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Einwände gegen das dreigliedrige Schulwesen. Entstehung, Entwicklung und mögliche Alternativen

Title: Einwände gegen das dreigliedrige Schulwesen. Entstehung, Entwicklung und mögliche Alternativen

Term Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Laura Fiedler (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die folgende Arbeit führt Einwände gegen das dreigliedrige Schulwesen auf und bietet Alternativen. Zuerst soll auf die Entstehung und die Entwicklung dieses Systems eingegangen werden.

Das Schulsystem in Deutschland lässt sich nicht kurz und knapp in Worte fassen, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind groß. Viele davon halten an dem dreigliedrigen Schulwesen, welches die Aufteilung in Haupt, bzw. Mittelschule, Realschule und Gymnasium umfasst, fest. Doch diese Dreiteilung steht schon lange in der Kritik und ist längst nicht mehr zeitgemäß. Sie entstand bereits in Zeiten des Ständewesens und vermittelt auch heute noch den Eindruck, dass sich die Begabung der Schüler in drei Gruppen einteilen lässt. Doch dies ist nicht mehr so einfach pauschalisierbar, eigentlich war es das nie.

Die Gesellschaft hat sich in den vergangen Jahrzehnten durch den demografischen Wandel, Migrationsbewegungen und Globalisierung stark verändert, doch das dreigliedrige Schulwesen blieb in weiten Teilen Deutschlands bestehen. Nun sollte darüber nachgedacht werden, ob es nicht auch an der Zeit ist, dieses veraltete Schulsystem zu reformieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung des dreigliedrigen Schulwesens

3. Einwände gegen die Dreigliedrigkeit

3. 1 Kritik an der Frühauslese

3. 2 Mangelnde Chancengleichheit und deren Folgen

3. 3 Fehlende Integration

3.4 Problem der sinkenden Schülerzahlen

4. Die integrative Gesamtschule als Alternative

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit setzt sich kritisch mit dem traditionellen dreigliedrigen Schulsystem in Deutschland auseinander, analysiert dessen historische Entstehung sowie strukturelle Defizite und untersucht die integrative Gesamtschule als zukunftsfähige Alternative zur Förderung von Chancengleichheit und Integration.

  • Historische Wurzeln und Entwicklung des dreigliedrigen Schulsystems
  • Kritische Analyse der frühen Selektion nach der vierten Jahrgangsstufe
  • Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft, Chancengleichheit und Bildungserfolg
  • Integrationsproblematiken und demografische Herausforderungen (sinkende Schülerzahlen)
  • Vorteile des integrativen Schulmodells und der pädagogischen Binnendifferenzierung

Auszug aus dem Buch

3. 1 Kritik an der Frühauslese

Mit Ausnahme von Berlin und Brandenburg erfolgt die Zuordnung zu den verschiedenen weiterführenden Schularten in allen Bundesländern nach der vierten Jahrgangsstufe. Das heißt, dass schon in sehr frühem Alter über die weitere Bildungslaufbahn der Kinder entschieden wird.

Bereits 1997 kritisierte der Autor Günter Dresselhaus diese frühe Selektion, indem er wissenschaftliche Untersuchungen aufzeigte, die nachgewiesen haben, dass „bei der frühen Differenzierung nach dem 4. Schuljahr die Bildungserwartung des Elternhauses ein wichtiger Entscheidungsfaktor für die Wahl der Schulform ist“ und „die Beurteilung von Grundschulleistungen Kinder aus unteren Gesellschaftsschichten in mehrfacher Hinsicht benachteiligt.“ An dieser Tatsache hat sich seitdem nichts geändert, auch heute hängt die Wahl der weiterführenden Schulform in hohem Maße von der sozialen Schichtzugehörigkeit ab. Hinzu kommt, dass es keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen Noten in der Grundschule und den Leistungen in weiterführenden Schulen gibt.

