Tourismus- Zukunft für wirtschaftsschwache Regionen?
Es gibt - in Europa und weltweit - Regionen, die nicht gerade gesegnet sind mit der Eignung als Wirtschaftsstandort. Ein Beispiel wäre das Fichtelgebirge, oder die Alpen-region. Meist haben diese Regionen eine Gemeinsamkeit: relativ dünn besiedelt und „schwieriges Gelände“. Abgelegen oder bergig mangelt es hier an ausreichenden In-dustrieflächen, an kurzen und einfachen Transportwegen für Güter und Menschen.
Oft findet sich in diesen Regionen aber etwas, was in Mitteleuropa leider selten geworden ist, nämlich einigermaßen intakte Natur und schöne Landschaft. Eigentlich prädestiniert für den Tourismus, will jedoch auch der Tourismus als Wirtschaftszweig oft nicht den Durchbruch bringen.
In der Konkurrenz mit Sonnendestinationen wie der Dominikanischen Republik oder Mallorca geraten auch die europäischen Destinationen immer mehr ins Hintertreffen.
Eine kurze Durchleuchtung dieser Situation, der Gründe, sowie Vorschläge, einen Ausweg zu finden, soll diese Arbeit bieten.
Inhaltsverzeichnis
- Tourismus Zukunft für wirtschaftsschwache Regionen?
- Der Begriff der touristischen Destination
- der Urlaub aus der Sicht des Touristen
- die touristische Destination
- Umfang und Abgrenzung einer Destination
- Notwendigkeit des Destinationsmanagements
- globaler Wettbewerb
- niedrige Kundenbindung
- steigende Bedeutung von Marken
- Aufgaben des Destinationsmanagements
- das magische Fünfeck des Destinationsmanagements
- die Koordination der Einzelanbieter
- Marken im Tourismus
- Haupt-Probleme im Destinationsmanagement
- Legitimationsprobleme eines Destinationsmanagements, Kompetenzgerangel und Lobbyismus
- Zielkonflikte
- Zu geringe Möglichkeit der Einflussnahme
- Rolle des Staates im Destinationsmanagement
- öffentlicher Charakter des Destinationsmanagements
- Marktversagen?
- Alternativen zu staatlichem Destinationsmanagement
- rein kommerzielles Destinationsmanagement
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Besonderheiten des Destinationsmanagements und erforscht die Rolle von Tourismus als potentieller Wirtschaftsmotor in strukturschwachen Regionen. Dabei werden die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs, die Notwendigkeit der Kundenbindung und die Bedeutung von Marken für touristische Destinationen beleuchtet.
- Die Definition und Abgrenzung des Begriffs „touristische Destination“
- Die Herausforderungen des Destinationsmanagements im Kontext des globalen Wettbewerbs
- Die Bedeutung von Marken und deren Management im Tourismus
- Die Rolle des Staates im Destinationsmanagement und die Analyse von Marktversagen
- Die Identifizierung von Problemen und Lösungsansätzen im Destinationsmanagement
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Tourismus - Zukunft für wirtschaftsschwache Regionen? Dieses Kapitel beleuchtet die Situation von strukturschwachen Regionen und stellt die Frage, ob Tourismus eine tragfähige Wirtschaftsalternative sein kann. Die Herausforderungen durch den Wettbewerb mit Sonnendestinationen werden thematisiert.
- Kapitel 2: Der Begriff der touristischen Destination Hier wird der Begriff „Destination“ aus Kundensicht definiert und in den Kontext des komplexen Produkts „Urlaub“ gestellt. Die verschiedenen Einzelleistungen, die zum Gesamturlaubserlebnis beitragen, werden betrachtet.
- Kapitel 3: Notwendigkeit des Destinationsmanagements Dieses Kapitel argumentiert für die Notwendigkeit eines gezielten Destinationsmanagements. Der globale Wettbewerb, die niedrige Kundenbindung und die steigende Bedeutung von Marken im Tourismus werden als wesentliche Faktoren hervorgehoben.
- Kapitel 4: Aufgaben des Destinationsmanagements Dieses Kapitel beleuchtet die Aufgaben des Destinationsmanagements und die Bedeutung des magischen Fünfecks. Die Koordination der verschiedenen Anbieter und die Bedeutung von Marken im Tourismus werden analysiert.
- Kapitel 5: Haupt-Probleme im Destinationsmanagement In diesem Kapitel werden die wichtigsten Herausforderungen des Destinationsmanagements, wie z.B. Legitimationsprobleme, Kompetenzgerangel und Zielkonflikte, dargelegt.
- Kapitel 6: Rolle des Staates im Destinationsmanagement Dieses Kapitel befasst sich mit der Rolle des Staates im Destinationsmanagement und untersucht den öffentlichen Charakter dieser Aufgabe. Die Frage nach Marktversagen und alternativen Modellen des Destinationsmanagements wird diskutiert.
Schlüsselwörter
Tourismus, Destination, Destinationsmanagement, globaler Wettbewerb, Kundenbindung, Marken, Markenmanagement, staatliche Förderung, Marktversagen, strukturschwache Regionen, Urlaub, Reiseziel.
Häufig gestellte Fragen
Kann Tourismus wirtschaftsschwachen Regionen eine Zukunft bieten?
Die Arbeit untersucht, ob Tourismus in abgelegenen oder bergigen Regionen (wie dem Fichtelgebirge) als tragfähige Wirtschaftsalternative fungieren kann.
Was versteht man unter dem Begriff 'touristische Destination'?
Eine Destination wird hier aus der Sicht des Touristen als das gesamte Bündel an Leistungen definiert, die den Urlaub ausmachen.
Warum ist Destinationsmanagement heute notwendig?
Aufgrund des globalen Wettbewerbs, niedriger Kundenbindung und der steigenden Bedeutung von Marken ist eine professionelle Koordination unerlässlich.
Was ist das 'magische Fünfeck' des Destinationsmanagements?
Es beschreibt die zentralen Aufgabenbereiche und Ziele, die ein Destinationsmanagement koordinieren muss, um erfolgreich zu sein.
Welche Probleme treten häufig im Destinationsmanagement auf?
Häufige Hürden sind Legitimationsprobleme, Kompetenzgerangel zwischen Akteuren, Lobbyismus und Zielkonflikte.
Welche Rolle spielt der Staat bei der Tourismusförderung?
Die Arbeit analysiert, ob Destinationsmanagement eine öffentliche Aufgabe ist (Marktversagen) oder ob rein kommerzielle Modelle besser geeignet sind.
- Citation du texte
- Andreas Keltsch (Auteur), 2001, Besonderheiten des Destinationsmanagements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3216