Einleitung
Seit dem 1. Mai 2004 ist es soweit, die Europäische Union besteht aus zehn weiteren Mitgliedern: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, die Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Durch die Erweiterung auf 25 Ländern besteht die Europäische Union nun aus 453,8 Mio.¹ Einwohnern, 21 Sprachen und ca. 40 000 Kilometer Küste der größte Binnenmarkt der Welt. Hierdurch entstehen neu, größere und attraktivere Märkte insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland. Das vergrößerte Marktpotential in der Absatz- und Beschaffungsmärkten ist hierbei ein wichtiger Faktor. In den Beitrittsländern besteht ein wirtschaftlicher Nachholbedarf. Hieran kann Deutschland mit seinen traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen zu den Staaten in Mittel – und Osteuropa in besonderem Maße teilhaben. Die wirtschaftliche Erweiterung, im eigentlichen Sinne, ist jedoch bereits vollzogen. Die Kooperationsbeziehungen müssen jetzt lediglich gefestigt und ausgebaut werden, damit eine breite Kooperations- und Wirtschaftsverbindung gewährleistet werden kann. „Internationale Arbeitsteilung und internationaler Handel lohnen sich für die beteiligten Länder immer, da die Produkte dort hergestellt werden können, wo ihre Produktion am günstigsten ist oder wo komparative Kostenvorurteile bestehen“ ² Somit stellt sich dieser Arbeit die Frage, welche Faktoren die internationale Arbeitsteilung im besonderen Maße beeinflussen und welche Auswirkungen im Bezug auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Beitrittstaaten entstehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Internationale Arbeitsteilung
2.1 Definitionen
2.2 Vorteile
2.3 Nachteile
3 Produktionsverfahren
3.1 Arbeit
3.2 Boden
3.3 Kapital
4 Die Sektoren der Volkswirtschaft
4.1 Primärer Sektor
4.2 Sekundärer Sektor
4.3 Tertiärer Sektor
4.4 Quartärer Sektor
5 Änderungen und Auswirkungen durch EU – Erweiterung
5.1 Einreisebestimmungen
5.2 Arbeitnehmerfreizügigkeit
5.3 Dienstleistungsfreizügigkeit
5.4 Niederlassungsfreiheit
5.5 Freier Kapitalverkehr
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Faktoren der internationalen Arbeitsteilung vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung und analysiert, ob diese mit einer massiven Verlagerung von Arbeitsplätzen in die neuen Beitrittsstaaten einhergeht.
- Volkswirtschaftliche Grundlagen der internationalen Arbeitsteilung
- Struktur der Produktionsfaktoren und Sektoren der Volkswirtschaft
- Rechtliche Rahmenbedingungen der EU-Erweiterung (Freizügigkeiten)
- Bewertung des Verlagerungspotenzials von Arbeitsplätzen in Beitrittsstaaten
Auszug aus dem Buch
Internationale Arbeitsteilung
Arbeitsteilung: Zerlegung einer Aufgabe in Teilaufgaben, die von verschiedenen Akteuren (Menschen, Unternehmen, Länder) wahrgenommen werden. Die Zerlegung schafft das Folgeproblem der Koordination, weil die Teilbeiträge so organisiert und gesteuert werden müssen, dass sie das gewünschte Ergebnis erreichen. Formen der Arbeitsteilung sind Mengenteilung und Spezialisierung (Zentralisierung).
Unter Arbeitsteilung versteht man jede Form der Aufteilung der gesellschaftlichen Produktion von Gütern und Dienstleistungen in unterschiedliche Teilprozesse, die dann von verschiedenen Wirtschaftseinheiten (Produzenten, Produktionsstätten, Regionen) ausgeführt werden. Jede Form der Arbeitsteilung setzt eine entsprechende Form der Arbeitsvereinigung, d.h. der gesellschaftlichen Organisation der Zusammenführung der verschiedenen Teilprozesse voraus.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die EU-Erweiterung zum 1. Mai 2004 und die daraus resultierenden Chancen für den europäischen Binnenmarkt und die deutsche Wirtschaft.
2 Internationale Arbeitsteilung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Arbeitsteilung und erörtert sowohl die Vorteile, wie Kostensenkungen, als auch Nachteile, etwa die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen.
3 Produktionsverfahren: Hier werden die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital theoretisch erläutert.
4 Die Sektoren der Volkswirtschaft: Die Gliederung der Wirtschaft in Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärsektor wird differenziert dargestellt.
5 Änderungen und Auswirkungen durch EU – Erweiterung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Auswirkungen verschiedener Freizügigkeitsregelungen auf den Arbeitsmarkt und das Potenzial zur Arbeitsplatzverlagerung.
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung der Festigung der Kooperationsbeziehungen im erweiterten europäischen Markt.
Schlüsselwörter
Internationale Arbeitsteilung, EU-Erweiterung, Volkswirtschaftslehre, Produktionsfaktoren, Globalisierung, Kostenvorteile, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Dienstleistungsfreiheit, Niederlassungsfreiheit, Kapitalverkehr, Binnenmarkt, Strukturwandel, Wirtschaftsbeziehungen, Arbeitsplatzverlagerung, Spezialisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Mechanismen der internationalen Arbeitsteilung im Kontext der EU-Erweiterung um zehn Staaten im Jahr 2004.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Neben den theoretischen Grundlagen der Arbeitsteilung und der Sektoren der Volkswirtschaft liegt der Schwerpunkt auf den rechtlichen Neuregelungen durch die EU-Erweiterung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die EU-Erweiterung zu einer signifikanten Verlagerung von Arbeitsplätzen in die neuen Beitrittsstaaten führen wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse ökonomischer Grundlagen sowie der Untersuchung aktueller rechtlicher Rahmenbedingungen der Europäischen Union.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung der Produktionsfaktoren und Sektoren sowie eine detaillierte Analyse der fünf zentralen Freizügigkeitsbereiche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Internationale Arbeitsteilung, EU-Osterweiterung, Kostenvorteile und die verschiedenen Freizügigkeitsrechte.
Hat die Arbeitnehmerfreizügigkeit direkte Auswirkungen auf die Arbeitsplatzverlagerung?
Nach Einschätzung des Autors hat sie keine unmittelbaren Auswirkungen, da die Mitgliedsstaaten durch Übergangsregelungen weiterhin national entscheiden können.
Welcher Faktor könnte am ehesten eine Arbeitsplatzverlagerung provozieren?
Der Autor identifiziert den freien Kapitalverkehr als den Faktor, der bei fehlenden Übergangslösungen am stärksten zu einer Verlagerung von Arbeitsplätzen führen könnte.
- Quote paper
- Tobias Heß (Author), 2004, Welche Faktoren bestimmen die internationale Arbeitsteilung? Ist durch die anstehende EU-Erweiterung mit einer starken Verlagerung von Arbeitsplätzen in die Beitrittsstaaten zu rechnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31882