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Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich

Title: Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich

Diploma Thesis , 2004 , 64 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Malgorzata Krieger (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die International Accounting Standards gewinnen im europäischen Raum immer mehr an Bedeutung, zumal laut der EU-Verordnung vom 19.7.2002 für alle kapitalmarktorientierten Unternehmen eine Verpflichtung besteht, ab dem Wirtschaftsjahr 2005 ihren Konzernabschluss nach den International Accounting Standards / International Financial Reporting Standards aufzustellen. Gleichzeitig dürfen auch nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen die IAS/ IFRS bei der Abschlussaufstellung anwenden.

In der Literatur wird der Begriff der unfertigen Leistungen auch langfristige Auftragsfertigung oder Langfristfertigung genannt. Ihr Merkmal liegt darin, dass sich ihre Fertigung, wie der Begriff selbst schon andeutet, über mehrere Abrechnungsperioden erstreckt.

Die Bilanzierung von unfertigen Leistungen wird in den deutschen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften unterschiedlich behandelt. Daher kann für Unternehmen, die bisher nach handelsrechtlichen Regelungen bilanziert, die Umstellung der Abschlüsse vom HGB auf IAS/IFRS problematisch werden.

Ziel meiner Arbeit besteht darin, die Bilanzierung der unfertigen Leistungen sowohl nach HGB als auch nach IAS/IFRS darzustellen. Nach der kurzen Einleitung werde ich die gesetzlichen Grundlagen zur Bilanzierung sowohl nach HGB als auch nach IAS/IFRS schildern, was vor allem aus der Sicht des Gewinnausweises aber auch der Bewertung und des Ansatzes in der Bilanz notwendig ist. Im darauf folgenden Kapitel werde ich den Ausweis, Ansatz und die Bewertung von unfertigen Leistungen nach beiden Rechnungslegungsvorschriften aufzeigen. Anschließend gehe ich auf den Gewinnausweis nach HGB und IAS ein. Dabei stelle ich unterschiedliche Methoden der Gewinnrealisierung vor. Schließlich werde ich die Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS vergleichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen zu der Bilanzierung nach HGB und IAS/IFRS

2.1. Jahresabschluss nach HGB

2.1.1. Gläubigerschutz

2.1.2. Ausgewählte Bewertungsgrundsätze nach HGB

2.1.2.1. Unternehmensfortführung

2.1.2.2. Bilanzkontinuität

2.1.2.3. Grundsatz der Periodenabgrenzung

2.1.2.4. Vorsichtsprinzip

2.1.2.4.1. Imparitätsprinzip

2.1.2.4.2. Realisationsprinzip

2.1.2.5. Einzelbewertung

2.2. International Accounting Standards

2.2.1. Aufbau der IAS/IFRS

2.2.2. Adressaten des Abschlusses nach IAS/IFRS

2.2.3. Zielsetzung der Rechnungslegung nach IAS/IFRS

2.2.4. Allgemeine Grundsätze der Rechnungslegung nach IAS/IFRS

2.2.4.1. System allgemeiner Rechnungslegungsgrundsätze

2.2.4.2. Grundannahmen

2.2.4.2.1. Periodenabgrenzung

2.2.4.2.2. Unternehmensfortführung

2.2.4.3. Qualitative Anforderungen an Abschluss nach IAS/IFRS

2.2.4.3.1. Grundsatz der Verständlichkeit

2.2.4.3.2. Grundsatz der Relevanz

2.2.4.3.3. Grundsatz der Zuverlässigkeit

2.2.4.3.4. Grundsatz der Vergleichbarkeit

2.2.4.4. Nebenbedingungen

2.2.4.5. True and fair view / fair presentation

3. Ausweis, Ansatz und Bewertung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS

3.1. Handelsrechtliche Bilanzierung von unfertigen Leistungen

3.1.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz

3.1.2. Handelsrechtliche Bewertungsobergrenze

3.1.3. Herstellungskosten

3.1.4. Anschaffungskosten

3.1.5. Beizulegender Wert

3.1.6. Drohverlustrückstellungen

3.1.7. Erhaltene Anzahlungen

3.2. Behandlung von unfertigen Leistungen nach IAS/IFRS

3.2.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz

3.2.2. Ansatz der unfertigen Leistungen

3.2.2.1. Der zu bilanzierende Nettobetrag

3.2.2.2. Auftragskosten

3.2.2.3. Erhaltene Anzahlungen / Teilabrechnungen

4. Methoden der Gewinnrealisierung bei unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich

4.1. Completed – Contract – Methode

4.2. Selbstkostenaktivierung

4.3. Percentage-of-Completion-Methode

4.3.1. Voraussetzungen für die Anwendung der PoC-Methode

4.3.2. Auftragserlöse

4.3.3. Fertigstellungsgrad

4.4. Erfassung des Ertrages zu Auftragskosten

4.5. Teilgewinnrealisierung

5. Vergleich der Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die bilanzielle Behandlung unfertiger Leistungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Anforderungen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und der International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS) gegenüberzustellen und kritisch zu vergleichen.

  • Bilanzielle Behandlung unfertiger Leistungen bei langfristigen Aufträgen.
  • Gegenüberstellung des HGB-Gläubigerschutzprinzips und der anlegerorientierten IAS/IFRS-Rechnungslegung.
  • Analyse von Ausweis, Ansatz und Bewertungsgrundsätzen für unfertige Leistungen.
  • Vergleich der Gewinnrealisierungsmethoden (Completed-Contract-Methode vs. Percentage-of-Completion-Methode).

