Dieser Bericht erläutert den Wandel der familiären Lebensformen der letzten 20 Jahre und greift Themen wie Mehrgenerationenhaushalte, Pluralisierung, Scheidungs- und Geburtenraten auf.
Es gibt immer mehr Lebensformen, in denen Menschen ihr Leben verbringen. Ursprünglich gab es nur eine verbreitete Lebensform, die der bürgerlichen Familie. Heute bestehen viele verschiedene, da sich zahlreiche neue (familiale) Lebensformen herausgebildet haben. In den 80er Jahren zählte man bis zu 32 nach unterschiedlichen Kriterien differenzierte Lebensformen, wovon 89% der Personen in den häufigsten acht leben. Kriterien können sich bspw. auf Familienmuster, wie Patchworkfamilie, Werkstattfamilie, Matrixfamilie etc. oder auf den Status, wie verheiratet, geschieden, alleinstehend etc. beziehen. Aufgrund der zunehmenden Vielfalt der Lebensverlaufsmuster bzw. dem Anstieg der Heterogenität der Lebensverläufe spricht man von Pluralisierung der Lebensformen.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Wandel der Lebensformen von Familien
- Pluralisierung der Lebensformen
- Distributive Vielfalt
- Strukturelle Vielfalt
- Ursachen des Wandels der Lebensformen
- Steigender Wohlstand
- Bildungsexpansion
- Wandel von Werten und Normen
- Individualisierung
- Mehrgenerationenfamilie
- Multilokale Mehrgenerationenfamilie
- Beziehungen zwischen Familienmitgliedern
- Transferleistungen
- Fertilitätsrate
- Geburtenrückgang in Deutschland
- Entwicklung der Geburtenhäufigkeit
- Anstieg des Durchschnittsalters bei der Erstgeburt
- Gründe für den Rückgang der Fertilität
- Ehescheidungen
- Scheidungshäufigkeit in Ost- und Westdeutschland
- Transmissionshypothese
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Dieser Bericht analysiert den Wandel der familiären Lebensformen in den letzten 20 Jahren. Er beleuchtet verschiedene Aspekte wie Mehrgenerationenhaushalte, die zunehmende Pluralisierung, Scheidungs- und Geburtenraten und analysiert deren Auswirkungen auf die Familie.
- Pluralisierung der Lebensformen
- Mehrgenerationenhaushalte
- Geburtenrückgang
- Steigende Scheidungsraten
- Soziale Vererbung des Scheidungsrisikos
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Wandel der Lebensformen von Familien: Dieser Abschnitt behandelt die Pluralisierung der Lebensformen, die sich durch eine zunehmende Vielfalt an Beziehungsmustern im privaten Bereich auszeichnet. Er identifiziert verschiedene Ursachen für den Wandel, darunter steigender Wohlstand, Bildungsexpansion, veränderte Werte und Normen sowie Individualisierung.
- Mehrgenerationenfamilie: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die multilokale Mehrgenerationenfamilie, die durch getrennte Haushalte, aber enge Beziehungen zwischen den Generationen geprägt ist. Es beleuchtet die Bedeutung von Transferleistungen innerhalb dieser Familienstruktur.
- Fertilitätsrate: Dieser Abschnitt befasst sich mit dem Geburtenrückgang in Deutschland und den Faktoren, die dazu beitragen. Er untersucht die Entwicklung der Geburtenhäufigkeit, den Anstieg des Durchschnittsalters bei der Erstgeburt und diskutiert die Bedeutung des "Werts von Kindern" für die Eltern.
- Ehescheidungen: Dieser Teil analysiert die Scheidungshäufigkeit in Ost- und Westdeutschland und beleuchtet die Unterschiede in ihrer Entwicklung. Er stellt die Transmissionshypothese vor, die besagt, dass das Scheidungsrisiko sozial vererbt werden kann.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die zentralen Begriffe und Themen dieses Berichts sind die Pluralisierung der Lebensformen, Mehrgenerationenhaushalte, Fertilitätsrate, Geburtenrückgang, Scheidungsraten, Transmissionshypothese und der Wert von Kindern.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet "Pluralisierung der Lebensformen"?
Damit ist die zunehmende Vielfalt an familialen Mustern gemeint, wie Patchworkfamilien, Alleinerziehende oder nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, die die klassische bürgerliche Familie ergänzen.
Warum sinken die Geburtenraten in Deutschland?
Ursachen sind unter anderem steigender Wohlstand, Bildungsexpansion, ein Wandel von Werten sowie das steigende Durchschnittsalter bei der Erstgeburt.
Was ist eine multilokale Mehrgenerationenfamilie?
Dies beschreibt Familien, bei denen die Generationen in getrennten Haushalten leben, aber dennoch enge emotionale Bindungen und gegenseitige Transferleistungen pflegen.
Was besagt die Transmissionshypothese bei Scheidungen?
Die Transmissionshypothese besagt, dass das Scheidungsrisiko "sozial vererbt" werden kann – Kinder geschiedener Eltern haben statistisch gesehen ein höheres Risiko, selbst eine Scheidung zu erleben.
Welchen Einfluss hat die Individualisierung auf die Familie?
Individualisierung führt dazu, dass persönliche Lebensentwürfe wichtiger werden als traditionelle Normen, was zu einer höheren Heterogenität der Lebensverläufe führt.
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- Katharina Gorski (Author), 2004, Wandel der Lebensformen von Familien. Pluralisierung, Scheidung, Geburtenraten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334422