Es ist also mehr als fraglich, die Schüler und Schülerinnen bereits mit neun oder zehn Jahren aufgrund ihrer Leistung und angeblichen Begabung zu trennen, zumal die Auslese zu einem Zeitpunkt stattfindet, in welchem die kognitiven-intellektuellen Funktionen des Gehirns im Normalfall noch nicht vollständig entwickelt sind. In diesem Alter herrschen teils große Entwicklungsunterschiede. Während die einen geistig bereits relativ reif sind und auch keine Probleme beim Aneignen des Unterrichtsstoffes haben, sind die anderen leistungsschwächer und können dem Unterricht nur schwer folgen. Dies heißt aber nicht, dass diese Kinder deshalb nicht das Potential besitzen, später einmal einen höheren Abschluss zu erwerben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Kritik am dreigliedrigen Schulsystem und stellt die Notwendigkeit einer Reform angesichts gesellschaftlicher Veränderungen wie Globalisierung und Migrationsbewegungen dar.

2. Entstehung des dreigliedrigen Schulwesens: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Schulwesens aus dem Ständewesen des 19. Jahrhunderts bis hin zur Beibehaltung der Strukturen in der Nachkriegszeit nach.

3. Einwände gegen die Dreigliedrigkeit: Hier werden die zentralen Kritikpunkte beleuchtet, insbesondere die problematische Frühauslese, mangelnde Chancengleichheit, Integrationshemmnisse und die Auswirkungen demografischer Rückgänge.

4. Die integrative Gesamtschule als Alternative: Das Kapitel erläutert die Funktionsweise und pädagogischen Vorteile der integrativen Gesamtschule als flexibles System, das individuelle Förderung ermöglicht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das dreigliedrige System aufgrund seiner historischen Überholtheit und sozialen Ungerechtigkeit dringend eine Modernisierung benötigt.

Schlüsselwörter

Dreigliedriges Schulsystem, Frühauslese, Chancengleichheit, Gesamtschule, Bildungsbiografie, soziale Herkunft, Bildungsbenachteiligung, Integration, demografischer Wandel, Schulformwechsel, individuelle Förderung, Selektion, Schulerfolg, Bildungsgerechtigkeit, Sekundarstufe I.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das deutsche dreigliedrige Schulsystem, hinterfragt dessen zeitgemäße Relevanz und diskutiert die negativen Folgen der frühen Schultyp-Selektion.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt historische Hintergründe, die soziale Dimension der Schulwahl, Integrationsaspekte bei Migrationshintergrund und die Auswirkungen sinkender Schülerzahlen ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Einwände gegen das bestehende dreigliedrige Schulwesen aufzuzeigen und die integrative Gesamtschule als eine gerechtere Alternative zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender wissenschaftlicher Studien und bildungspolitischer Analysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Frühauslese, soziale Ungerechtigkeiten, das Scheitern von Integration im getrennten System und die Herausforderungen durch den demografischen Wandel erörtert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Chancengleichheit, Selektion, soziale Schichtzugehörigkeit, individuelle Förderung und das Ziel der Bildungsreform.

Warum wird die Selektion nach der vierten Klasse kritisiert?

Der Hauptkritikpunkt ist, dass die kognitive Entwicklung in diesem Alter noch nicht abgeschlossen ist und die Schulwahl oft stärker vom Elternhaus als von der tatsächlichen Begabung abhängt.

Wie beeinflussen sinkende Schülerzahlen das Schulsystem?

Sinkende Zahlen führen zur Schließung von Standorten, was ein Argument für die Vereinheitlichung der Schulstruktur zur Sicherung der Qualität und Erreichbarkeit darstellt.

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Details

Title
Einwände gegen das dreigliedrige Schulwesen. Entstehung, Entwicklung und mögliche Alternativen
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
bestanden
Author
Laura Fiedler (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V319550
ISBN (eBook)
9783668187009
ISBN (Book)
9783668187016
Language
German
Tags
einwände schulwesen entstehung entwicklung alternativen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Fiedler (Author), 2016, Einwände gegen das dreigliedrige Schulwesen. Entstehung, Entwicklung und mögliche Alternativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319550
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