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Gründe für Marktversagen. Externe Effekte und öffentliche Güter

Title: Gründe für Marktversagen. Externe Effekte und öffentliche Güter

Term Paper , 2010 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Elias Bern (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Ausarbeitung ist die Vertiefung der externen Effekte bzw. öffentlichen Güter in Bezug auf das Marktversagen. Ein Marktversagen tritt dann auf, wenn der Markt seine Koordinationsaufgaben nicht erfüllen kann. Als Gründe für Marktversagen werden externe Effekte und das Vorliegen von spezifisch öffentlichen Gütern genannt. Externe Effekte, auch „Externalitäten“ genannt, verursachen soziale Zusatzkosten, die sich auf bestimmte Individuen nachteilig auswirken.

Ausgangspunkt ist die Frage, inwieweit wirtschaftspolitische Eingriffe eine ökonomisch optimale Situation für alle Individuen herstellen kann. Des Weiteren entstehen durch Externalitäten fehlerhafte Verteilungen bzw. „Allokationen“ im öffentlichen Güterangebot. Es muss ferner der Frage nachgegangen werden, ob verteilungsorientierte Theorien eine optimale Allokation bezwecken können.

Im ersten Kapitel werden die beiden o.a. Entstehungsgründe für Marktversagen und ihre Auswirkungen näher erläutert. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den wirtschaftspolitischen Eingriffen, die die Auswirkungen der externen Effekte reduzieren sollen. Hierbei werden nur die Internalisierungsverfahren durch Property-Rights, die Pigou-Steuer und das Coase-Theorem vorgestellt. Andere Eingriffsmöglichkeiten werden in dieser Ausarbeitung nicht berücksichtigt.

Nach einer ausführlichen Darstellung dieser Eingriffsmechanismen werden im dritten Kapitel zwei Methoden zur Lösung von Allokationsproblemen diskutiert. Im Fokus stehen hierbei die Clarke-Methode und das Samuelson-Kriterium. Ein kurzes Fazit rundet die Ausarbeitung ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehungsgründe für Marktversagen

2.1 Die Theorie des öffentlichen Gutes

2.2.1 Das „Trittbrettfahrer“- Problem

2.2.2 Das Problem des Allmendegutes

2.3 Marktversagen als Folge von externen Effekten

3. Die Internalisierung von externen Effekten

3.1 Internalisierung durch Property-Rights

3.2 Die Pigou-Steuer

3.3 Das Coase-Theorem

4. Verteilungsorientierte Theorien des öffentlichen Gutes

4.1 Die Clarke-Methode

4.2 Das Samuelson-Kriterium

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen von Marktversagen durch externe Effekte und öffentliche Güter. Ziel ist es, wirtschaftspolitische Ansätze zur Internalisierung dieser Effekte sowie theoretische Modelle zur effizienten Allokation öffentlicher Güter kritisch zu analysieren und deren Lösungsansätze für ökonomische Ineffizienzen zu bewerten.

  • Grundlagen öffentlicher Güter und ihre Abgrenzung zu privaten Gütern
  • Analyse des Marktversagens durch Trittbrettfahrer-Verhalten und Allmendegüter
  • Vergleich von Internalisierungsmechanismen wie Property-Rights, Pigou-Steuer und Coase-Theorem
  • Diskussion von Präferenzoffenbarungsmechanismen zur optimalen Allokation (Clarke-Methode, Samuelson-Kriterium)

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Coase-Theorem

Das Coase-Theorem bezeichnet ein Verfahren zur Internalisierung von externen Effekten durch Verhandlungen. Es wurde vom britischen Wirtschaftswissenschaftler Ronald Harry Coase entwickelt.

In den vorherigen Internalisierungsmethoden wurde für die verursachten externen Effekte nach einem eindeutig identifizierbaren Verursacher gesucht, um die entstandenen Kosten demjenigen aufzutragen. Das Coase-Theorem jedoch setzt sich nicht als oberstes Ziel den Verursacher bzw. den Trittbrettfahrer eindeutig festzulegen. Die Verhandlungsmethode besagt, dass die Menschen nach der Reziprozitätsregel in einem wechselseitigem Austauschprozess stehen. „Marktverhandlungen zwischen dem Geschädigten und dem Nutznießer einer Produktionsinterdependenz führen demnach zu einer relativen Bewertung der sich gegenüberstehenden Interessen.“

