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Unternehmenskultur

Title: Unternehmenskultur

Term Paper , 2001 , 45 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dipl. Betriebswirtin, MBA Sandra Burgemeister (Author), Judith Boban (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Einleitung
Was ist Kultur?

Kultur leitet sich aus dem Lateinischen cultura ab. Dabei bezog sich cultura ursprüngliche nur auf die agrarische Tätigkeit des Ackerbaus im Sinne von pflegen, hegen, bebauen. In der wechselvollen Wortgeschichte des Begriffes finden sich erst bei Herder Ansätze zum modernen Kulturbegriff. Kultur wird danach als "eine beginnende, sich abwandelnde, sich vollendende und auflösende Lebensgestalt und -form von Nationen, Völkern, Gemeinschaften" begriffen.(1)

Im Englischen bezeichnet der Begriff "culture" nach Oxford's Dictionary "the way people live" - also die Art und Weise wie Menschen leben.

Im Gegensatz zur Natur (die ohne Zutun des Menschen existiert) ist Kultur damit immer ein Werk von Menschen. Der Begriff Kultur bezieht sich auf alles, was der Mensch als gesellschaftliches Wesen bzw. die Menschen aller Völker zu den verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichster Weise produktiv bearbeitet oder gestalterisch hervorgebracht haben. In diesem Sinne ist die Kultur einerseits Bedingung und andererseits Ergebnis des denkenden und handelnden Menschen auf der Suche nach den jeweils passenden Lösungen seines gesellschaftlichen Seins. Wobei zu beachten ist, dass in jedem menschlichen Tun auch zerstörerisches Potenzial stecken kann.

In einer eingeschränkten Weise versteht man auch unter dem Begriff Kultur alle die Bereiche, die der menschlichen Bildung dienen: vor allem das Umfeld von Literatur, Kunst und Musik, von Philosophie, Theologie und Wissenschaft. Mit dem Wort Kultur wird auch ein gewisses Maß an gesellschaftlich akzeptiertem Lebensstil verbunden (Eß-, Schlaf-, Wohnkultur); im Hinblick auf die unmittelbare zwischenmenschliche Kommunikation bezeichnet Kultur die Fähigkeit, sich mit anderen in einer Art und Weise auseinanderzusetzen, die zu produktiven Ergebnissen führt, unter anderem Gesprächs-, Konflikt-, Streitkultur.

Bei all diesen Definitionsversuchen spürt man nachgerade die Bedeutung des Kulturbegriffs für den wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, wo er heute vor allem unter dem Begriff Unternehmenskultur Eingang gefunden hat.
[...]
_____
1 Vgl. Historisches Wörterbuch der Philosphie, Band 4, 1976, S. 1309

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.2. Entstehung der Unternehmenskultur

2.1. Der Begriff "Unternehmenskultur"

2.3. Unternehmenskulturtypen

2.3.1. Allgemeiner Typologisierungsansatz

2.3.2. Die Typologie von Deal/Kennedy

2.3.3. Die Typologisierung nach Pümpin

3. Elemente der Unternehmenskultur

3.1. Eigenschaften der Unternehmenskultur

3.1.1. Unternehmenskultur hat Geschichte

3.1.2. Unternehmenskultur ist sozial

3.1.3. Unternehmenskultur ist verhaltenssteuernd und erlernbar

3.1.4. Unternehmenskultur muss anpassungsfähig sein

3.2. Werte

3.3. Überzeugungen

3.4. Ausdrucksformen (Sprache, Handlungen, Symbole)

3.4.1. Sprachliche Ausdrucksformen

3.4.2. Interaktionale Bestandteile (Handlungen)

3.4.3. Kulturgüter/ Symbole

4. Effekte einer Unternehmenskultur

4.1. Positive Effekte

4.2. Negative Effekte

5. Veränderungen der Unternehmenskultur

6. Führung

6.1. Führungsstil

6.2. Wirkung auf die Unternehmenskultur

6.3. Rolle der Unternehmensspitze

6.4. Kommunikations- und Informationsverhalten

7. "Gelebte" Unternehmenskultur

7.1. Beispiel Nike

7.2. Beispiel Club Robinson

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Konstrukt der Unternehmenskultur, um zu analysieren, wie sich theoretische Konzepte in der betrieblichen Praxis widerspiegeln und welche Rolle Führung sowie Kommunikation dabei spielen. Ziel ist es, am Beispiel der Unternehmen Nike und Robinson aufzuzeigen, wie unterschiedliche Ausprägungen von Unternehmenskultur die Mitarbeiterführung und Identifikation beeinflussen.

