In dieser Arbeit soll ergründet werden, ob das Konzept des Nudgings ein wirksames Instrument in der Wirtschaftspolitik sein kann und wie sich dieses konkret einsetzen lässt. Im
Laufe dieser Abhandlung wird sich dabei vor allem an dem im Jahr 2008 erschienene Buch "Nudge. Improving Decisions about Health, Wealth and Happiness" (deutscher Titel: „Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“) des Wirtschaftswissenschaftlers Richard H. Thaler und des Rechtswissenschaftler Cass R. Sunstein orientiert, welche den
Begriff in die moderne Verhaltensökonomie integrierten.
Zur besseren Veranschaulichung wird in Kapitel 2 zuerst einmal erläutert wie Nudging funktioniert bzw. was genau dahinter steht. In Kapitel 3 wird sich mit der zentralen Fragestellung beschäftigt. In Kapitel 3.1. wird damit begonnen, mit den verschiedenen Möglichkeiten Nudging in der wirtschaftspolitischen Realität umzusetzen und dies anhand einiger Beispiele, in denen Nudging bereits erfolgreich eingesetzt wurde, zu erörtern. Kapitel 3.2. widmet sich den Chancen und Gefahren, die solch eine Politik mit sich bringt und letzlich geht Kapitel 3.3. genauer auf die Bedingungen ein, die notwendig sind, um erfolgreich zu „nudgen“. Abschließend folgt in Kapitel 4 ein Ausblick über das Potential, das Nudging
für die Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik Deutschland mit sich bringen könnte.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- EINLEITUNG
- WAS IST „,NUDGING\"?
- NUDGING ALS WIRTSCHAFTSPOLITISCHE STRATEGIE
- Umsetzung in der Wirtschaftspolitischen Praxis
- Chancen und Risiken des Nudging-Ansatzes
- Bedingungen für einen „sanften\" Paternalismus
- NUDGING IN DEUTSCHLAND – EIN AUSBLICK
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Nudging als Instrument der Wirtschaftspolitik. Sie beleuchtet, wie Nudging in der Praxis eingesetzt werden kann und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der Bedingungen, die für einen erfolgreichen Einsatz von Nudging notwendig sind.
- Definition und Funktionsweise von Nudging
- Nudging als wirtschaftspolitische Strategie
- Chancen und Risiken des Nudging-Ansatzes
- Bedingungen für einen erfolgreichen Einsatz von Nudging
- Potenzial von Nudging für die deutsche Wirtschaftspolitik
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Paradigmenwechsel hin zur Verhaltensökonomik und die Kritik am Homo oeconomicus. Sie führt den Begriff des Nudging ein und erklärt, warum dieser Ansatz in der Wirtschaftspolitik relevant ist.
- Was ist „,Nudging\"?: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Nudging und das Prinzip des libertären Paternalismus. Es beschreibt, wie Nudging auf die Entscheidungsarchitektur und das menschliche Verhalten wirkt.
- Nudging als wirtschaftspolitische Strategie: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Umsetzung von Nudging in der Wirtschaftspolitik. Es werden Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von Nudging-Strategien vorgestellt, wie z.B. die Verwendung von Defaults, die Nutzung sozialer Normen und die Förderung von Selbstdisziplin.
Schlüsselwörter (Keywords)
Verhaltensökonomik, Nudging, Libertärer Paternalismus, Entscheidungsarchitektur, Defaults, Soziale Normen, Selbstdisziplin, Wirtschaftspolitik, Chancen und Risiken, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Nudging“ in der Wirtschaftspolitik?
Nudging bezeichnet das „Anstupsen“ von Menschen zu klügeren Entscheidungen (z.B. Gesundheit oder Finanzen), ohne dabei Verbote oder finanzielle Anreize einzusetzen.
Wer prägte den Begriff Nudging?
Der Begriff wurde durch das 2008 erschienene Buch von Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein in der modernen Verhaltensökonomie etabliert.
Was ist ein „libertärer Paternalismus“?
Es ist das Prinzip, die Wahlfreiheit des Einzelnen zu wahren (libertär), aber die Entscheidungsarchitektur so zu gestalten, dass das Wohlbefinden gesteigert wird (paternalistisch).
Was sind typische Beispiele für Nudging-Maßnahmen?
Dazu zählen die Verwendung von Standardeinstellungen (Defaults), die Nutzung sozialer Normen oder die Förderung von Selbstdisziplin durch einfache Informationen.
Welche Risiken birgt der Nudging-Ansatz?
Kritiker sehen die Gefahr der Manipulation und hinterfragen die demokratische Legitimation, wenn der Staat das Verhalten der Bürger subtil beeinflusst.
- Quote paper
- Konstantin Starke (Author), 2015, Nudging als Instrument der Wirtschaftspolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313342