Die Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft, welche zu 97 Prozent von kleinen und Kleinstunternehmen geprägt ist, funktioniert oft anders als klassische Wirtschaftsbranchen. Sie ist zwar überdurchschnittlich wachstumsstark und hochgradig innovativ, jedoch arbeiten die Kultur- und Kreativschaffenden vielfach mit Methoden und Denkansätzen, welche nicht mit den damals bestandenen und immer noch bestehenden Förderstrukturen korrelieren.
Ein Grund dafür ist, weil die unternehmerische Aktivität der Kultur- und Kreativschaffenden offen und unvoreingenommen geschieht. Dabei fehlt es oftmals an unternehmerischem Know-How aber auch und vor allem an juristischem Hintergrundwissen, welches neben der Kreativität die Qualifizierung ausmacht, eine Unternehmung in der Kultur- und Kreativwirtschaft vom Grundstein der Idee, bis zum Umsatz generierenden Unternehmen, erfolgreich zu gründen und leiten.
Diese Arbeit soll diesen weniger kreativen – dafür umso wichtigeren Aspekt, einer gut durchdachten rechtlichen Herangehensweise für eine erfolgreiche Unternehmensgründung in der Kultur- und Kreativwirtschaft aufgreifen und als „Mittlerfunktion“ in Gestalt einer Ratgeberbroschüre dienen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Begriffsabgrenzung Kultur & Kreativwirtschaft
- 1.1 Kulturwirtschaft
- 1.2 Kreativwirtschaft
- 2. Rechtlicher Rahmen in der Kultur- & Kreativwirtschaft
- 2.1 Freier Beruf und Gewerbe
- 2.1.1 Freier Beruf
- 2.1.2 Gewerbe
- 2.1.3 Abgrenzung Freier Beruf vs. Gewerbe
- 2.2 Teamarbeit und ihre Rechtsformen
- 2.2.1 Die Vorteile von Teamarbeit bei einer Neugründung
- 2.2.2 Freiberufliches Einzelunternehmen
- 2.2.3 Gesellschaft bürgerlichen Rechts
- 2.2.4 Alternative Rechtsformen für die Gründung einer Gesellschaft
- 2.3 Anmeldung und Behörden
- 2.4 Künstlerverträge
- 2.4.1 Vertragsform
- 2.4.2 Die Beschreibung des Werkes oder der Leistung
- 2.4.3 Lieferung und Leistung
- 2.4.4 Das Honorar
- 2.4.5 Zahlungsmodalitäten
- 2.5 Urheberrecht
- 2.5.1 Definition
- 2.5.2 Nutzungsrechte: Buy-out
- 2.5.3 Fairnessausgleich
- 2.6 Künstler und Steuern
- 2.6.1 § 18 Einkommensteuergesetz – Künstlerische Tätigkeit
- 2.6.2 anzusetzende Einnahmen
- 2.6.3 Steuersprung
- 2.6.4 Umsatz – bzw. Vorsteuer
- 2.6.5 Kleinunternehmerregelung
- 2.7 Künstlersozialkasse
- 2.7.1 Definition und Voraussetzungen
- 2.7.2 Mindestjahreseinkommen
- 2.7.3 Zielsetzung des Künstlersozialversicherungsgesetzes
- 2.1 Freier Beruf und Gewerbe
- 3. Praxisbeispiel: Selbständiger Künstler
- 3.1 Lebenslauf
- 3.2 Rechtliche Einordnung
- 3.2.1 Selbständige Tätigkeit
- 3.2.2 Gesellschafter einer Personengesellschaft
- 3.2.3 Künstlersozialkasse
- 4. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Buch "Selbständigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft" von Tony Kuhne bietet eine umfassende Einführung in den rechtlichen Rahmen für die Gründung und Führung eines Unternehmens in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Es richtet sich an alle, die sich selbständig machen wollen und die rechtlichen Grundlagen verstehen müssen, um erfolgreich zu sein.
- Abgrenzung der Begriffe Kultur- und Kreativwirtschaft
- Rechtliche Rahmenbedingungen für Selbstständige in der Kultur- und Kreativwirtschaft
- Relevante Rechtsformen für Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft
- Künstlerverträge und Urheberrecht
- Steuern und Künstlersozialkasse
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel des Buches befasst sich mit der Abgrenzung der Begriffe Kultur- und Kreativwirtschaft. Es werden die verschiedenen Definitionen und Merkmale dieser Wirtschaftsbereiche erläutert.
Kapitel zwei beschäftigt sich mit dem rechtlichen Rahmen für Selbstständige in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Es werden die verschiedenen Rechtsformen für Unternehmen vorgestellt und die relevanten Gesetze und Verordnungen erläutert.
Kapitel drei fokussiert auf Künstlerverträge und das Urheberrecht. Es werden verschiedene Vertragsformen und deren rechtliche Aspekte diskutiert.
Kapitel vier behandelt die Themen Steuern und Künstlersozialkasse. Es werden die relevanten Gesetze und Regelungen für Selbstständige in der Kultur- und Kreativwirtschaft erläutert.
Das fünfte Kapitel stellt ein Praxisbeispiel für einen selbstständigen Künstler vor und erläutert die rechtliche Einordnung seiner Tätigkeit.
Schlüsselwörter
Kulturwirtschaft, Kreativwirtschaft, Selbstständigkeit, Recht, Rechtsformen, Unternehmen, Künstlerverträge, Urheberrecht, Steuern, Künstlersozialkasse, Praxisbeispiel
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Besonderheiten der Kultur- und Kreativwirtschaft?
Die Branche ist geprägt von 97 % kleinen und Kleinstunternehmen. Sie ist hochgradig innovativ, arbeitet aber oft mit Methoden, die nicht mit klassischen Wirtschaftsstrukturen korrelieren.
Wie unterscheidet man einen Freien Beruf von einem Gewerbe?
Freie Berufe (z. B. Künstler, Publizisten) erbringen Leistungen aufgrund besonderer beruflicher Qualifikation und unterliegen nicht der Gewerbesteuer, während gewerbliche Tätigkeiten eine Gewerbeanmeldung erfordern.
Was ist die Künstlersozialkasse (KSK) und wer ist versicherungspflichtig?
Die KSK ermöglicht selbstständigen Künstlern und Publizisten den Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung, wobei der Versicherte nur den Arbeitnehmeranteil zahlt.
Welche rechtlichen Aspekte sind bei Künstlerverträgen wichtig?
Zentrale Punkte sind die genaue Leistungsbeschreibung, Honorarvereinbarungen, Zahlungsmodalitäten sowie die Regelung von Nutzungsrechten (Urheberrecht).
Was versteht man unter einem "Buy-out" im Urheberrecht?
Ein Buy-out ist eine vertragliche Regelung, bei der der Urheber gegen eine Pauschalzahlung alle oder weitreichende Nutzungsrechte an seinem Werk zeitlich und räumlich unbegrenzt abtritt.
- Quote paper
- Tony Kuhne (Author), 2015, Selbständigkeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft. Erläuterung des rechtlichen Rahmens als Grundlage einer erfolgreichen Unternehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319723