In dieser Arbeit werden die Filme „Gasherbrum - der leuchtende Berg“ von Werner Herzog und „Am Limit“ von Pepe Danquart miteinander verglichen. Mit Hilfe des Dokumentarfilms sollen Rückschlüsse auf das Handeln und die Motivation von Extrem-Bergsteigern ermöglicht werden. Weiterführend wird der Dokumentarfilm als filmisches Medium definiert und in die Geschichte des Films eingeordnet. Nachfolgend werden zwei Dokumentarfilme genauer betrachtet, auf ihre filmischen Mittel untersucht und gegenübergestellt. Eine entscheidende Rolle spielen hierbei die Filmemacher, die scheinbar mit jeweils unterschiedlichen Intensionen und Methoden das Thema Bergsteigen erfassen und aufarbeiten.
Die zeitliche Spanne von 21 Jahren zwischen den beiden Dokumentarfilmen ist ebenfalls ein interessanter Aspekt und kann in den folgenden Ausführungen nur ansatzweise berücksichtigt werden. Am Ende werden beide Filme in einem Fazit ausgewertet und die Handlungsmotive der einzelnen Akteure weitgehend zusammengefasst.
Was treibt Menschen dazu, die Strapazen des Bergsteigens auf sich zu nehmen und den Kampf gegen die Natur zu wagen? Warum ist es so wichtig, dass wir an unsere Grenzen gehen? Wer hält es für die Nachwelt fest und mit welchen Mitteln? Wer macht die Anstrengungen für die Menschen, die es nicht selbst erlebt haben, sichtbar und greifbar? Diese und weitere Fragen werden in der vorliegenden Arbeit behandelt und untersucht.
Die Luft zum Atmen scheint kaum auszureichen. Der Wind weht kalt, unerbittlich seit vielen Tagen und unter den schweren Wanderstiefeln knackt verräterisch der Schnee.
Gletscherspalten und metertiefes Eis lauern bei jedem Schritt. Weit und breit ist keine Menschenseele. Der einzige stete Begleiter ist die Gewissheit, dass, wenn jetzt etwas passiert, niemand helfen kann und keine Rettung kommen wird. In der Nacht sinken die Temperaturen weit unter null Grad Celsius und nagen an den Kräften des menschlichen Körpers. Angetrieben von einer schier unfassbaren Willenskraft werden die letzten Reserven mobilisiert und der Aufstieg auf den in 8000 Metern Höhe liegenden Gipfel verwirklicht.
Der Gewinn: Freude über das Erreichte und die Klarheit, dass einem dieser Augenblick für immer gehört. Der Verlust: möglicherweise Nahtoderfahrungen und Todesangst. Im geringsten Fall erfrorene Finger oder Zehen. Naturgewalten bestimmen den Menschen, doch dieser begibt sich freiwillig in die Extremsituation und nimmt in Kauf, dass am Ende der Expedition der Tod warten könnte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Dokumentarfilm
- Definition des Dokumentarfilms
- Dokumentarfilm und Filmgeschichte
- Spurensuche/Fallanalyse
- Fiktion und Non-Fiktion
- Kamera und Einstellungsgrößen
- Grenzerfahrungen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Motivation und dem Handeln von Extrem-Bergsteigern, die sich freiwillig in extremen Situationen befinden. Durch die Analyse zweier Dokumentarfilme, „Gasherbrum - der leuchtende Berg“ (1984) von Werner Herzog und „Am Limit“ (2007) von Pepe Danquart, sollen Rückschlüsse auf die filmischen Mittel und die Intentionen der Filmemacher gezogen werden. Dabei werden die Filmemacher, die zeitliche Spanne zwischen den Filmen und die verschiedenen Ansätze zur Darstellung des Bergsteigens untersucht.
- Motivation und Handlungsmotive von Extrem-Bergsteigern
- Filmische Mittel und Intentionen der Filmemacher
- Vergleich der beiden Dokumentarfilme und ihre zeitliche Spanne
- Darstellung von Bergsteigen im Dokumentarfilm
- Grenzerfahrungen und die Rolle des Dokumentarfilms
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt die Fragestellung der Arbeit vor. Im zweiten Kapitel wird der Dokumentarfilm als filmische Gattung definiert und in die Filmgeschichte eingebettet. Das dritte Kapitel beinhaltet eine Spurensuche und Fallanalyse, die sich mit den filmischen Mitteln der beiden Dokumentarfilme auseinandersetzt und diese miteinander vergleicht. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bietet eine umfassende Interpretation der beiden Dokumentarfilme.
Schlüsselwörter
Dokumentarfilm, Bergsteigen, Extrem-Bergsteigen, Grenzerfahrungen, Werner Herzog, Pepe Danquart, „Gasherbrum - der leuchtende Berg“, „Am Limit“, Filmgeschichte, filmische Mittel, Motivation, Handlungsmotive.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bergsteiger-Filme werden in der Arbeit verglichen?
Verglichen werden „Gasherbrum - der leuchtende Berg“ (1984) von Werner Herzog und „Am Limit“ (2007) von Pepe Danquart.
Was motiviert Extrem-Bergsteiger laut der Analyse?
Die Motivation liegt oft in der Suche nach Grenzerfahrungen, der Klarheit des Augenblicks und der Mobilisierung letzter Willenskraft im Kampf gegen die Natur.
Wie unterscheiden sich die filmischen Methoden von Herzog und Danquart?
Die Filmemacher nutzen unterschiedliche Intentionen und Einstellungsgrößen, um das Thema Bergsteigen zwischen Fiktion und Non-Fiktion aufzuarbeiten.
Welche Rolle spielt die Zeitspanne zwischen den Filmen?
Zwischen den Filmen liegen 21 Jahre, was Rückschlüsse auf die technische Entwicklung des Dokumentarfilms und veränderte Sichtweisen auf den Extremsport zulässt.
Wie wird der Dokumentarfilm in der Arbeit definiert?
Der Dokumentarfilm wird als filmisches Medium definiert, das reale Ereignisse festhält und in die Filmgeschichte eingeordnet wird.
- Quote paper
- Frank Melz (Author), 2014, Filmemacher des Dokumentarfilms. Zwei Bergsteiger-Dokumentationen im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321654