Dies ist eine Analyse der von Platon in "Der Staat" aufgeführten Kunsttheorie und eine kritische Hinterfragung des Ideals einer ethischen Verpflichtung von Kunst in der Gesellschaft.
Platons Kunsttheorie weist der Kunst eine eindeutig ethische Rolle in der Gesellschaft zu und hätte einer Zensur von Bukowskis Skandalliteratur nur zugestimmt. Dass Platons Theorie jedoch nicht frei von Unstimmigkeiten ist, soll nach der Rekonstruktion in einer kritischen Auseinandersetzung erörtert werden.
Abschließend werden die gesammelten Erkenntnisse noch einmal zusammengefügt.
Inhaltsverzeichnis
- Über die Instrumentalisierung von Kunst
- Rekonstruktion der Kunsttheorie Platons
- Verbindungen zur Ideenlehre
- Drei Arten von Künsten und ihre Meister
- Schlechtigkeit nachahmender Kunst
- Kritik an Platons Kunsttheorie: Wie vernünftig muss Kunst sein?
- Einbezug der empirischen Perspektive
- Die ethische Rolle von Kunst
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die ethische Rolle der Kunst im Kontext von Platons Kunsttheorie. Sie analysiert Platons Argumentation, warum bestimmte Kunstformen in seinem Idealstaat keinen Platz haben, und setzt sie in Beziehung zu aktuellen Debatten über die Instrumentalisierung von Kunst.
- Platons Kunsttheorie und ihre Beziehung zur Ideenlehre
- Die Kritik an der Nachahmungskunst als Ausdruck des Schlechten
- Die ethische Funktion von Kunst in der Gesellschaft
- Die Rolle der Vernunft und des rationalen Denkens in der Kunstbetrachtung
- Die empirische Perspektive auf die Kunst und ihre Bedeutung für die ethische Bewertung
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Über die Instrumentalisierung von Kunst: Dieses Kapitel führt mit dem Beispiel von Charles Bukowskis Werk "Tales of ordinary madness" ein und beleuchtet die Kontroverse um die ethische Rolle von Kunst. Es stellt die Frage, warum es bis heute als skandalös gilt, die hässlichen und schlechten Seiten der Wirklichkeit in der Kunst darzustellen.
- Kapitel 2: Rekonstruktion der Kunsttheorie Platons: Dieses Kapitel analysiert Platons Kunsttheorie im Kontext seiner Ideenlehre. Es beleuchtet die drei Arten von Künsten, die Platon unterscheidet, und ihre Beziehung zum Streben des Menschen nach ethischem Handeln.
- Kapitel 3: Kritik an Platons Kunsttheorie: Wie vernünftig muss Kunst sein?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Platons Kunsttheorie auseinander. Es beleuchtet die empirische Perspektive auf Kunst und diskutiert die ethische Rolle, die Kunst in der Gesellschaft einnehmen kann.
Schlüsselwörter
Platons Kunsttheorie, Ideenlehre, Nachahmungskunst, ethische Rolle der Kunst, Vernunft, empirische Perspektive, Instrumentalisierung von Kunst, Skandalliteratur.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle weist Platon der Kunst in der Gesellschaft zu?
Platon sieht für die Kunst eine rein ethische Verpflichtung; sie soll der Erziehung zur Tugend dienen und das Vernünftige im Menschen stärken.
Warum kritisierte Platon die „nachahmende Kunst“?
Nach seiner Ideenlehre ist die Kunst nur ein Abbild eines Abbilds und somit weit von der Wahrheit entfernt; zudem spreche sie eher die Emotionen als die Vernunft an.
Hätte Platon moderne „Skandalliteratur“ wie die von Bukowski erlaubt?
Nein, Platon hätte solche Werke vermutlich zensiert, da sie die „Schlechtigkeit“ und das Unvernünftige darstellen, statt das ethisch Ideale zu zeigen.
Was sind die drei Arten von Künsten nach Platon?
Platon unterscheidet zwischen der Kunst, die gebraucht (Nutzer), der Kunst, die verfertigt (Handwerker), und der Kunst, die nachahmt (Künstler).
Wie aktuell ist die Debatte um die Instrumentalisierung von Kunst?
Die Arbeit zeigt, dass die Frage, ob Kunst „moralisch wertvoll“ sein muss oder „hässliche Wahrheiten“ zeigen darf, bis heute kontrovers diskutiert wird.
- Quote paper
- Isabella Wächter (Author), 2015, Kritische Auseinandersetzung mit der ethischen Rolle der Kunst nach Platons Kunsttheorie. Die Sichtbarmachung der Welt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337896