Der Betroffene und der Nutznießer stehen in einer gegenseitigen Abhängigkeit und bestreben durch Verhandlungen den Wert des Nutzens zu maximieren. Dieser Annahme kann man entnehmen, dass die externen Effekte ohne Fremdeingriffe durch reine private Verhandlungen internalisiert werden können. Das Allokationsoptimum wird durch Internalisierungsverhandlungen erreicht, ungeachtet dessen wie die Property-Rights ausgelegt sind. Dem Schädiger bzw. dem Leidtragenden wird eine Entschädigung angeboten, um seine Handlung zu unterlassen bzw. die Situation zu erdulden. Der aktuelle Zustand, d.h. der externe Effekt wird mit der angebotenen Kompensation verglichen, so dass herausstellt werden soll, welche Situation nutzenmaximierender ist. Somit wird in der Verhandlung die minimale bzw. maximale Unterlassungszahlung festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der externen Effekte und öffentlichen Güter ein und stellt die Relevanz wirtschaftspolitischer Eingriffe bei Marktversagen dar.

2. Die Entstehungsgründe für Marktversagen: Dieses Kapitel erläutert die Theorie öffentlicher Güter sowie die Entstehung von Marktversagen durch Externalitäten, Trittbrettfahrer-Probleme und Allmendegüter.

3. Die Internalisierung von externen Effekten: Es werden drei Lösungsansätze – Property-Rights, Pigou-Steuer und Coase-Theorem – vorgestellt, um durch Internalisierung von Zusatzkosten das Pareto-Optimum zu erreichen.

4. Verteilungsorientierte Theorien des öffentlichen Gutes: Der Fokus liegt hier auf Mechanismen wie der Clarke-Methode und dem Samuelson-Kriterium, die eine präferenzgerechte Allokation öffentlicher Güter anstreben.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der diskutierten Methoden und konstatiert, dass alle Ansätze theoretisch sinnvoll, in der Praxis jedoch teils mit erheblichen Mängeln behaftet sind.

Schlüsselwörter

Marktversagen, externe Effekte, öffentliche Güter, Allokation, Pareto-Optimum, Trittbrettfahrer-Problem, Property-Rights, Pigou-Steuer, Coase-Theorem, Clarke-Methode, Samuelson-Kriterium, Allmendegut, Internalisierung, wirtschaftspolitische Eingriffe, Präferenzoffenbarung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Hintergründe von Marktversagen, insbesondere durch externe Effekte und öffentliche Güter, und untersucht Lösungsansätze zu deren Internalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Definition öffentlicher Güter, das Zustandekommen von Marktversagen sowie verschiedene ökonomische Strategien zur Korrektur dieser Fehlentwicklungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu ergründen, inwieweit wirtschaftspolitische Eingriffe eine ökonomisch optimale Allokationssituation herstellen können und welche Mechanismen sich hierfür eignen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische, literaturanalytische Untersuchung, die wirtschaftswissenschaftliche Modelle und Konzepte diskutiert und miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Ursachen von Marktversagen, die Vorstellung spezifischer Internalisierungsverfahren und die Erörterung verteilungsorientierter Präferenzmodelle.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Marktversagen, externe Effekte, Allokation, Property-Rights, Pigou-Steuer und das Coase-Theorem bilden das Fundament der Begrifflichkeiten.

Welche Rolle spielen Property-Rights laut der Arbeit?

Property-Rights werden als Mittel diskutiert, um durch klare Zuweisung von Nutzungs- und Eigentumsrechten externe Effekte zu begrenzen und somit eine geordnete Allokation zu fördern.

Warum ist das Coase-Theorem in der Praxis schwer umsetzbar?

Das Theorem setzt u.a. das Fehlen von Transaktionskosten voraus, was in der Realität, insbesondere bei großen Gruppen, kaum gegeben ist, weshalb die Verhandlungen oft scheitern.

Was ist das Kernproblem der Pigou-Steuer laut der Kritik?

Die Kritik richtet sich vor allem auf den hohen Informationsbedarf zur korrekten Bemessung der Steuersätze, um die externen Effekte adäquat zu erfassen und zuzurechnen.

Worin liegt der Hauptnutzen der Clarke-Methode?

Sie bietet einen Anreiz für Konsumenten, ihre tatsächliche Zahlungsbereitschaft und damit ihre wahren Präferenzen für öffentliche Güter freiwillig zu offenbaren.

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Details

Title
Gründe für Marktversagen. Externe Effekte und öffentliche Güter
College
University of Duisburg-Essen  (Wirtschaftswissenschaften)
Course
Ausgewählte Problemfelder der Wirtschaftspolitik
Grade
2,0
Author
Elias Bern (Author)
Publication Year
2010
Pages
19
Catalog Number
V317552
ISBN (eBook)
9783668167834
ISBN (Book)
9783668167841
Language
German
Tags
Internalisierung Pigou-Steuer Trittbrettfahrer Marktversagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elias Bern (Author), 2010, Gründe für Marktversagen. Externe Effekte und öffentliche Güter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317552
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