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Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule zur Förderung der phonologischen Bewusstheit

Title: Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule zur Förderung der phonologischen Bewusstheit

Seminar Paper , 2015 , 7 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Smith (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Der Gedanke von einer engeren Verzahnung vom Anfangsunterricht in der Grundschule und der Vorbereitung darauf durch den Kindergarten mag als relativ aktuelles Thema der letzten 20 Jahre erscheinen. Doch bereits Comenius plädierte für einen Bildungsbegriff, bei dem das Lernen stufenweise aufeinander aufbaut und kontinuierlich fortschreitet.

Zuerst muss die Frage geklärt werden, ob es sich bei der phonologischen Bewusstheit um eine Voraussetzung des erfolgreichen Schriftspracherwerbs handle, oder um dessen Folge. Korrelative Längsschnittstudien der Oxforder Gruppe um Bradley und Bryant oder der Salzburger Gruppe u.a. belegen, dass eine ausgeprägte phonologische Bewusstheit den Schriftspracherwerb erleichtert.

Einsiedler plädiert daher für vorschulische Trainings der phonologischen Bewusstheit, weil er diese als „eine Schlüsselkompetenz für das Lesenlernen“ bezeichnet. Die dänischen Forscher Lundberg und Peterson haben die These zur Trainierbarkeit der phonologischen Bewusstheit empirisch gesichert, indem sie Trainings zur phonologischen Bewusstheit in einem Kindergarten durchführten und dann die Rechtschreibleistungen dieser Kinder im zweiten Schuljahr prüften. Die Testergebnisse fielen besser aus als bei einer Vergleichsgruppe, deren phonologische Bewusstheit zwar diagnostiziert wurde, jedoch nicht gefördert wurde.

Es hat sich nun gezeigt, dass die Lese- und Rechtschreibfertigkeit maßgeblich durch Fördermaßnahmen zur phonologischen Bewusstheit positiv beeinflusst werden. Weiter wurde gezeigt, dass diese bereits im Vorschulalter notwendig ist. Nun stellt sich die Frage: Wie können Kindergarten und Grundschule zusammenarbeiten, um die phonologische Bewusstheit der Schulanfänger zu fördern?

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Ideengeschichtlicher Hintergrund der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule

1.2. Phonologische Bewusstheit als Voraussetzung für den erfolgreichen Schriftspracherwerb

2. Hauptteil

2.1. Begriffsklärung der phonologischen Bewusstheit

2.2. Diagnosemaßnahmen der phonologischen Bewusstheit durch das Bielefelder Screening

2.3. Fördermaßnahmen zur phonologischen Bewusstheit anhand des Würzburger Trainingsprogramms

2.4. Chancen und Probleme bei der Zusammenarbeit

3. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit als entscheidende Voraussetzung für den Schriftspracherwerb und analysiert die Möglichkeiten sowie Herausforderungen einer strukturierten Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule zur gezielten Förderung von Kindern.

  • Grundlagen der phonologischen Bewusstheit und deren diagnostische Erfassung
  • Einsatz und Wirksamkeit des Bielefelder Screenings zur Identifikation von Risikokindern
  • Förderpotenziale durch das Würzburger Trainingsprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“
  • Strukturelle Chancen und Hindernisse in der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen

Auszug aus dem Buch

1.2. Phonologische Bewusstheit als Voraussetzung für den erfolgreichen Schriftspracherwerb

Zuerst muss die Frage geklärt werden, ob es sich bei der phonologischen Bewusstheit um eine Voraussetzung des erfolgreichen Schriftspracherwerbs handle, oder um dessen Folge. Korrelative Längsschnittstudien der Oxforder Gruppe um Bradley und Bryant oder der Salzburger Gruppe u.a. belegen, dass eine ausgeprägte phonologische Bewusstheit den Schriftspracherwerb erleichtert (vgl. Matschinke 2010).

