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Die Möglichkeit der Kursmanipulation im High Frequency Trading und deren Auswirkungen auf das Price Discovery

Titel: Die Möglichkeit der Kursmanipulation im High Frequency Trading und deren Auswirkungen auf das Price Discovery

Hausarbeit , 2016 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Patrick W. (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Einfluss der verschiedenen Aktivitäten und Strategien auf die Preisfindung an den Märkten sowie die Kursentwicklung darzustellen. Darüber hinaus werden die daraus resultierenden Problematiken beschrieben. Dazu sollen sowohl die kursmanipulierenden Strategien sowie die Regulierungsmaßnahmen vorgestellt werden.

Die Seminararbeit untergliedert sich in vier Kapitel. Zur Hinführung wird mit einer Einführung und der Problemstellung begonnen. Das Kapitel zwei erläutert die ausgewählten Strategien und untersucht die Auswirkungen auf die Preisfindung bzw. Kursmanipulation. Das darauffolgende Kapitel drei geht auf die verschiedenen Regulierungsmaßnahmen ein. Im abschließenden Kapitel vier wird eine Zusammenfassung gegeben und Schlussfolgerungen gezogen.

„Zeit ist Geld“ – dieses berühmte Zitat von Benjamin Franklin wird von den High Frequency Tradern umgesetzt. High Frequency Trading (HFT) ist eine Handelstechnik, bei der die Wertpapiertransaktionen, wie zum Beispiel Aktien, Devisen oder Derivate, durch Hochleistungscomputer in sehr hoher Geschwindigkeit gehandelt werden.

Die moderne Handelstechnik hat sich in der jüngeren Vergangenheit an den Finanzmärkten entwickelt und etabliert. HFT umfasst die Marktanalyse, Entscheidungsfindung und Handelsausführung (Order) innerhalb von Millisekunden. Charakteristisch für dieses Tradingverfahren ist es, Wertpapierpositionen nicht über Nacht zu halten, sondern innerhalb kürzester Zeit zu kaufen bzw. verkaufen und hierdurch minimalste Gewinne je Order zu realisieren. Diese Berechnungen und deren Abwicklung erfolgen über einen Algorithmus, weshalb HFT als Untergruppe des Algorithmic Trading (AT) bezeichnet wird. Hieran ist bereits erkenntlich, dass HFT aufgrund der Komplexität in der Regel professionellen An-legern, wie beispielsweise Investmentbanken oder Hedgefonds vorbehalten ist, da ein entsprechendes Know-How sowohl aus technischer Sicht, als auch im persönlichen Bereich notwendig ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einführung und Problemstellung

1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit

2 Möglichkeit der Preis- bzw. Kursbeeinflussung am Aktienmarkt

2.1 Price Discovery

2.2 Ausgewählte Handelsstrategien im Bereich der Kursbeeinflussung

2.2.1 kurs- und preismanipulative Strategien

2.2.2 weitere Formen der Kursbeeinflussung

2.3 Untersuchung auf Volatilität und Kursdifferenzen

2.3.1 Modellaufbau und -annahmen

2.3.2 Modellergebnis und -interpretation

3 Regulatorische Betrachtung des High Frequency Trading in Deutschland

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von High Frequency Trading (HFT) auf die Preisfindung am Aktienmarkt sowie die Möglichkeiten der gezielten Kursmanipulation durch algorithmische Handelsstrategien. Ein zentrales Ziel ist die Analyse der Auswirkungen dieser Strategien auf Marktvolatilität und Kursdifferenzen, ergänzt durch eine kritische Betrachtung der regulatorischen Maßnahmen in Deutschland.

  • Grundlagen der Preisfindung und des High Frequency Trading.
  • Analyse marktmanipulativer Handelsstrategien wie Quote Stuffing, Layering und Momentum Ignition.
  • Empirische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Handelsvolumen, Volatilität und Kursunterschieden am Beispiel des DAX.
  • Überblick über regulatorische Rahmenbedingungen wie das deutsche Hochfrequenzhandelsgesetz (HFG) und MiFID II.
  • Diskussion der Auswirkungen auf Markttransparenz und Anlegerschutz.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 kurs- und preismanipulative Strategien

Nicht alle Strategien, welche den Kursbildungsprozess kurzzeitig beeinflussen, zielen darauf ab, primär Gewinne zu erwirtschaften. Die Zielsetzung dieser Praktiken liegt oftmals darin, den Markt aktiv zu verunsichern, um dann beispielsweise über Abitragestrategien zu profitieren. In den Orderbüchern werden häufig kurzzeitige Gebote festgestellt, die nach Reaktion der Handelsparteien sofort wieder gelöscht werden. Diese Gebote haben nicht die Absicht einer anschließenden Kursplatzierung, sondern sind darauf ausgelegt, den Markt zu testen bzw. den Markt bewusst zu irritieren.

