Ziel dieser Studienarbeit ist es, Gesundheits- und Medizintourismus zu erläutern und zu unterscheiden sowie die Chancen und Risiken für die medizinischen Leistungsbringer darzustellen. Im Folgenden werden zuerst die Begriffe definiert und voneinander abgegrenzt, die EU-Patientendirektive erklärt und auf die Methodik eingegangen. Im darauffolgenden Kapitel wird dann näher auf die Quellenmärkte eingegangen, die finanziellen Aspekte aufgezeigt, die Haftungsfrage und deren Problem veranschaulicht sowie die interkulturellen Anforderungen, die entstehen, aufgezeigt. Zum Schluss werden die Chancen und Risiken aus Sicht der deutschen Kliniken erläutert und in einem Fazit zusammengefasst.
Patienten rund um den Globus werden mobiler. Zur ästhetisch-plastischen, Herz-, Zahn- oder Augen-OP nach Kolumbien, Mexiko, Südkorea, Thailand, Südafrika oder Dubai? Immer mehr Länder dieser Welt investieren kräftig in ihre Healthcare-Infrastruktur und schreiben sich die medizinische Kompetenz ihrer ärztlichen Spezialisten auf die Fahne, um gezielt Patienten aus dem Ausland anzuziehen. Die Reisenden stehen dabei im Konflikt zwischen Qualität und Preis. Deutschland nimmt mit rund 200.000 ausländischen Patienten pro Jahr eine Sonderrolle im Medizintourismusgeschäft ein.
International gesehen sind deutsche Kliniken aufgrund der Qualität der Leistung, den neusten Technologien und Methoden und der hohen Fachkompetenz der Ärzte oft die letzte Rettung für Schwerkranke. Der geschätzte Umsatz liegt dabei bei rund 1 Milliarde Euro allein für die deutschen Krankenhäuser. Zusätzlich profitieren Hotels, Dolmetscher sowie der Einzelhandel von dem Gesundheits- und Medizintourismus. Doch ergeben sich durch die Behandlung ausländischer Patienten auch Risiken für die deutschen Kliniken?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition Gesundheits- und Medizintourismus
- Gesundheitstourismus
- Medizintourismus
- EU-Patientendirektive
- Methodik
- Ergebnisse
- Quellenmärkte ausländischer Patienten
- Bayern als wichtiger Standort
- Finanzielle Auswirkungen
- Haftung
- Interkulturelle Kompetenzen
- Diskussion
- Chancen ausländischer Patienten für deutsche Kliniken
- Risiken ausländischer Patienten für deutsche Kliniken
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit befasst sich mit dem Gesundheits- und Medizintourismus und analysiert die Chancen und Risiken, die sich für medizinische Leistungserbringer in Deutschland durch die Behandlung ausländischer Patienten ergeben. Ziel ist es, die beiden Begriffe zu definieren und voneinander abzugrenzen, die EU-Patientendirektive zu erläutern und die Methodik der Untersuchung darzulegen. Im weiteren Verlauf werden die Quellenmärkte, die finanziellen Aspekte, die Haftungsfrage und die interkulturellen Anforderungen beleuchtet. Abschließend werden die Chancen und Risiken aus der Perspektive deutscher Kliniken erläutert und in einem Fazit zusammengefasst.
- Definition und Abgrenzung von Gesundheits- und Medizintourismus
- Relevanz der EU-Patientendirektive für die Behandlung ausländischer Patienten
- Analyse der Quellenmärkte und der mengenmäßigen Verteilung ausländischer Patienten
- Bewertung der finanziellen Auswirkungen und der Haftungsfrage
- Herausforderungen und Chancen der interkulturellen Kommunikation in deutschen Kliniken
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Gesundheits- und Medizintourismus in Deutschland dar und skizziert die Zielsetzung und den Aufbau der Studienarbeit.
- Definition Gesundheits- und Medizintourismus: Dieses Kapitel definiert die Begriffe "Gesundheitstourismus" und "Medizintourismus" und grenzt sie voneinander ab. Außerdem wird die EU-Patientendirektive erläutert.
- Methodik: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Studienarbeit, die zur Analyse der Chancen und Risiken des Gesundheits- und Medizintourismus verwendet wurde.
- Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung zu den Quellenmärkten, den finanziellen Auswirkungen, der Haftungsfrage und den interkulturellen Anforderungen.
- Diskussion: In diesem Kapitel werden die Chancen und Risiken ausländischer Patienten für deutsche Kliniken aus den gewonnenen Ergebnissen heraus diskutiert.
Schlüsselwörter
Gesundheits- und Medizintourismus, EU-Patientendirektive, Quellenmärkte, finanzielle Auswirkungen, Haftung, interkulturelle Kompetenzen, Chancen, Risiken, deutsche Kliniken.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Gesundheitstourismus und Medizintourismus?
Gesundheitstourismus fokussiert auf Prävention und Wellness, während Medizintourismus die gezielte Behandlung von Krankheiten oder operative Eingriffe im Ausland umfasst.
Welche Bedeutung hat die EU-Patientendirektive?
Sie regelt die Rechte von Patienten, Gesundheitsleistungen in anderen EU-Mitgliedstaaten in Anspruch zu nehmen und die Kosten von ihrer Versicherung erstattet zu bekommen.
Warum ist Deutschland ein beliebtes Ziel für Medizintouristen?
Deutschland punktet durch hohe medizinische Qualität, modernste Technologien und die hohe Fachkompetenz der Ärzte, oft als „letzte Rettung“ für Schwerkranke.
Welche finanziellen Chancen ergeben sich für deutsche Kliniken?
Ausländische Patienten generieren geschätzte Umsätze von rund 1 Milliarde Euro jährlich für deutsche Krankenhäuser, was zur Finanzierung der Infrastruktur beiträgt.
Welche Risiken bestehen beim Medizintourismus?
Zu den Risiken zählen Haftungsfragen bei Komplikationen, interkulturelle Kommunikationsbarrieren und der organisatorische Mehraufwand für Dolmetscher und spezielle Betreuung.
- Quote paper
- Julia Rainer (Author), 2016, Chancen und Risiken von Gesundheits- und Medizintourismus mit ausländischen Patienten für medizinische Leistungserbringer in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322360