Das Ziel dieser Arbeit ist es, anhand einer vergleichenden Übersetzung zu zeigen, dass es durch tiefer gehende Recherche und Vorbereitung möglich ist, neben einer bereits bestehenden, etablierten Übersetzung eine Nachbildung des AT in älterer Sprache zu erstellen.
D.h., dass nicht die Schwachstellen der bestehenden Übersetzung lokalisiert und optimiert werden sollen. Statt dessen soll eine eigenständige Variante von Letzterer losgelöst erarbeitet werden, die dann nach der Erarbeitung vor dem Hintergrund des AT mit der bereits vorhandenen an den markantesten Stellen verglichen werden soll.
[...] Um den ZT nun mittelalterlich klingen zu lassen, wird nach zwei Maximen gearbeitet. Die im zu übersetzenden Roman beschriebene Fantasiewelt ähnelt dem Europa vor dem dreißigjährigen Krieg. Daraus ergibt sich die erste Maxime, nach der Wörter vermieden werden sollen, die offensichtlich Entlehnungen aus anderen Sprachen sind bzw. waren und die keine Lautwandlung zu einem deutschen Klangbild oder Schriftbild mitgemacht haben. Demnach wäre „Globus“ zu vermeiden, „Körper“ hingegen nicht.
Die zweite Maxime ergibt sich aus der Vielzahl von Eigennamen, die in Fantasy-Romanen auftreten. Nach ihr gilt es, so viele Namen wie möglich ins Deutsche so zu übersetzen, dass sie möglichst natürlich klingen. Zudem sollen diverse Techniken zum Einsatz kommen, die dem Text altsprachliche Züge verleihen. Im Einzelnen sind diese Verfahren im Vergleich erklärt.
Zur Demonstration wird der Prolog von „A Game of Thrones“ (1996), des ersten Romanes aus dem Zyklus „A Song of Ice and Fire“ von George R. R. Martin, herangezogen. Der Übersetzer, mit dessen Text die neuangefertigte Übersetzung verglichen wird, ist Jörn Ingwersen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Literarische Übersetzungen
- Vorbereitung
- Fantastische Literatur
- Vorbild
- Anlass
- Ziel
- Vorgehensweise
- Gegenüberstellung
- Vergleich
- Zusammenfassung und Fazit
- ZT2
- Vorbereitung
- Stil
- Altsprachlichkeit
- Verschiedene Maßnahmen zur Abrundung der Übersetzung
- Vergleich mit dem AT
- Altsprachlichkeit
- Bildhaftigkeit
- Stil
- Umgang mit Wörtern
- Fazit
- ZT2
- Anhang
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Übersetzung des ersten Bandes der Fantasy-Romanserie „A Song of Ice and Fire“ von George R. R. Martin ins Deutsche. Ziel ist es, die Übersetzungspraxis im Bereich der fantastischen Literatur zu untersuchen und die spezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung dieses Genres zu beleuchten.
- Die Übersetzungspraxis im Bereich der fantastischen Literatur
- Die spezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung von Fantasy-Romanen
- Die Bedeutung der Funktionskonstanz bei der Übersetzung
- Die Rolle der Altsprachlichkeit und Bildhaftigkeit in der Übersetzung
- Der Umgang mit Wörtern und der Stil der Übersetzung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der literarischen Übersetzungen ein und beleuchtet die Herausforderungen bei der Übersetzung von Fantasy-Romanen. Es werden die besonderen Aspekte des Genres und das Vorbild für die Übersetzung „A Game of Thrones“ in „Die Herren von Winterfell“ erläutert. Die Einleitung legt außerdem das Ziel der Arbeit und die gewählte Vorgehensweise dar.
Das Kapitel „Gegenüberstellung“ analysiert den ausgangssprachlichen Text und die deutsche Übersetzung. Es werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Versionen hinsichtlich der Sprache, des Stils und der literarischen Mittel beleuchtet.
Im Kapitel „Vergleich“ wird die Übersetzung mit anderen Übersetzungen von Fantasy-Romanen verglichen. Es werden die verschiedenen Übersetzungstechniken und die unterschiedlichen Ansätze bei der Umsetzung der fantastischen Elemente in die Zielsprache analysiert.
Schlüsselwörter
Übersetzung, Fantastische Literatur, „A Song of Ice and Fire“, „Die Herren von Winterfell“, Funktionskonstanz, Altsprachlichkeit, Bildhaftigkeit, Stil, Wortwahl.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel dieses Übersetzungsvergleichs von "Game of Thrones"?
Das Ziel ist die Erarbeitung einer eigenständigen Übersetzungsvariante, die durch altsprachliche Züge und mittelalterlichen Klang näher an der Atmosphäre des Originals liegt.
Warum werden Fremdwörter in der neuen Übersetzung vermieden?
Um einen authentischen mittelalterlichen Klang zu erzeugen, werden Begriffe vermieden, die offensichtlich moderne Entlehnungen ohne deutsche Lautwandlung sind.
Wie werden Eigennamen in dieser Fantasy-Übersetzung behandelt?
Nach einer speziellen Maxime werden Namen so weit wie möglich ins Deutsche übertragen, damit sie für den Leser natürlich und altsprachlich klingen.
Welcher Textabschnitt wurde für den Vergleich herangezogen?
Für die Demonstration wurde der Prolog des ersten Romans „A Game of Thrones“ (1996) von George R. R. Martin verwendet.
Was ist "Funktionskonstanz" bei einer literarischen Übersetzung?
Es bedeutet, dass die Wirkung und der Stil des Ausgangstextes (AT) in der Zielsprache (ZT) erhalten bleiben sollen, auch wenn die Wortwahl variiert.
- Arbeit zitieren
- Götz-Martin Madu (Autor:in), 2006, "Game of Thrones" versus "Die Herren von Winterfell". Ein Übersetzungsvergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317200