Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Environment economics

Nachhaltigkeitskonzepte - Ein oekonomischer Ansatz zur schwachen Nachhaltigkeit

Title: Nachhaltigkeitskonzepte - Ein oekonomischer Ansatz zur schwachen Nachhaltigkeit

Seminar Paper , 2004 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Lüdeke (Author)

Economy - Environment economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Vorgestellt werden ökonomische und ökologische Ansätze das Problem einer langfristig tragbaren Entwicklung des Verhältnisses zwischen Mensch und Umwelt anzugehen (Abschnitt 1). Das Problem, welches sich dahinter verbirgt, lässt sich einleitend damit umreißen, dass der Mensch als abhängiger Bestandteil der irdischen Biosphäre in Wechselwirkung mit und in dieser lebt, grundlegend von dem langfristigen Bestand des Metasystems „Umwelt“ abhängt und mit all seinen Aktivitäten (im Besonderen mit wirtschaftlichen Aktivitäten) auf dieses System einwirkt. Um dieses Verhältnis langfristig tragbar (oder anders ausgedrückt: nachhaltig) zu gestalten, gibt es diverse Ansätze unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen, die – ausgehend vom status quo – in normativer Weise verschiedene Vorstellungen über eine zu erreichende ökonomischökologische Nachhaltigkeit konzeptualisieren.

Besonderes Augenmerk wird auf modellhafte Vorstellungen der ökonomischen Theorie zu einer langfristig tragbaren Entwicklung des Verhältnisses Mensch-Umwelt gelegt; grundlegende Modelleigenschaften werden in Abschnitt 2 und 4 behandelt. Bei den ökonomischen Ansätzen geht es letztlich darum, die Konsummöglichkeiten für die Zukunft aufrecht zu erhalten und die Bedingungen, an welche dies geknüpft ist, zu untersuchen. Dies geschieht in Abschnitt 3 und 4. Der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung liegt in der Auseinandersetzung mit dem Problem konstanten Konsums gemäß des SOLOW’schen Ansatzes einer schwachen Nachhaltigkeit unter Einbezug der HARTWICK-Regel. Die Kernaussagen dieses Ansatzes werden insbesondere in Abschnitt 4 behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 ANSÄTZE ZUR KONZEPTUALISIERUNG DES GEDANKENS DER NACHHALTIGKEIT

2 EIN ÖKONOMISCHER ANSATZ – GRUNDLEGENDE MODELLANNAHMEN

3 NICHT ERNEUERBARE RESSOURCEN ALS PRODUKTIONSFAKTOR

3.1 Die Bedeutung der Ressourcensubstitution

3.1.a Kapital und Ressource als perfekte Substitute

3.1.b Kapital und Ressource als perfekte Komplemente

3.1.c Cobb-Douglas-Produktionsfunktion

4 EIN MODELL KONSTANTER KONSUMMÖGLICHKEITEN

4.1 Die HARTWICK-Regel

4.2 Modellbeschreibung

4.3 Konstanter Konsum

4.3.a Herleitung eines konstanten Konsumniveaus

4.3.b Kurze Erläuterung der HOTELLING-Regel

4.4 Zusammenfassung

5 KRITIK

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert ökonomische Modelle einer nachhaltigen Entwicklung mit dem primären Ziel, die Bedingungen für langfristig konstante Konsummöglichkeiten unter Berücksichtigung nicht erneuerbarer Ressourcen zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die theoretische Durchdringung der sogenannten „schwachen Nachhaltigkeit“ unter Anwendung der HARTWICK-Regel und der SOLOW’schen Produktionsannahmen.

  • Grundlagen der ökonomischen Nachhaltigkeitskonzepte
  • Modellierung von nicht erneuerbaren Ressourcen als Produktionsfaktor
  • Analyse der Substitutionsmöglichkeiten zwischen Kapital und Ressourcen
  • Herleitung und Interpretation konstanter Konsumniveaus
  • Diskussion der theoretischen Annahmen und praktischen Kritikpunkte

Auszug aus dem Buch

3.1.a Kapital und Ressource als perfekte Substitute

Eine Produktionsfunktion der Form Qt = aKt+ßRt lässt darauf schließen, dass die Ressource für das Erreichen eines gegebenen Produktionsniveaus Qt verzichtbar ist, da dieses Niveau auch im Falle Rt = 0 gehalten werden kann. Hierzu bedarf es eines entsprechend höheren Einsatzes an Kapital, welches Rt perfekt substituieren kann. Unter Annahme dieser Produktionsfunktion wird somit davon ausgegangen, dass Kapital generell als Substitut in Frage kommt (Substitutionselastizität größer als 1, die Isoquante schneidet die Achse des Ressourceneinsatzes). Hierbei erscheint konstanter Konsum (basierend auf konstantem Qt) generell als möglich. Diese Annahme einer perfekten Substitution lässt sich dem Ansatz der schwachen Nachhaltigkeit zuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 ANSÄTZE ZUR KONZEPTUALISIERUNG DES GEDANKENS DER NACHHALTIGKEIT: Einführung in die Problematik des langfristig tragbaren Verhältnisses zwischen Mensch und Umwelt sowie die konzeptionelle Einordnung des Nachhaltigkeitsbegriffs.

