Die folgende Seminararbeit befasst sich mit dem Hysterie-Diskurs um 1900 und dessen Widerspiegelung in Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“.
Vor der Analyse des Romans wird Sigmund Freuds „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“ zusammengefasst vorangestellt, sowie weitere Ansätze wiedergegeben, um die damalige Auffassung über Symptome und Verlauf der Krankheit, sowie deren Diagnose nachvollziehbar zu machen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hysterie-Diskurs um 1900
- Effi Briest
- Fontanes Auseinandersetzung mit der Krankheit Hysterie
- Charakterisierung der Figur Effi Briest
- Hysterie-Analyse
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Hysterie-Diskurs um 1900 und dessen Widerspiegelung in Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“. Sie analysiert den Roman im Kontext der damaligen medizinischen und wissenschaftlichen Debatten über Hysterie.
- Die Darstellung von Hysterie in der Literatur und Medizin um 1900
- Die Analyse der Figur Effi Briest im Hinblick auf Symptome der Hysterie
- Die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Theorien und Ansichten über Hysterie im Roman
- Der Vergleich der Figur Effi Briest mit Freuds Patientin Dora
- Die Frage nach der Bedeutung des Hysterie-Diskurses für das Verständnis des Romans
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Hysterie-Diskurses um 1900 ein und stellt die Relevanz des Romans „Effi Briest“ für die Untersuchung dar. Das Kapitel „Hysterie-Diskurs um 1900“ beleuchtet die verschiedenen Ansichten und Theorien über Hysterie, die im späten 19. Jahrhundert vorherrschten. Das Kapitel „Effi Briest“ analysiert die Figur Effi Briest im Hinblick auf Symptome der Hysterie und untersucht, wie der Roman den Hysterie-Diskurs widerspiegelt. Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die Bedeutung des Hysterie-Diskurses für das Verständnis des Romans.
Schlüsselwörter
Hysterie, Hysterie-Diskurs, Theodor Fontane, Effi Briest, Sigmund Freud, Jean-Martin Charcot, Josef Breuer, Lilo Weber, Paul Julius Möbius, Otto Weininger, dissoziative Störung, Konversionsstörung, Krankengeschichte, Symptome, Analyse, Roman, Literatur, Medizin, Wissenschaft, 19. Jahrhundert
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Hysterie-Diskurs um 1900?
Um 1900 war Hysterie ein zentrales Thema in Medizin und Gesellschaft. Es wurde intensiv über die Ursachen (oft psychisch oder sexuell gedeutet) und Symptome dieser damals weit verbreiteten Diagnose debattiert.
Wie spiegelt sich Hysterie in Fontanes „Effi Briest“ wider?
Die Arbeit analysiert, inwieweit die Figur Effi Briest Symptome zeigt, die damals als hysterisch galten, und wie Fontane medizinische Ansichten seiner Zeit literarisch verarbeitete.
Welche Rolle spielt Sigmund Freud in dieser Analyse?
Freuds „Bruchstück einer Hysterie-Analyse“ (Fall Dora) dient als theoretische Grundlage, um die Diagnosemethoden und das Verständnis der Krankheit um die Jahrhundertwende nachzuvollziehen.
Wer war Jean-Martin Charcot?
Charcot war ein bedeutender Neurologe, dessen Theorien zur Hysterie den Diskurs maßgeblich prägten und auch Einfluss auf die Literatur und Freuds Arbeiten hatten.
Gilt Effi Briest heute noch als „hysterisch“?
Aus moderner Sicht werden Effis Symptome eher als Reaktionen auf gesellschaftliche Zwänge oder als psychosomatische Störungen (Konversionsstörungen) interpretiert, was die Arbeit im historischen Kontext beleuchtet.
- Quote paper
- Carolin Strehmel (Author), 2013, Der Hysterie-Diskurs um 1900 am Beispiel von Theodor Fontanes „Effi Briest“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320770