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Die Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg. Zwischen Kollaboration und Widerstand

Titel: Die Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg. Zwischen Kollaboration und Widerstand

Hausarbeit , 2011 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Andreas Ratz (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 9. April 1940 fand die so genannte „Operation Weserübung“ statt, bei der Dänemark und Norwegen von Deutschland überfallen wurden. Im Gegensatz zu Norwegen lehnte sich die Regierung in Dänemark nicht gegen den Überfall auf und beugte sich unter Protest der feindlichen Übermacht. Im Gegensatz zu allen anderen Ländern, welche im Laufe des zweiten Weltkrieges von Nazideutschland überfallen und ausgeraubt wurden, wurde Dänemark „friedlich besetzt“.

Die Untersuchung dieser Sonderrolle in der Geschichte des zweiten Weltkrieges soll das Thema der vorliegenden Arbeit sein. Die Politik der Zusammenarbeit zwischen der dänischen Regierung, die während der gesamten Besatzungszeit bis zum Sommer 1943 im Amt blieb, und der deutschen Okkupationsmacht soll untersucht werden.

Was bedeutete die Zusammenarbeitspolitik für die Besatzungsmacht, die dänische Regierung und nicht zuletzt für die 4 Millionen Dänen, die Frühjahr 1940 unerwartet überfallen wurden? Welche Formen der Zusammenarbeit gab es? Lehnte sich die Bevölkerung gegen die Regierung auf, gegen die Okkupationsmacht oder gar gegen beide? Wenn es Widerstand in der Bevölkerung gab, wie äußerte sich dieser? Und wann geschah dies? Welche Rolle spielte der König? Diese Fragen werden versucht im Rahmen dieser Arbeit zu beantworten, um zu verstehen warum die dänische Regierung erst am 29. August 1943 aus dem Amt schied und nicht schon am 9. April 1940.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Besetzung Dänemarks

2.1 Chronologischer Abriss

2.2 Ziele der Okkupation

2.3 Die politischen Folgen

3 Zusammenarbeitspolitik

4 Formen des Widerstandes bis zum Herbst 1942

4.1 Der König

4.2 Der dänische Militärnachrichtendienst

4.3 Antideutsche Strömungen und Persönlichkeiten in Dänemark

4.4 Provokation der Besatzungsmacht durch die Bevölkerung

4.5 Erste öffentliche Demonstrationen

4.6 Untergrundpresse

4.7 SOE in Dänemark

4.8 Sabotagegruppen

5 Der Wendepunkt und die Geschehnisse bis zum August 1943

5.1 Die Aktivierung des Widerstandes und Ausnahmezustand

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Sonderrolle Dänemarks während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und analysiert den Wandel der Zusammenarbeitspolitik zwischen der dänischen Regierung und der Okkupationsmacht bis zur Eskalation im August 1943.

  • Analyse der Politik der Zusammenarbeit (Kollaboration) vs. Widerstand
  • Untersuchung der Beweggründe der dänischen Regierung für den Erhalt der Staatsfunktionen
  • Evolution des Widerstands von passivem Protest hin zu aktiven Sabotageakten
  • Einfluss des Kriegsverlaufs und externer Akteure (SOE) auf die Stimmung in der dänischen Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

4.1 Der König

Wie bereits in Kapitel 1.1 beschrieben, kam die Besatzung für die große Mehrheit der dänischen Bevölkerung überaus unerwartet. Obwohl die Bevölkerung von der plötzlichen Besatzung schockiert war, besann sie sich in den Monaten danach auf die nationale dänische Einheit, um geschlossen einen ersten passiven Widerstand gegen die Okkupationsmacht zu leisten. „So kam es zu einer weitverbreiteten Rückbesinnung auf die eigenen nationalen Wurzeln und Werte, wie auch auf die Geschichte und Kultur Dänemarks.“ König Christian X. stellte eine Art Symbolfigur dieses passiven Widerstandes dar, und dies gleich aus mehreren Gründen: Zum einen war er in den ersten Tagen der Besatzung, im Gegensatz zu seinem norwegischen Pendant, nicht aus dem Land geflohen, sondern stellte sich der Okkupationsmacht und blieb bei seinem Volk. Zum anderen ritt er jeden Morgen mit seinem Pferd durch die Innenstadt von Kopenhagen und zeigte somit ein erstes Signal sich aus der Lähmung durch den Schock der Besatzung zu lösen. Also gewissermaßen wieder zum Alltag überzugehen und damit zur Normalität in einer schwierigen Zeit. Das Volk verlor also im Gegensatz zur eigenen Regierung, nie das Vertrauen in den eigenen König. Die Sympathien für das Königshaus wuchsen sogar noch an, als dem bisher kinderlosen Thronfolgerpaar eine Woche nach der Besatzung, am 16. April 1940, eine Tochter geboren wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die besondere Situation der "friedlichen Besetzung" Dänemarks und stellt die Forschungsfrage nach den Motiven und Folgen der Zusammenarbeitspolitik.

