Zur Wende vom Mittelalter zur Neuzeit war mit dem Aufkommen der Pulvergeschütze und deren Mobilisierung durch Lafetten die Zeit der fast uneinnehmbaren Adelsburgen und Stadtmauern zu einem Ende gekommen. Nur mehr moderne Befestigungsanlagen, die selber den massiven Einsatz von Artillerie erlaubten, konnten Belagerungen widerstehen.
Die vorliegende Arbeit konzentriert sich auf die militärischen Aspekte einer Stadtbelagerung in der Frühneuzeit und gliedert sich in folgende Abschnitte:
> Kurzer Überblick über die Entwicklung der Stadtbefestigung in der frühen Neuzeit (soweit zum weiteren Verständnis der Arbeit notwendig).
> Phase 1: Vorbereitung & Einschluss.
> Phase 2: Artilleriebeschuss & Annäherung.
> Phase 3: Minenkrieg.
> Phase 4: Sturmangriff & Ausfall.
> Phase 5: Ende der Belagerung.
In jedem Abschnitt wird zuerst allgemein auf die angesprochenen Aspekte eingegangen und dann die Zweite Türkenbelagerung Wiens im Jahre 1683 als Beispiel herangezogen. Im Fazit wird darauf aufbauend die Frage beantwortet, inwieweit dieses Beispiel einer Belagerung einer frühneuzeitlichen Stadt zeittypisch ist bzw. in welchen Punkten bedeutende Abweichungen vom Verlauf zeitgenössischer Stadtbelagerungen festgestellt werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Entwicklung der Stadtbefestigung in der frühen Neuzeit
- Die Entstehung des Bastionärsystems
- Die Stadtbefestigungen Wiens im Jahre 1683
- Phase 1: Vorbereitung & Einschluss
- Vorbereitung der Belagerung und Einschließen der Stadt
- Vorbereitung der Angreifer
- Vorbereitung der Verteidiger
- Fallbeispiel Zweite Türkenbelagerung Wiens 14.7.–12.9.1683
- Phase 2: Artilleriebeschuss & Annäherung
- Artilleriebeschuss und Annäherung an die Verteidigungsanlagen
- Arten der Belagerungsartillerie
- Munitionsarten
- Ziele des Artilleriebeschusses
- Annäherung
- Fallbeispiel Zweite Türkenbelagerung Wiens 14.7.–12.9.1683
- Phase 3: Minenkrieg
- Unterminieren der Verteidigungsanlagen
- Fallbeispiel Zweite Türkenbelagerung Wiens 14.7.-12.9.1683
- Phase 4: Sturmangriff & Ausfall
- Sturmangriffe auf die Verteidigungsanlagen und Ausfälle der Verteidiger
- Fallbeispiel Zweite Türkenbelagerung Wiens 14.7.–12.9.1683
- Phase 5: Ende der Belagerung
- Ende der Belagerung: Abzug, Erstürmung, Kapitulation oder Entsatz
- Fallbeispiel Zweite Türkenbelagerung Wiens 14.7.–12.9.1683
- Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den militärischen Aspekten einer Stadtbelagerung in der Frühneuzeit. Sie untersucht, wie sich die Entwicklung der Stadtbefestigungen im Laufe der Zeit veränderte und welche Strategien und Taktiken bei der Belagerung von Städten zum Einsatz kamen. Die Arbeit konzentriert sich dabei auf die Zweite Türkenbelagerung Wiens im Jahre 1683 als exemplarisches Beispiel.
- Die Entwicklung der Stadtbefestigung in der frühen Neuzeit und die Entstehung des Bastionärsystems
- Die verschiedenen Phasen einer Stadtbelagerung, einschließlich Vorbereitung, Artilleriebeschuss, Minenkrieg, Sturmangriff und Ende der Belagerung
- Die Rolle der Artillerie und anderer Belagerungswaffen im Belagerungskrieg
- Die Bedeutung von Taktik und Strategie bei der Verteidigung und Belagerung von Städten
- Die Zweite Türkenbelagerung Wiens als Fallbeispiel für die Belagerung einer frühneuzeitlichen Stadt
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Hintergrund und die Ziele der Arbeit darlegt. Anschließend wird die Entwicklung der Stadtbefestigung in der frühen Neuzeit und die Entstehung des Bastionärsystems behandelt. Im weiteren Verlauf werden die verschiedenen Phasen einer Belagerung im Detail analysiert, wobei das Beispiel der Zweiten Türkenbelagerung Wiens 1683 als roter Faden dient. Die Arbeit befasst sich mit der Vorbereitung der Belagerung, dem Artilleriebeschuss, dem Minenkrieg, dem Sturmangriff und dem Ende der Belagerung. In jedem Kapitel werden die wichtigen Aspekte und Besonderheiten des jeweiligen Themas aufgezeigt, wobei die Taktiken und Strategien der Angreifer und Verteidiger im Fokus stehen. Abschließend wird im Fazit ein umfassender Überblick über die Erkenntnisse der Arbeit gegeben und die zeittypischen Besonderheiten der Belagerung von Wien 1683 herausgearbeitet.
Schlüsselwörter
Stadtbefestigung, Bastionärsystem, Belagerungskrieg, Artillerie, Minenkrieg, Sturmangriff, Zweite Türkenbelagerung Wiens, Frühneuzeit, Militärgeschichte, Taktik, Strategie
Häufig gestellte Fragen
Was war das Besondere an der Stadtbefestigung im 17. Jahrhundert?
Das Aufkommen von Pulvergeschützen führte zur Entwicklung des Bastionärsystems, das massive Mauern und strategische Winkel nutzte, um Artilleriebeschuss standzuhalten.
Welche Phasen kennzeichnen eine frühneuzeitliche Belagerung?
Die Phasen umfassen Vorbereitung & Einschluss, Artilleriebeschuss, Minenkrieg (Unterminierung), Sturmangriff und schließlich das Ende durch Kapitulation oder Entsatz.
Was versteht man unter "Minenkrieg" bei der Belagerung Wiens 1683?
Angreifer und Verteidiger gruben Tunnel unter die Befestigungen, um Sprengladungen zu zünden oder gegnerische Tunnel zum Einsturz zu bringen.
Welche Rolle spielte die Artillerie?
Sie diente dazu, Breschen in die Mauern zu schlagen und die Verteidiger durch ständigen Beschuss mit verschiedenen Munitionsarten zu demoralisieren.
Wie endete die Zweite Türkenbelagerung Wiens?
Die Belagerung endete am 12. September 1683 durch den Entsatz durch ein christliches Entsatzheer unter der Führung von Jan Sobieski.
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- Mag. rer. nat. Martin Thomaschütz (Author), 2015, Die Belagerung einer frühneuzeitlichen Stadt. Die Zweite Türkenbelagerung Wiens 1683, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338047