Ungefähr 4000-7000 Sprachen gibt es auf der Welt, doch viele von ihnen sind vom Aussterben bedroht – eine beunruhigende Aussage, die Anlass zur Frage nach den Ursachen für die Bedrohung der Sprachen gibt. Die Gründe, die tatsächlich zum Aussterben führen, sind vielfältig.
Meine Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen „Sprachtod“.
Bestrebungen der Kategorisierung gefährdeter Sprachen gibt es seit ca. 30 Jahren. In verschiedenen Modellen wird versucht, herauszufinden, welche Ursachen eine Sprache gefährden, um anschließend Voraussagen über den Erhalt oder Verlust einer Sprache machen zu können.
Es gibt jedoch auch Probleme bei der Einschätzung der Überlebenschancen einer Sprache, wenn beispielsweise die Sprechergemeinschaft groß und komplex ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition Sprachtod
- Sprachselbstmord
- Sprachmord
- Klassifikation gefährdeter Sprachen
- Dreiteilung nach Krauss
- Fünfteilung nach Wurm und Crystal
- Fallbeispiele
- Bilaterale Sprachbedrohung im anglophonen Afrika
- Sorbisch
- Bedrohte Schriftsysteme
- Bedeutung der Schrift
- Ursachen für die Gefährdung eines Schriftsystems
- Auswirkungen des „,Schrifttodes”
- Beispiele
- Mongolisch
- Klassisches Maya
- Sprachrettung und Sprachwiederbelebung
- Institutionen der Sprachrettung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Phänomen „Sprachtod“ und analysiert die vielfältigen Ursachen und Folgen des Sprachverlustes. Die Arbeit untersucht verschiedene Definitionen des Sprachtodes, darunter Sprachselbstmord und Sprachmord, und betrachtet die Klassifikation gefährdeter Sprachen anhand von Modellen wie der Dreiteilung nach Krauss und der Fünfteilung nach Wurm und Crystal. Die Arbeit beleuchtet zudem Fallbeispiele, die die Sprachbedrohung im anglophonen Afrika und die Gefährdung des Sorbischen illustrieren.
- Definitionen des Sprachtodes
- Klassifizierung gefährdeter Sprachen
- Fallbeispiele von Sprachbedrohung
- Auswirkungen des Sprachtodes
- Sprachrettung und Sprachwiederbelebung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit führt in die Thematik „Sprachtod“ ein und stellt die Relevanz des Themas dar. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der Definition des Sprachtodes und unterscheidet zwischen Sprachselbstmord und Sprachmord. Im dritten Kapitel werden verschiedene Modelle zur Klassifikation gefährdeter Sprachen vorgestellt, darunter die Dreiteilung nach Krauss und die Fünfteilung nach Wurm und Crystal. Die Kapitel vier und fünf präsentieren Fallbeispiele von Sprachbedrohung, die die Situation im anglophonen Afrika und die Gefährdung des Sorbischen beleuchten. Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit der Sprachrettung und Sprachwiederbelebung.
Schlüsselwörter
Sprachtod, Sprachselbstmord, Sprachmord, Klassifikation, gefährdete Sprachen, Dreiteilung, Fünfteilung, Fallbeispiele, Sprachbedrohung, anglophones Afrika, Sorbisch, Bedrohte Schriftsysteme, Sprachrettung, Sprachwiederbelebung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Begriff „Sprachtod“?
Sprachtod bezeichnet das Aussterben einer Sprache, wenn sie keine Muttersprachler mehr hat. Man unterscheidet dabei oft zwischen „Sprachselbstmord“ und „Sprachmord“.
Was ist der Unterschied zwischen Sprachselbstmord und Sprachmord?
Sprachselbstmord geschieht meist freiwillig durch den Wechsel zu einer prestigeträchtigeren Sprache. Sprachmord bezeichnet das gewaltsame oder erzwungene Auslöschen einer Sprache durch äußere Einflüsse oder Verbote.
Wie werden gefährdete Sprachen klassifiziert?
Die Arbeit stellt verschiedene Modelle vor, wie die Dreiteilung nach Krauss oder die Fünfteilung nach Wurm und Crystal, um den Grad der Bedrohung einer Sprache einzuschätzen.
Warum sind auch Schriftsysteme vom Aussterben bedroht?
Wenn eine Sprache stirbt oder auf ein anderes Alphabet umgestellt wird (z.B. Mongolisch oder Maya), geht auch das dazugehörige Schriftsystem verloren, was den Verlust kulturellen Erbes bedeutet.
Gibt es Möglichkeiten zur Sprachrettung?
Ja, Institutionen zur Sprachrettung bemühen sich um Dokumentation und Wiederbelebung gefährdeter Sprachen, wie zum Beispiel beim Sorbischen oder bei indigenen Sprachen in Afrika.
- Quote paper
- Else Gallert (Author), 2008, Der Sprachtod und bedrohte Schriftsysteme. Definition, Ursachen und Auswirkungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313507