Ziel dieser Arbeit ist es, die Frage zu klären, wie die Persönlichkeit Oskar Schindler im Film dargestellt wird und welche Entwicklung er dabei vollzieht? Es soll untersucht werden, wie die Figur im Film adaptiert wird. Dabei wird der Roman „Schindlers Liste“ von Thomas Keneally zu einem Vergleich herangezogen.
Um diese Zielstellung zu erfüllen, ist die Arbeit folgendermaßen gegliedert. Zunächst dient die Darstellung Oskar Schindlers im realen Leben als theoretischer Rahmen. Das darauffolgende Kapitel analysiert die Charakterisierung und Entwicklung der Figur Oskar Schindler im Film, um die eingangs gestellte Fragestellung zu beantworten. Im Anschluss der filmischen Untersuchung soll ein kurzer Vergleich mit dem Buch hergestellt werden, um aufzuzeigen, ob und welche Differenzen in der Darstellung der Figur Oskar Schindlers zwischen Buch und Film vorliegen. Abschließend fasst eine Schlussbetrachtung die wichtigsten Aspekte der Arbeit zusammen und dient zugleich der Rückführung zum Thema.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 2. Oskar Schindler im realen Leben
- 3. Charakterisierung und Entwicklung Oskar Schindlers im Film
- 3.1 Oskar Schindler in Krakau
- 3.2 Oskar Schindlers Wandlung
- 3.3 Oskar Schindler in Brünnlitz
- 4. Vergleich mit der Darstellung im Buch
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Arbeit analysiert die filmische Darstellung der Figur Oskar Schindler in Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" und untersucht, welche Entwicklung der Protagonist im Laufe des Films durchläuft. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Adaption der Figur, ihre Charakterisierung sowie die Frage, wie die Problematik des Holocausts im Film umgesetzt wird.
- Die Charakterisierung und Entwicklung von Oskar Schindler
- Die Darstellung des Holocaust im Film
- Der Vergleich der Figurenzeichnung im Film und im Buch von Thomas Keneally
- Die Rolle Oskar Schindlers als Retter und sein Wandel vom Ausbeuter zum Helfer
- Die Ambivalenz der Figur Oskar Schindler
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Situation während des Holocausts und stellt Oskar Schindler als eine bedeutende Figur vor, die zahlreiche Juden rettete. Sie erläutert die Intention und Struktur der Arbeit.
- Das zweite Kapitel beleuchtet Oskar Schindlers Leben vor dem Holocaust. Es schildert seine Kindheit, seine frühen beruflichen Aktivitäten sowie seinen Aufstieg in der NSDAP.
- Das dritte Kapitel fokussiert sich auf Oskar Schindlers Entwicklung im Film "Schindlers Liste". Es analysiert seine Transformation vom geldgierigen Unternehmer zum Beschützer der Juden und beschreibt seine Rolle als "Retter" im Kontext des Holocaust.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Oskar Schindler, "Schindlers Liste", Filmanalyse, Charakterisierung, Holocaust, Retter, Entwicklung, Wandlung, Ausbeuter, Kompromisse, Moral, Anpassung und Widerstand.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird die Wandlung von Oskar Schindler im Film dargestellt?
Der Film zeigt Schindlers Transformation von einem opportunistischen, geldgierigen Kriegsgewinnler in Krakau zu einem selbstlosen Retter in Brünnlitz, der sein gesamtes Vermögen für das Überleben seiner jüdischen Arbeiter opfert.
Gibt es Unterschiede zwischen dem Film und dem Buch von Thomas Keneally?
Ja, die Arbeit untersucht Differenzen in der Charakterisierung und Dramaturgie, wobei der Film oft emotionaler zuspitzt, während das Buch detailliertere historische Hintergründe liefert.
Welche Rolle spielt Schindlers Mitgliedschaft in der NSDAP?
Seine Parteimitgliedschaft wird als notwendiges Mittel zur Anpassung und zum Aufbau von Kontakten zu SS-Offizieren dargestellt, was ihm letztlich erst die Rettung der Juden ermöglichte.
Warum gilt die Figur Schindlers als ambivalent?
Die Ambivalenz ergibt sich aus dem Kontrast zwischen seinem Lebensstil (Frauenheld, Trinker, Profiteur) und seiner moralischen Entscheidung, unter Lebensgefahr über 1.000 Menschen zu retten.
Wie setzt Steven Spielberg die Problematik des Holocausts filmisch um?
Durch die Nutzung von Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die an dokumentarisches Material erinnern, und die Fokussierung auf Einzelschicksale innerhalb der grausamen Realität der Konzentrationslager.
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- Henriette Bartusch (Author), 2012, Die filmische Adaption Oskar Schindlers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315224