Wer sich eingehend mit der Besteuerung von Personengesellschaften befasst, kommt nicht umhin, sich die Frage zu stellen: Wer ist Steuersubjekt – Personengesellschaft oder ihre Gesellschafter? Die steuerrechtliche Behandlung von Personengesellschaften ist eines der schwierigsten Themen im deutschen Steuerrecht.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird zunächst im zweiten Kapitel § 15 Abs 1 Satz 1 Nr 2 Satz 1 EStG als Zentralvorschrift für die Besteuerung von Personengesellschaften erläutert. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Mitunternehmerschaft im Allgemeinen und stellt die steuerliche Bedeutung des Mitunternehmers anhand der ihn kennzeichnenden Kriterien dar. Im Anschluss wird die Ermittlung der Einkünfte aus Gewer-bebetrieb erörtert. Das letzte Kapitel dieser Arbeit fasst schließlich die gewonnenen Ergebnisse über die steuerrechtliche Behandlung der Mitunternehmerschaft zusammen und gibt einen kurzen Ausblick auf die mögliche zukünftige Besteuerung ihrer Einkünfte.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG als Kernvorschrift für die Besteuerung von Mitunternehmerschaften
- 2.1 Inhalt und Zweck der Regelung
- 2.2 Wesentliche Entwicklungsschritte
- 3 Mitunternehmerschaft und Mitunternehmer
- 3.1 Gewerbliche Mitunternehmerschaft
- 3.1.1 Begriff und Wesen
- 3.1.2 Erscheinungsformen
- 3.1.3 Beginn und Ende
- 3.2 Steuerliche Bedeutung des Mitunternehmers
- 3.2.1 Typusbegriff des Mitunternehmers
- 3.2.2 Mitunternehmerinitiative
- 3.2.3 Mitunternehmerrisiko
- 3.1 Gewerbliche Mitunternehmerschaft
- 4 Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb
- 4.1 Systematische Zusammenhänge der zweistufigen Gewinnermittlung
- 4.2 Erste Gewinnermittlungsstufe
- 4.2.1 Steuerbilanz der Gesellschaft
- 4.2.2 Ergänzungsbilanz des Mitunternehmers
- 4.3 Zweite Gewinnermittlungsstufe
- 4.3.1 Sondervergütungen
- 4.3.2 Sonderbetriebsvermögen
- 5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Einkünften aus gewerblicher Mitunternehmerschaft. Ziel ist es, die rechtlichen Grundlagen und Besonderheiten dieser Einkunftsart zu beleuchten und deren Auswirkungen auf die Steuerplanung und -gestaltung aufzuzeigen.
- Die Bedeutung von § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG als Kernvorschrift für die Besteuerung von Mitunternehmerschaften
- Die Definition und Charakteristika der gewerblichen Mitunternehmerschaft
- Die steuerliche Behandlung des Mitunternehmers und die Abgrenzung zu anderen Steuerpflichtigen
- Die Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb unter besonderer Berücksichtigung der zweistufigen Gewinnermittlung
- Die Berücksichtigung von Sondervergütungen und Sonderbetriebsvermögen im Rahmen der Einkünfteermittlung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der gewerblichen Mitunternehmerschaft ein und erläutert die Bedeutung der Kernvorschrift § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG. Im zweiten Kapitel werden die wesentlichen Entwicklungsschritte der Besteuerung von Mitunternehmerschaften nachgezeichnet. Kapitel drei beschäftigt sich mit der Definition und den verschiedenen Erscheinungsformen der gewerblichen Mitunternehmerschaft sowie der steuerlichen Bedeutung des Mitunternehmers. Das vierte Kapitel analysiert die Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb, wobei die zweistufige Gewinnermittlung im Vordergrund steht. Abschließend werden Sondervergütungen und Sonderbetriebsvermögen im Kontext der Einkünfteermittlung beleuchtet.
Schlüsselwörter
Gewerbliche Mitunternehmerschaft, § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG, Mitunternehmer, Einkünfte aus Gewerbebetrieb, zweistufige Gewinnermittlung, Sondervergütungen, Sonderbetriebsvermögen, Steuerplanung, Steuergestaltung.
Häufig gestellte Fragen zur gewerblichen Mitunternehmerschaft
Was ist eine gewerbliche Mitunternehmerschaft?
Es handelt sich um eine Personengesellschaft (z. B. OHG, KG), bei der die Gesellschafter als Mitunternehmer Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen.
Welche Kriterien kennzeichnen einen Mitunternehmer?
Ein Mitunternehmer muss Mitunternehmerinitiative (Teilnahme an Entscheidungen) entfalten und Mitunternehmerrisiko (Beteiligung an Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven) tragen.
Wie funktioniert die zweistufige Gewinnermittlung?
In der ersten Stufe wird der Gewinn der Gesellschaft ermittelt. In der zweiten Stufe werden Sondervergütungen und Ergebnisse aus dem Sonderbetriebsvermögen der einzelnen Gesellschafter hinzugerechnet.
Was sind Sondervergütungen im Steuerrecht?
Das sind Entgelte, die ein Gesellschafter von der Gesellschaft für seine Tätigkeit im Dienst der Gesellschaft, für die Hingabe von Darlehen oder für die Überlassung von Wirtschaftsgütern erhält.
Was ist die Zentralvorschrift für die Besteuerung von Personengesellschaften?
Die zentrale Norm im deutschen Einkommensteuergesetz ist § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG.
- Arbeit zitieren
- Wladimir Lapschin (Autor:in), 2015, Einkünfte aus gewerblicher Mitunternehmerschaft. Die steuerrechtliche Behandlung von Personengesellschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337211