  • Grundlagen und Definitionen von Unternehmenskultur
  • Die drei Ebenen der Unternehmenskultur
  • Wirkungsweisen und Effekte auf die Organisation
  • Führungsstile und deren Einfluss auf das Betriebsklima
  • Praxisvergleich zwischen einem Sportartikelhersteller und einem Urlaubsanbieter

Auszug aus dem Buch

Die Typologie von Deal/Kennedy

So haben Deal und Kennedy aus einer empirischen Untersuchung von hunderten Unternehmen eine Einteilung in Abhängigkeit von den Marktrealitäten Risiko und Feedback vorgenommen. Das Risiko beziffert den Risikograd, mit dem die Geschäfte der Unternehmung durchgeführt werden. Es ist auch ein Maß für die Verantwortlichkeit eines Mitarbeiters. Das Feedback zeigt die Geschwindigkeit, mit der die Wirkung einer Strategie oder Entscheidung erkennbar wird. Aus der Kombination dieser beiden Faktoren erben sich vier unterschiedliche Kulturtypen. Außerdem wird versucht, den einzelnen Typen spezifische Branchen zuzuordnen.

Tough guy macho culture: In solchen Unternehmen gibt es viele Individualisten. Die Bereitschaft zu hohem Risiko wird an die Forderung nach schnellen Informationsfluss und Feedback gekoppelt. Sie ist vor allem in der Marketingbranche, bei Unternehmensberatungen und in der Unterhaltungsindustrie anzutreffen. Beispiel: Nike oder Grey Global Group GmbH (Werbeagentur)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Kulturbegriffs und Hinführung zur wirtschaftswissenschaftlichen Relevanz des Themas.

2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Begriffsgeschichte und Darstellung verschiedener Typologisierungsansätze, insbesondere Deal/Kennedy und Pümpin.

3. Elemente der Unternehmenskultur: Analyse der wesentlichen Bestandteile wie Werte, Überzeugungen und Ausdrucksformen (Symbole, Rituale).

4. Effekte einer Unternehmenskultur: Gegenüberstellung positiver Orientierungsleistungen und negativer Aspekte wie Gruppendenken oder Blockierung von Innovationen.

5. Veränderungen der Unternehmenskultur: Untersuchung der Notwendigkeit und der externen sowie internen Treiber für kulturelle Wandlungsprozesse.

6. Führung: Betrachtung der Rolle von Führungsstilen und der Unternehmensspitze bei der Gestaltung einer gesunden Unternehmenskultur.

7. "Gelebte" Unternehmenskultur: Fallstudien zu den Unternehmen Nike und Club Robinson, die ihre unterschiedliche Umsetzung von Kultur in der Praxis beleuchten.

8. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die feststellt, dass bei Nike eine ausgeprägte Unternehmenskultur existiert, während beim Club Robinson eher die operative Tätigkeit im Vordergrund steht.

Schlüsselwörter

Unternehmenskultur, Führung, Kommunikation, Organisationsidentität, Werte, Überzeugungen, Unternehmenskulturtypen, Deal/Kennedy, Mitarbeiterbindung, Teamarbeit, Unternehmenserfolg, Nike, Club Robinson, Arbeitspsychologie, Change Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit setzt sich theoretisch und praktisch mit dem Phänomen der Unternehmenskultur auseinander, um deren Bedeutung für den Erfolg und das Handeln in modernen Unternehmen zu verdeutlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Herleitung des Kulturbegriffs, die Identifikation von Unternehmenskulturtypen, die Rolle von Führungskräften und die praktische Umsetzung in der Sport- und Freizeitbranche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, durch einen Vergleich der Unternehmen Nike und Club Robinson aufzuzeigen, wie eine starke Unternehmenskultur gestaltet werden kann und welche Herausforderungen dabei für die Unternehmensführung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autoren stützen sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie auf Experteninterviews mit ehemaligen Mitarbeitern, um eine praxisnahe Gegenüberstellung der zwei untersuchten Fallbeispiele zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Definitionen, Typologien), die Analyse der Kulturelemente (Werte, Symbole) und die abschließende empirische Fallstudie zu den Unternehmen Nike und Club Robinson.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Unternehmenskultur, Führung, Identität, Werte, Kommunikation und Organisationsstruktur.

Wie unterscheidet sich die Kultur bei Nike von der des Club Robinson laut der Analyse?

Nike wird als Unternehmen mit einer ausgereiften, aktiv gestalteten Kultur beschrieben, die auf Identifikation und sportlicher Mentalität basiert, während bei Robinson eher die operative Serviceerbringung im Vordergrund steht und eine tiefe Unternehmenskultur fehlt.

Warum wird im Fazit bezweifelt, dass bei Robinson von einer Unternehmenskultur gesprochen werden kann?

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es dem Club Robinson an Traditionen, Mythen oder einer gemeinsamen Identität mangelt, da die Mitarbeiter sich primär über ihre kurzfristige Tätigkeit und weniger über das Gesamtunternehmen definieren.

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Details

Title
Unternehmenskultur
College
Reutlingen University  (FB Betriebswirtschaft)
Course
Unternehmenskultur und -kommunikation
Grade
2,0
Authors
Dipl. Betriebswirtin, MBA Sandra Burgemeister (Author), Judith Boban (Author)
Publication Year
2001
Pages
45
Catalog Number
V3147
ISBN (eBook)
9783638119023
Language
German
Tags
Nike Robinson
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Betriebswirtin, MBA Sandra Burgemeister (Author), Judith Boban (Author), 2001, Unternehmenskultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3147
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