2 EIN ÖKONOMISCHER ANSATZ – GRUNDLEGENDE MODELLANNAHMEN: Definition des ökonomischen Rahmens für Nachhaltigkeit unter Annahme einer nicht erneuerbaren Ressource und einer konstanten Bevölkerungsstruktur.

3 NICHT ERNEUERBARE RESSOURCEN ALS PRODUKTIONSFAKTOR: Untersuchung der verschiedenen Produktionsfunktionen und der Rolle der Substitution zwischen Kapital und knappen Ressourcen für die Aufrechterhaltung des Outputs.

4 EIN MODELL KONSTANTER KONSUMMÖGLICHKEITEN: Theoretische Herleitung eines konstanten Konsumpfades durch die Investition von Ressourcenrenten in reproduzierbares Kapital gemäß der HARTWICK-Regel.

5 KRITIK: Reflexion über die theoretische Geschlossenheit des Ansatzes der schwachen Nachhaltigkeit sowie dessen mangelnde Realitätsnähe in Bezug auf ökologische Grenzwerte.

Schlüsselwörter

Nachhaltigkeit, schwache Nachhaltigkeit, HARTWICK-Regel, Ressourcen, Kapital, Substitution, Cobb-Douglas-Produktionsfunktion, HOTELLING-Regel, Konsumniveau, intertemporale Allokation, Ressourcenrenten, ökonomische Theorie, Umweltökonomie, Produktionsfaktoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ökonomische Nachhaltigkeitskonzepte, insbesondere wie durch das Sparen und Investieren von Ressourcenrenten ein über die Zeit konstantes Konsumniveau gesichert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Theorie der nicht erneuerbaren Ressourcen, die Substituierbarkeit von Kapital und Naturressourcen sowie die mathematische Modellierung nachhaltiger ökonomischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, unter welchen theoretischen Bedingungen ein konstanter Konsum bei endlichen Ressourcen möglich ist, wobei der Fokus auf dem SOLOW’schen Ansatz der schwachen Nachhaltigkeit liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden mikroökonomische Wachstums- und Ressourcentheorien angewandt, um mittels Produktionsfunktionen und dynamischen Optimierungsbedingungen Abbaupfade zu modellieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Produktionsfunktionen (z. B. Cobb-Douglas), leitet die Investitionsregeln her und erklärt die Effizienzbedingungen für den Ressourcenabbau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind schwache Nachhaltigkeit, HARTWICK-Regel, Kapitalakkumulation, intertemporale Allokation und Cobb-Douglas-Produktionsfunktion.

Was besagt die HARTWICK-Regel?

Sie postuliert, dass der Gesamtwert der Produktionsgrundlagen (Kapital und Ressourcen) konstant bleiben muss, indem Ressourcenrenten konsequent in reproduzierbares Kapital reinvestiert werden.

Warum wird die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion im Modell kritisiert?

Die Kritik entzündet sich an der Annahme unendlicher Substituierbarkeit; viele ökologische Funktionen der Umwelt lassen sich nicht durch produziertes Kapital ersetzen.

Was ist der Kern der HOTELLING-Regel?

Die Regel beschreibt die intertemporale Effizienz: Der Abbau einer Ressourceneinheit ist genau dann optimal, wenn die Grenzproduktivität der Ressource in der Folgeperiode der Grenzproduktivität der Kapitaleinheit entspricht, die durch die Investition des Ressourcenertrages gewonnen wurde.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Nachhaltigkeitskonzepte - Ein oekonomischer Ansatz zur schwachen Nachhaltigkeit
College
University of Lüneburg  (Institut für Volkswirtschaftslehre, Abteilung Innovation und Wachstum)
Course
Ressourcen und Wachstum
Grade
1,3
Author
Florian Lüdeke (Author)
Publication Year
2004
Pages
15
Catalog Number
V33426
ISBN (eBook)
9783638339100
Language
German
Tags
Nachhaltigkeitskonzepte Ansatz Ressourcen Wachstum schwach stark Nachhaltigkeit Sustainability sustainable development sustainable development Nachhaltigkeitskonzept Natürliches Human Kapital Kapitalbegriff Solow Hartwick Cobb-Douglas konstant Konsum Daly
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Lüdeke (Author), 2004, Nachhaltigkeitskonzepte - Ein oekonomischer Ansatz zur schwachen Nachhaltigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33426
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint