Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Kyoto-Protokoll, der Theorie dahinter, der Umsetzung und Kritik. Die Arbeit beginnt einleitend mit einer Begriffserklärung des Treibhauseffekts. Neben einer historischen Betrachtung werden auch die prognostizierte zukünftige Entwicklung des CO2- Austoßes und die damit zusammenhängende Erderwärmung beleuchtet. Im Folgenden wird das Kyoto-Protokoll als eine Sammlung von Instrumenten, um diesen vom Menschen verursachten Klimawandel zu verhindern, oder zumindest abzumildern, vorgestellt. Als wichtigste Werkzeuge gelten hierbei die drei im Kyoto-Protokoll verankerten flexiblen Mechanismen, die den Hauptuntersuchungsgegenstand dieser Arbeit darstellen. Der Emissionshandel, der Clean Development Mechanism und die Joint Implementation werden sowohl wirtschaftstheoretisch analysiert, sowie anhand praktischer Beispiele erläutert. Gerade die konkrete Ausgestaltung der flexiblen Mechanismen wirft einige Fragen und Kritikpunkte auf, die im Anschluss thematisiert werden.
Schließlich wird die Arbeit in einer abschließenden Betrachtung nochmals reflektiert und aktuellen Entwicklungen gegenübergestellt. Gleichzeitig wird ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Verkehrschaos dank aufgeplatzter Straßen, Wespenplage, in Badeseen werden Schwimmverbote wegen giftiger Blaualgen verhängt, ausbleibender Regen führt zu Einbußen in der Landwirtschaft von bis zu 11 %, verzogene Bahnschienen behindern den Zugverkehr, der niedrige Wasserstand verursacht Probleme in der Schifffahrt, … diese plakative Schilderung des deutschen Sommers 2015 könnte einen Vorgeschmack auf die Auswirkungen des Klimawandel geben. Global ist mit weitreichenden Folgen für Mensch und Natur zu rechnen, sollte die globale Erwärmung nicht gebremst werden können. Um das zu verhindern, haben sich die Vereinten Nationen zum Klimaschutz bekannt und die Reduzierung der gefährlichen Treibhausgase beschlossen. Im Kyoto-Protokoll wurden hierzu die Regelwerke definiert. Effizient, aber auch umstritten werden diese Regelwerke, die flexiblen Mechanismen, in der vorliegenden Arbeit in den Fokus gerückt.
Inhaltsverzeichnis
- EINFÜHRUNG
- DIE ENTSTEHUNG DES KYOTO-PROTOKOLL
- DIE ENTSTEHUNG DES TREIBHAUSEFFEKTS
- PROGNOSEN FÜR DAS JAHR 2100
- DAS KYOTO-PROTOKOLL UND SEINE ZIELE
- THEORETISCHE ANALYSE DER FLEXIBLEN MECHANISMEN
- EMISSIONSHANDEL
- JOINT-IMPLEMENTATION
- CLEAN-DEVELOPMENT-MECHANISM
- DIE UMSETZUNG DER FLEXIBLEN MECHANISMEN
- KRITIK AN DEN FLEXIBLEN MECHANISMEN
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls, die zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen dienen. Ziel ist es, diese Mechanismen zu erklären, ihre Funktionsweise zu analysieren und die relevanten Kritikpunkte zu beleuchten.
- Der anthropogene Treibhauseffekt und die Folgen der globalen Erwärmung
- Das Kyoto-Protokoll und seine Ziele zur Bekämpfung des Klimawandels
- Die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls: Emissionshandel, Joint Implementation und Clean Development Mechanism
- Die praktische Umsetzung der flexiblen Mechanismen und ihre Herausforderungen
- Kritik an den flexiblen Mechanismen und ihre Auswirkungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in den Treibhauseffekt, wobei die Entstehung und die Folgen der globalen Erwärmung beleuchtet werden. Das Kyoto-Protokoll wird als ein Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen vorgestellt, wobei die drei flexiblen Mechanismen – Emissionshandel, Joint Implementation und Clean Development Mechanism – im Detail erläutert werden. Dabei werden sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Umsetzung der Mechanismen behandelt. Schließlich werden Kritikpunkte und Herausforderungen im Zusammenhang mit den flexiblen Mechanismen diskutiert.
Schlüsselwörter
Kyoto-Protokoll, Treibhauseffekt, Klimawandel, flexible Mechanismen, Emissionshandel, Joint Implementation, Clean Development Mechanism, Kritik, Herausforderungen, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls?
Es handelt sich um drei Instrumente zur Reduzierung von Treibhausgasen: den Emissionshandel, den Clean Development Mechanism (CDM) und die Joint Implementation (JI).
Wie funktioniert der Emissionshandel?
Der Emissionshandel erlaubt es Staaten oder Unternehmen, mit Verschmutzungsrechten zu handeln, sodass Emissionen dort reduziert werden, wo es wirtschaftlich am effizientesten ist.
Was ist der Clean Development Mechanism (CDM)?
Der CDM ermöglicht es Industrieländern, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern zu finanzieren und sich die daraus resultierenden Emissionsreduzierungen auf die eigenen Ziele anrechnen zu lassen.
Was versteht man unter Joint Implementation?
Joint Implementation erlaubt es Industrieländern, gemeinsam Projekte zur Emissionsminderung durchzuführen, wobei die Gutschriften zwischen den beteiligten Ländern übertragen werden können.
Warum wird Kritik an diesen Mechanismen geübt?
Kritiker bemängeln oft die konkrete Ausgestaltung, die mögliche Umgehung tatsächlicher Reduktionen im eigenen Land und die Schwierigkeit der genauen Messbarkeit von Einsparungen in Drittprojekten.
Welche Rolle spielt der Treibhauseffekt in dieser Arbeit?
Die Arbeit nutzt den anthropogenen Treibhauseffekt als Ausgangspunkt, um die Notwendigkeit internationaler Abkommen wie des Kyoto-Protokolls zur Abmilderung der Erderwärmung zu begründen.
- Quote paper
- Asier Yohannes (Author), 2015, Die Flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls. Theorie, Umsetzung und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316883