Das Quote Stuffing zählt zu der am weitesten verbreiteten Form der Kursmanipulation und wird als eine Art Spam-and-Cancel Strategie beschrieben. Der HFT-Händler sendet dabei aus handelstaktischen Gründen eine große Anzahl an Ordern pro Sekunde, welche ebenso schnell wieder unausgeführt gelöscht werden. Die dabei entstehende Annullierungsrate führt zu einer erhöhten Divergenz zwischen dem tatsächlichen Handelsvolumen und der Liquidität am Markt. Diese Aktivitäten erstrecken sich meist im Bereich von Millisekunden bis maximal zwei Sekunden. Die nachfolgende Abbildung 2 zeigt, dass bei vorherrschenden Quote Stuffing-Aktivitäten am STOXX 600 der durchschnittliche Spread der Kauf- und Verkaufskursen deutlich ansteigt, was wiederum eine negative Auswirkung auf die klassische Preisfindung ist. Verstärkende Effekte werden morgens und am frühen Nachmittag festgestellt.

Mit dieser Taktik wird beabsichtigt, die weiteren Parteien am Markt zu irritieren und seine eigene Strategie mehr oder minder zu vertuschen. Die aus den Ordern entstehende Datenflut verlangsamen die Rechnungszeiten der Gegenparteien, währenddessen der eigene Algorithmus diese erkennt und als falsch wahrnimmt. Hierdurch erspart sich der Trader Zeit und erspielt sich somit einen Vorteil am Markt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des High Frequency Trading (HFT) ein, definiert die Technologie und stellt die Problemstellung sowie das Ziel der Arbeit dar.

2 Möglichkeit der Preis- bzw. Kursbeeinflussung am Aktienmarkt: Dieses Kapitel erläutert den Preisfindungsprozess, analysiert verschiedene Manipulationsstrategien und untersucht mittels eines Modells den Zusammenhang zwischen HFT, Handelsvolumen und Volatilität.

3 Regulatorische Betrachtung des High Frequency Trading in Deutschland: Hier wird die notwendige Regulierung des Hochfrequenzhandels durch das deutsche Hochfrequenzhandelsgesetz und europäische Richtlinien wie MiFID II beleuchtet.

4 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die positiven wie negativen Auswirkungen des HFT auf den Kapitalmarkt.

Schlüsselwörter

High Frequency Trading, Kursmanipulation, Preisfindung, Algorithmic Trading, Quote Stuffing, Layering, Volatilität, Aktienmarkt, Hochfrequenzhandelsgesetz, MiFID II, Markttransparenz, Handelsvolumen, Event-Trading, Momentum Ignition, Finanzmarktregulierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Mechanismen des High Frequency Trading (HFT) und untersucht, wie diese Technologie genutzt werden kann, um Kurse am Aktienmarkt zu manipulieren oder zu beeinflussen.

Welche Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themenfelder sind die Preisfindung am Markt, spezifische algorithmische Handelsstrategien, die statistische Korrelation zwischen HFT-Aktivitäten und Marktvolatilität sowie die rechtliche Regulierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie HFT-Strategien aktiv und passiv die Preisbildung beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die Marktmechanismen und die Anlegersicherheit hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine empirische Modellrechnung, bei der historische DAX-Daten zur Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Handelsvolumen und Kursunterschieden verwendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Preisfindung, die Analyse manipulativer Praktiken (z.B. Quote Stuffing, Layering) und die regulatorische Einordnung durch Gesetze in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind High Frequency Trading, Kursmanipulation, Preisfindung, HFG, Volatilität und algorithmische Strategien.

Welche spezifischen Manipulationsstrategien werden im Detail erläutert?

Das Dokument geht detailliert auf "Quote Stuffing", "Layering" (sowie Spoofing), "Momentum Ignition" und "Event-Trading" als Formen der Einflussnahme ein.

Was zeigt das Modell zur empirischen Analyse im DAX?

Das Modell zeigt eine positive Korrelation zwischen hohen Handelsvolumina und größeren Tagesunterschieden sowie eine negative Korrelation zwischen dem Handelsvolumen und der historischen VDAX-Volatilität.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Aufsichtsbehörden?

Die Arbeit betont, dass Aufsichtsbehörden durch Gesetze wie das HFG stärkere Befugnisse erhalten haben, um marktschädliche Praktiken zu identifizieren und zu verbieten, wobei eine ständige Anpassung an die Innovationskraft des Marktes erforderlich bleibt.

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Details

Titel
Die Möglichkeit der Kursmanipulation im High Frequency Trading und deren Auswirkungen auf das Price Discovery
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH Mannheim
Veranstaltung
FInanzen
Note
1,3
Autor
Patrick W. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V319403
ISBN (eBook)
9783668193925
ISBN (Buch)
9783668193932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
möglichkeit kursmanipulation high frequency trading auswirkungen price discovery
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick W. (Autor:in), 2016, Die Möglichkeit der Kursmanipulation im High Frequency Trading und deren Auswirkungen auf das Price Discovery, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319403
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Leseprobe aus  24  Seiten
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