. Im Schlussteil fasse ich das Ergebnis dieser Arbeit zusammen und nehme Stellung zur Beckschen Theorie.
Bei der Beschäftigung mit diesem Thema habe ich festgestellt, dass es sehr viel Literatur über diese Theorie zur Verfügung steht. In dieser Hausarbeit stütze ich mich hauptsächlich auf seinen Aufsatz „Das eigene Leben in die eigene Hand nehmen“ aus der Zeitschrift „Pädagogik“. Zusätzlich benutze ich auch Sekundärliteratur von Klaus-Jürgen Tillmann und Guenter Burkart - beiden Autoren gelingt es, die Becksche Individualisierungstheorie ganz deutlich zu erläutern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Konzeption von Ulrich Beck

3. Zentrale Begriffe der Individualisierungstheorie nach Beck

3.1. Reflexive Modernisierung

3.2. Risikogesellschaft

3.3. Individualisierungsschub

4. Auswirkungen der Individualisierung auf verschiedene Lebensbereiche

4.1. Geschlechtsrollen

4.2. Familie

4.3. Jugend

5. Kritik an der Beckschen Theorie

5.1. Klaus-Jürgen Tillmann

5.2. Guenter Burkart

6. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich kritisch mit der Individualisierungstheorie von Ulrich Beck auseinander. Dabei wird untersucht, inwiefern Becks Konzept der Risikogesellschaft und die damit einhergehende Freisetzung des Individuums aus traditionellen Bindungen plausibel die heutigen gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und biografischen Anforderungen erklären kann.

  • Grundkonzepte der Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck
  • Die Transformation zur Risikogesellschaft und ihre Auswirkung auf den modernen Lebenslauf
  • Veränderungen in den Lebensbereichen Geschlechtsrollen, Familie und Jugend
  • Kritische Würdigung der Theorieansätze durch Tillmann und Burkart
  • Reflexion der subjektiven Bedeutung von Individualisierung für die heutige Generation

Auszug aus dem Buch

3.2. Risikogesellschaft

„Ulrich Beck beschreibt den Abschied von der traditionellen Klassengesellschaft und das Heraufziehen einer „Risikogesellschaft“, die die Menschen in immer stärker individualisierte Lebenssituationen setzt“ (Tillmann 2000, S.193). Die „Industriegesellschaft“ oder „kapitalistische Klassengesellschaft“ entwickelte sich seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch „Modernisierungsschübe“ zur einer „Risikogesellschaft“, wobei dieser lange Prozess bis heute noch nicht abgeschlossen ist.

In der hoch entwickelten Industriegesellschaft haben die Risiken die Dimension einer globalen Gefährdung des Lebens erreicht. Sie beeinflussen auch zunehmend die gesellschaftliche Verhältnisse und Entwicklung.

„Dabei bezieht sich der Risikobegriff einerseits auf die atomare und ökologische Globalgefährdung, bei der es keine Klassenunterschiede gibt. Andererseits bezieht sich dieser Begriff auf die individuellen Risiken und Verunsicherungen, die sich aus der Dynamik des sozialen Wandels ergeben“ (Tillmann 2000, S.263).

Ulrich Beck ist davon überzeugt, dass sich diese Entwicklung der Gesellschaft in so genannten Modernisierungsschüben vollzieht. Dieser Modernisierungsschub vollzieht sich auf hohem materiellen Niveau und bringt große Veränderungen in die Lebenssituation der Bevölkerung: „(…) Steigender Wohlstand auch in unteren sozialen Schichten, weiter vorangetriebene soziale Sicherheit, Erweiterung von Bildungschancen, Verkürzung der Erwerbsarbeitszeit, Steigerung sozialer und Regionaler Mobilität, aber auch drohende Arbeitslosigkeit und Flexibilisierung von Beschäftigungsverhältnissen“ (Tillmann 2000, S.260). Da man jetzt keine Möglichkeit hat auf Traditionen oder Sitten zurückzugreifen, sind die Individuen verstärkt den Chancen und Risiken einer eigenverantwortlichen Gestaltung seines Lebens ausgeliefert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Erkenntnisinteresse an der Individualisierungstheorie vor und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die genutzte Literatur.

2. Die Konzeption von Ulrich Beck: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung von Becks Gesellschaftstheorie vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels seit den fünfziger Jahren.

3. Zentrale Begriffe der Individualisierungstheorie nach Beck: Hier werden die theoretischen Kernkonzepte der reflexiven Modernisierung, der Risikogesellschaft und des Individualisierungsschubs erläutert.

4. Auswirkungen der Individualisierung auf verschiedene Lebensbereiche: Das Kapitel untersucht die praktischen Folgen des Individualisierungsprozesses auf die Geschlechtsrollen, die Familienstrukturen und die Lebensphase Jugend.

5. Kritik an der Beckschen Theorie: Diese Sektion bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Becks Theorie, basierend auf den Analysen von Klaus-Jürgen Tillmann und Guenter Burkart.

6. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und nimmt eine eigene Einschätzung zur Plausibilität der Beckschen Thesen vor.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Risikogesellschaft, Reflexive Modernisierung, Sozialisation, Moderne, Biographieforschung, Wahlbiographie, Globalisierung, Gesellschaftsanalyse, Geschlechterrollen, Familienwandel, Jugendphase, Soziologie, Ulrich Beck, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologische Individualisierungstheorie von Ulrich Beck und deren Relevanz für die Beschreibung der modernen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Risikogesellschaft, den Wandel von Lebensläufen, Veränderungen in der Familie und Jugend sowie die kritische Reflexion dieser soziologischen Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Becks Individualisierungstheorie plausibel darzustellen, ihre Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche aufzuzeigen und sie anhand kritischer Gegenpositionen zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der der Aufsatz von Ulrich Beck sowie weiterführende Sekundärliteratur (Tillmann, Burkart) theoretisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundkonzepte, eine Analyse spezifischer Lebensbereiche wie Geschlechter und Familie sowie eine kritische Prüfung der Theorie durch ausgewählte Soziologen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Individualisierung, Risikogesellschaft, reflexive Modernisierung, Wahlbiographie und gesellschaftlicher Strukturwandel.

Inwiefern beeinflusst die "Risikogesellschaft" das Handeln des Einzelnen?

Da traditionelle Biografiemuster an Verbindlichkeit verlieren, ist der Einzelne gezwungen, sein Leben als „Wahlbiographie“ selbst zu organisieren und ständigen Entscheidungszwängen zu begegnen.

Welche Kritikpunkte bringen Tillmann und Burkart gegenüber Beck vor?

Beide Autoren kritisieren eine Neigung zu Übertreibungen, eine mangelnde empirische Fundierung sowie eine zu grobe Differenzierung des Individualisierungsbegriffs.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck. Darstellung und Kritik
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Pädagogisches Institut)
Veranstaltung
Proseminar "Sozialisationstheorien"
Note
2,0
Autor
Alena Scherer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V33963
ISBN (eBook)
9783638343039
ISBN (Buch)
9783640278176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Individualisierungstheorie Ulrich Beck Proseminar Sozialisationstheorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alena Scherer (Autor:in), 2002, Die Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck. Darstellung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33963
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Leseprobe aus  12  Seiten
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