Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, die wissenschaftliche Debatte über das Demokratiedefizit wiederzugeben. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Kontroverse zwischen Hix/Follesdal und Majone/Moravcsik sowie ihren Vorstellungen über Demokratie und das Demokratiedefizit.
Außerdem ist es Ziel der Hausarbeit, das Demokratiedefizit zu charakterisieren und zu untersuchen, inwiefern es der EU mit dem Vertrag von Lissabon gelungen ist, das Demokratiedefizit zu beheben. Dazu werden die Komponenten des Demokratiedefizites und die Neuerungen des Lissabonner Vertrages zusammengetragen und gegenübergestellt. Grundlage hierfür ist eine genaue Literaturrecherche zum Thema.
Den Schlussteil bildet das Fazit, das aus dieser Gegenüberstellung gewonnen werden konnte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die europäische Demokratie
- Der Streit um das Demokratiedefizit
- Mythos Demokratiedefizit
- Majone - Die EU in der Legitimationskrise
- Moravcsik.. Die,,Standard-Version“ des Demokratiedefizites. Charakterisierung des Demokratiedefizites
- Kritikpunkte
- Institutionelle Defizite..
- Strukturelle Defizite
- Mythos Demokratiedefizit
- Der Vertrag von Lissabon....
- Grundlegendes.........
- Neuerungen
- Repräsentative Elemente:
- Partizipative Elemente..
- Stärkung nationaler Parlamente .
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit der Vertrag von Lissabon das Demokratiedefizit der EU behoben hat. Ziel ist es, die wissenschaftliche Debatte über das Demokratiedefizit wiederzugeben und dabei besonders auf die Kontroverse zwischen Hix/Follesdal und Majone/Moravcsik sowie deren unterschiedliche Vorstellungen von Demokratie und dem Demokratiedefizit einzugehen. Die Hausarbeit soll das Demokratiedefizit charakterisieren und untersuchen, ob die EU durch den Vertrag von Lissabon dieses Defizit beheben konnte. Dazu werden die Komponenten des Demokratiedefizites und die Neuerungen des Lissabonner Vertrages gegenübergestellt.
- Demokratiedefizit der EU
- Legitimationskrise der EU
- Kontroverse zwischen Hix/Follesdal und Majone/Moravcsik
- Demokratieverständnis
- Reformen des Vertrags von Lissabon
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Problematik des Demokratiedefizits in der EU im Kontext des "permissiven Konsenses" und der steigenden Anzahl von EU-Gesetzen dar. Sie führt den Vertrag von Lissabon als Reformversuch ein und erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit, die Klärung der Frage, ob das Demokratiedefizit durch den Vertrag von Lissabon behoben wurde.
- Die europäische Demokratie: Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen demokratietheoretischen Herangehensweisen von Hix/Follesdal und Majone/Moravcsik dar. Es wird auf die Bedingungen für eine moderne Demokratie nach Follesdal und das reduzierte Demokratieverständnis von Majone/Moravcsik eingegangen.
- Der Streit um das Demokratiedefizit: Dieses Kapitel beschreibt die zwei Lager in der Debatte um das Demokratiedefizit: Majone/Moravcsik, die ein Demokratiedefizit bestreiten, und Hix/Follesdal, die eine „Standard-Version" des Demokratiedefizits vertreten. Es beleuchtet die Argumente der Autoren, wie sie das Demokratiedefizit definieren und bewerten.
- Kritikpunkte: Dieser Abschnitt analysiert die Kritikpunkte am Demokratiedefizit, sowohl aus institutioneller als auch aus struktureller Sicht.
- Der Vertrag von Lissabon: Dieses Kapitel konzentriert sich auf den Vertrag von Lissabon und seine Neuerungen im Hinblick auf die Stärkung der Demokratie in der EU. Es wird auf die repräsentativen und partizipativen Elemente sowie die Stärkung der nationalen Parlamente eingegangen.
Schlüsselwörter
Die Hauptaugenmerke dieser Arbeit liegen auf den Begriffen Demokratiedefizit, Legitimationskrise, Vertrag von Lissabon, EU-Institutionen, politische Legitimation, Repräsentativität, Partizipation und nationale Parlamente.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel der Hausarbeit zum Vertrag von Lissabon?
Die Arbeit untersucht, inwieweit der Vertrag von Lissabon das oft kritisierte Demokratiedefizit der Europäischen Union beheben konnte.
Welche wissenschaftliche Kontroverse wird in der Arbeit diskutiert?
Es wird die Debatte zwischen Hix/Follesdal, die ein Demokratiedefizit konstatieren, und Majone/Moravcsik, die die EU eher als legitime Zweckverbandsstruktur sehen, gegenübergestellt.
Was sind die "Standard-Kritikpunkte" am Demokratiedefizit der EU?
Dazu gehören institutionelle Defizite wie die schwache Stellung des Parlaments im Vergleich zur Exekutive sowie strukturelle Defizite in der Repräsentation.
Welche Neuerungen brachte der Vertrag von Lissabon für die Demokratie?
Der Vertrag stärkte repräsentative und partizipative Elemente sowie die Rolle der nationalen Parlamente im Gesetzgebungsprozess der EU.
Was versteht man unter der "Legitimationskrise" der EU?
Die Legitimationskrise beschreibt das Problem, dass EU-Entscheidungen zunehmend den Alltag der Bürger beeinflussen, ohne dass diese ausreichend demokratisch legitimiert scheinen.
Wie wird das Demokratieverständnis von Majone und Moravcsik beschrieben?
Sie vertreten ein eher reduziertes Demokratieverständnis, bei dem die EU vor allem durch ihre Effizienz und die Kontrolle durch gewählte nationale Regierungen legitimiert ist.
- Quote paper
- Jan Onno Steenweg (Author), 2016, Die Europäische Demokratie. Inwiefern hat der Vertrag von Lissabon das Demokratiedefizit der EU behoben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324293