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Ausweis von unfertigen Leistungen in der Bilanz

Nach dem § 247 Abs.2 HGB gehören zum Anlagevermögen nur solche Vermögensgegenstände, „die bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen.“ Da die von mir geprüften Dienstleistungen mit dem Zweck der Veräußerung an den Kunden gefertigt sind und deshalb nur bis zur Übergabe an den Leistungsempfänger in dem Unternehmen bleiben, gehören sie nicht zum Anlagevermögen, sondern zum Umlaufvermögen.

Um herauszufinden, an welcher Position innerhalb des Umlaufvermögens die unfertigen Leistungen auszuweisen sind, muss man sich die Gliederung der Bilanz anschauen, die im § 266 Abs.2 kodifiziert und im § 266 Abs.1 Satz 2 für Kapitalgesellschaften vorgeschrieben ist. Die Position B. Umlaufvermögen gliedert sich in weitere Unterpositionen. Der korrekten Zuordnung der unfertigen Leistungen liegt ihr Realisationszeitpunkt zugrunde.

Die unfertigen Leistungen, als auftragsbezogene Langfristfertigung definiert, ist ein komplexes Produktionsgeschehen, das oftmals den Charakter einer Einzelfertigung hat und über mehrere Abrechnungsperioden gefertigt wird. Daraus folgt, dass sie über mindestens einen Stichtag hinaus in der Verfügungsmacht des leistenden Unternehmens bleibt.

Wäre die Leistung vollständig beendet, entstünde dem Unternehmen ein Recht gegenüber dem Leistungsempfänger und somit währe sie unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erfassen. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Leistung, die sich noch in Arbeit befindet, deshalb ist sie in der Bilanz unter Position I. Vorräte und weiter unter Nr. 2. unfertige Leistungen auszuweisen. Zu den Vorräten gehören unter anderem Vermögensgegenstände, die zur Weiterveräußerung angeschafft, bzw. hergestellt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der IAS/IFRS im europäischen Raum und Zieldefinition der vergleichenden Analyse unfertiger Leistungen.

2. Theoretische Grundlagen zu der Bilanzierung nach HGB und IAS/IFRS: Erläuterung der fundamentalen Unterschiede zwischen dem gläubigerschutzorientierten HGB und dem anlegerorientierten IAS-Rahmenkonzept.

3. Ausweis, Ansatz und Bewertung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS: Detaillierte Darstellung der handelsrechtlichen und internationalen Bilanzierungsregeln inklusive Bewertungsobergrenzen und Kostenansatz.

4. Methoden der Gewinnrealisierung bei unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich: Analyse der Completed-Contract-Methode sowie der Percentage-of-Completion-Methode hinsichtlich der zeitlichen Gewinnvereinnahmung.

5. Vergleich der Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS: Synthese der Untersuchungsergebnisse, welche die unterschiedlichen Auswirkungen der Regelwerke auf das Jahresabschlussbild aufzeigt.

Schlüsselwörter

Unfertige Leistungen, HGB, IAS, IFRS, Bilanzierung, Bewertung, Herstellungs- und Anschaffungskosten, Gewinnrealisierung, Completed-Contract-Methode, Percentage-of-Completion-Methode, Gläubigerschutz, Rechnungslegungsgrundsätze, Vorräte, Auftragsfertigung, Jahresabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie unfertige Leistungen (langfristige Auftragsfertigung) sowohl nach deutschem Handelsrecht als auch nach internationalen Standards (IAS/IFRS) bilanziell erfasst und bewertet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Neben der theoretischen Einbettung beider Rechnungslegungssysteme liegt der Schwerpunkt auf dem Ausweis in der Bilanz, der Ermittlung der aktivierungsfähigen Kosten und den Methoden der Gewinnrealisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht in einer systematischen Gegenüberstellung der unterschiedlichen Ansätze, um aufzuzeigen, wie diese Regelungen den Gewinnausweis und die Darstellung der Ertragslage beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine komparative Analyse, die gesetzliche Vorschriften und Standard-Frameworks gegenüberstellt, ergänzt durch Fallbeispiele zur Veranschaulichung der praktischen Auswirkungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die spezifische Ausweis- und Bewertungssystematik nach beiden Regelwerken sowie die Methoden zur Gewinnrealisierung, insbesondere die Completed-Contract- versus PoC-Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unfertige Leistungen, HGB, IAS/IFRS, Gewinnrealisierung, Herstellungskosten, Bewertungsstetigkeit und Vorsichtsprinzip.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem gläubiger- und anlegerorientierten Abschluss so wichtig für unfertige Leistungen?

Weil sie den Zeitpunkt der Gewinnrealisierung maßgeblich beeinflusst: Während das HGB durch das Vorsichtsprinzip Gewinne erst bei Realisierung ausweist, ermöglicht der anlegerorientierte IAS-Abschluss eine periodengerechte Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad.

Welche spezifische Problematik ergibt sich bei der "Completed-Contract-Methode"?

Die Methode führt in den Perioden der Fertigung oft zur Ausweisung von Zwischenverlusten, da Kosten aktiviert werden, aber noch keine Erträge gegenüberstehen, was das Ergebnis im Vergleich zur PoC-Methode verzerrt.

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Details

Title
Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich
College
Berlin School of Economics
Grade
1,7
Author
Malgorzata Krieger (Author)
Publication Year
2004
Pages
64
Catalog Number
V32527
ISBN (eBook)
9783638332262
Language
German
Tags
Bilanzierung Leistungen IAS/IFRS Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malgorzata Krieger (Author), 2004, Bilanzierung von unfertigen Leistungen nach HGB und IAS/IFRS im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32527
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