Einsiedler plädiert daher für vorschulische Trainings der phonologischen Bewusstheit, weil er diese als „eine Schlüsselkompetenz für das Lesenlernen“(Einsiedler 2003, S. 54) bezeichnet. Die dänischen Forscher Lundberg und Peterson haben die These zur Trainierbarkeit der phonologischen Bewusstheit empirisch gesichert, indem sie Trainings zur phonologischen Bewusstheit in einem Kindergarten durchführten und dann die Rechtschreibleistungen dieser Kinder im zweiten Schuljahr prüften. Die Testergebnisse fielen besser aus als bei einer Vergleichsgruppe, deren phonologische Bewusstheit zwar diagnostiziert wurde, jedoch nicht gefördert wurde (vgl. Matschinke 2010).

Es hat sich nun gezeigt, dass die Lese- und Rechtschreibfertigkeit maßgeblich durch Fördermaßnahmen zur phonologischen Bewusstheit positiv beeinflusst werden. Weiter wurde gezeigt, dass diese bereits im Vorschulalter notwendig ist. Nun stellt sich die Frage: Wie können Kindergarten und Grundschule zusammenarbeiten, um die phonologische Bewusstheit der Schulanfänger zu fördern?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel beleuchtet den historischen Kontext der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule und ordnet die phonologische Bewusstheit als essenzielle Grundlage für den Schriftspracherwerb ein.

2. Hauptteil: Dieser Abschnitt definiert die phonologische Bewusstheit, erläutert Diagnoseverfahren wie das Bielefelder Screening, stellt das Würzburger Trainingsprogramm vor und diskutiert die Herausforderungen einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den Institutionen.

3. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Wirksamkeit der vorgestellten Diagnose- und Förderinstrumente und unterstreicht die Notwendigkeit einer engen, professionellen Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule.

Schlüsselwörter

Phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Kindergarten, Grundschule, Bielefelder Screening, Würzburger Trainingsprogramm, Risikokinder, Lesenlernen, Rechtschreiben, Prävention, Kooperation, Diagnoseverfahren, Früherkennung, Fördermaßnahmen, Bildungsbegriff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit bei Kindern und wie durch eine verbesserte Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule der Schriftspracherwerb präventiv gefördert werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der phonologischen Bewusstheit, diagnostische Verfahren zur Früherkennung sowie praktische Förderprogramme und die strukturelle Zusammenarbeit der Bildungsinstitutionen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Risikokinder frühzeitig erkannt und durch gezielte vorschulische Trainingsprogramme effektiv auf den Schriftspracherwerb in der Grundschule vorbereitet werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Auswertung empirischer Längsschnittstudien sowie fachdidaktische Literatur, um die Wirksamkeit von Diagnose- und Förderprogrammen zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Begriffe definiert, danach das Bielefelder Screening und das Würzburger Trainingsprogramm im Detail vorgestellt sowie die Chancen und Probleme bei der praktischen Zusammenarbeit der Institutionen erörtert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind phonologische Bewusstheit, Schriftspracherwerb, Kooperation, Früherkennung, Diagnose, Förderung und Prävention.

Warum ist das Bielefelder Screening für die Arbeit so wichtig?

Es dient als essenzielles Diagnoseinstrument, um bereits im Kindergartenalter Kinder mit Defiziten in der phonologischen Informationsverarbeitung zu identifizieren und so das Risiko für spätere Lese-Rechtschreibschwierigkeiten zu mindern.

Welche spezifischen Hürden werden für die Zusammenarbeit genannt?

Die Arbeit identifiziert insbesondere einen hohen Zeitaufwand für Lehrkräfte, die notwendige Priorisierung des regulären Unterrichts und bestehende Statusfragen zwischen den Institutionen als zentrale Hindernisse.

Wie effektiv ist das Würzburger Trainingsprogramm laut der Untersuchung?

Die Studie zeigt, dass Risikokinder, die mit dem Programm „Hören, Lauschen, Lernen“ gefördert wurden, signifikant seltener eine Lese-Rechtschreibschwäche entwickeln als eine ungeförderte Vergleichsgruppe.

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Details

Title
Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule zur Förderung der phonologischen Bewusstheit
Grade
1,0
Author
Laura Smith (Author)
Publication Year
2015
Pages
7
Catalog Number
V311609
ISBN (eBook)
9783668102958
ISBN (Book)
9783668102965
Language
German
Tags
möglichkeiten zusammenarbeit kindergarten grundschule förderung bewusstheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Smith (Author), 2015, Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule zur Förderung der phonologischen Bewusstheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311609
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