2 Die Besetzung Dänemarks: Dieses Kapitel liefert einen chronologischen Abriss der Besetzung am 9. April 1940 sowie eine Analyse der Ziele der Okkupation und der daraus resultierenden politischen Folgen für Dänemark.

3 Zusammenarbeitspolitik: Hier wird der Balanceakt der dänischen Regierung beschrieben, die versuchte, durch Kooperation die Demokratie zu bewahren und Schlimmeres für die Zivilbevölkerung zu verhindern.

4 Formen des Widerstandes bis zum Herbst 1942: Das Kapitel katalogisiert verschiedene Widerstandsformen, von symbolischen Gesten des Königs und geistigem Widerstand bis hin zu Sabotageakten und der Arbeit der Untergrundpresse.

5 Der Wendepunkt und die Geschehnisse bis zum August 1943: Es wird die Zuspitzung der Lage durch steigende Sabotageaktivitäten und die wachsende Hoffnung auf einen alliierten Sieg thematisiert, die schließlich zum Ende der Zusammenarbeitspolitik führte.

6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie sich das Land von der Passivität abwandte und der 29. August 1943 zum Wendepunkt in Richtung einer pro-westlichen Haltung wurde.

Schlüsselwörter

Dänemark, Zweiter Weltkrieg, Besatzung, Zusammenarbeitspolitik, Widerstand, Kollaboration, Operation Weserübung, König Christian X., Sabotage, SOE, Untergrundpresse, Ausnahmezustand, August 1943, Nationalsozialismus, Besatzungsmacht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Ausnahmesituation Dänemarks während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg und der politisch umstrittenen Zusammenarbeitspolitik der dänischen Regierung mit den Okkupanten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Spannungsfeld zwischen Kollaboration und Widerstand, die Rolle des dänischen Königshauses als Symbolfigur und die Entwicklung von passivem zu aktivem Widerstand gegen die Besatzungsmacht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es zu erklären, warum die dänische Regierung bis zum Sommer 1943 im Amt blieb und welche Faktoren letztlich dazu führten, dass die Bevölkerung und die Widerstandsbewegung die Zusammenarbeitspolitik beendeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Quellenanalyse unter Einbeziehung von Fachmonographien, zeitgenössischen Autobiographien und offiziellen Regierungsdokumenten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die chronologischen Ereignisse ab April 1940, die verschiedenen Organisationsformen des Widerstands (z.B. SOE, Untergrundpresse), Sabotagegruppen sowie die politische Eskalation, die im Ausnahmezustand vom August 1943 gipfelte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Zusammenarbeitspolitik", "Passiver Widerstand", "Telegramm-Krise", "SOE-Agenten" und der "29. August 1943" als historischer Wendepunkt.

Welche Bedeutung hatte die "Telegramm-Krise" für das Verhältnis zu Deutschland?

Die Krise von 1942 führte zu einer massiven Verschärfung des deutschen Kurses, da Hitler die Antwort des Königs als persönliche Beleidigung wertete, was den Austausch des Reichsbevollmächtigten zur Folge hatte.

Inwiefern beeinflusste der Kriegsverlauf den dänischen Widerstand?

Die Niederlagen der Wehrmacht, etwa bei El Alamein und Stalingrad, sowie alliierte Luftangriffe stärkten die Hoffnung auf einen deutschen Zusammenbruch und motivierten immer mehr Dänen zum aktiven, demonstrativen Widerstand.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg. Zwischen Kollaboration und Widerstand
Hochschule
Universität zu Köln
Note
2,0
Autor
Andreas Ratz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
30
Katalognummer
V336898
ISBN (eBook)
9783656985198
ISBN (Buch)
9783656985204
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweiter Weltkrieg Okkupation Dänemark Besatzungsmacht Operation Weserübung feindliche Übernahme friedliche Besetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Ratz (Autor:in), 2011, Die Besatzung Dänemarks im Zweiten Weltkrieg. Zwischen Kollaboration und Widerstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/336898
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Leseprobe aus  30  Seiten
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