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Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitern in der Magnetschwebetechnik

Titel: Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitern in der Magnetschwebetechnik

Studienarbeit , 2015 , 42 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marco Riedl (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die Verwendung von Supraleitern in der Magnetschwebetechnik gewähren. Zunächst werden zum tiefgreifenderen Verständnis im zweiten Kapitel die physikalischen Grundlagen der Supraleitung erläutert. Anschließend wird die Verarbeitung technisch relevanter supraleitender Materialien in Spulenmagneten unter herstelltechnischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten dargelegt. Im vierten Kapitel werden ihre praktischen Einsatzgebiete in Form von Pilotprojekten erörtert und auf Funktionstüchtigkeit überprüft. In einer abschließenden Diskussion werden die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst, sowie der gegenwärtige Entwicklungsstand der Supraleitertechnologie im Magnetschwebesektor thematisiert. Dabei soll neben einem Ausblick über potentielle und zukunftsfähige Chancen, aber auch bestehende Restriktionen der Supraleiter, insbesondere der Hochtemperatur-Supraleiter, der Frage nachgegangen werden, ob die Schwebetechnik mithilfe dieser Materialien eine ernstzunehmende Verkehrssystemalternative darstellt.

Durch das stetige Bevölkerungswachstum sowie die Urbanisierung in dichtbesiedelten Ballungszentren, sehen sich diese mit immer größeren Herausforderungen konfrontiert. Neben wachsenden Anforderungen an die Infrastruktur, spielen auch der Wunsch nach Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit zwecks Erhaltung der städtischen Lebensqualität eine entscheidende Rolle. Zusätzlich sind schnelle und zuverlässige Verkehrssysteme für die Personenbeförderung einer lebendigen Großstadt unabdingbar. Die begrenzte Kapazität des Nah- und Fernverkehrs mündet zwangsläufig in Engpässen, als Folge derer die Forderung nach innovativen Transportsystemen wächst. Durch die Entwicklung der Magnetschwebetechnik ist es partiell gelungen, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Magnetschwebebahnen werden aufgrund ihres Schwebeprinzips in elektromechanische und elektrodynamische Systeme unterschieden, wobei letztere den Einsatz von Supraleitern in Form von Spulenmagneten vorsehen. Wissenschaftler sehen die Möglichkeit, dass supraleitende Magnetschwebebahnen die verbleibenden Schwachstellen des Verkehrsnetzes egalisieren können. Mit der Entdeckung der Hochtemperatur-Supraleiter stieg das Interesse der Erprobung supraleitender Materialien in Feldversuchen und Langstreckentests. Seither wurde an einer Weiterentwicklung der Supraleiter-Technologie im Segment der Schwebetechnik geforscht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Grundphänomen der Supraleitung

2.1 Das Verschwinden des elektrischen Widerstandes

2.2 Die kritischen Einflussgrößen der Supraleitung

2.3 Abgrenzung der Supraleiter I. und II. Art

2.4 Quantenmechanische Erklärungsansätze

3. Hochtemperatur-Supraleiter für technische Anwendungen

3.1 Technisch relevante Materialien

3.2 Aufbau supraleitender Drahtwicklungen

3.3 Schutzvorkehrungen supraleitender Magnetspulen

4. Einsatzgebiete von Supraleitern in der Magnetschwebetechnik

4.1 Konventionelle Niedrigtemperatur-Supraleiter

4.1.1 Der japanische JR-Maglev

4.1.2 Das Maglev-2000 Projekt

4.2 Hochtemperatur-Supraleiter

4.2.1 Das Maglev-Cobra Projekt

4.2.2 Der SuperTrans II

4.2.3 Modifikationen am JR-Maglev

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht den Einsatz von Supraleitern in der Magnetschwebetechnik, um deren Eignung als effiziente und zukunftsfähige Alternative im öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu bewerten.

  • Physikalische Grundlagen der Supraleitung und Klassifizierung der Materialien.
  • Anforderungen an technisch relevante supraleitende Materialien und Magnetspulen.
  • Analyse aktueller Pilotprojekte (JR-Maglev, Maglev-Cobra, SupraTrans II).
  • Wirtschaftliche und sicherheitstechnische Aspekte der Implementierung.
  • Vergleich zwischen Niedrigtemperatur- und Hochtemperatur-Supraleitern.

Auszug aus dem Buch

2.4 Quantenmechanische Erklärungsansätze

Seit Entdeckung der Supraleitung im Jahr 1911 forschen Wissenschaftler an einer vollständigen Erklärung dieses Phänomens. Bis heute konnte kein eindeutiger, wissenschaftlich fundierter Nachweis über die Entstehung der Supraleitung erbracht werden. Dennoch gelang John Bardeen, Leon Neil Cooper und John Robert Schrieffer mit ihrer BCS-Theorie ein entscheidender Durchbruch im theoretischen Verständnis der Supraleitung. Wenngleich parallel hierzu weitere Erklärungsansätze existieren, ist diese um 1957 entwickelte Theorie die Anerkannteste unter den Wissenschaftlern.

Die Theorie basiert auf dem zentralen Grundgedanken, wonach zwei Elektronen bei tiefen Temperaturen, entgegen ihrer eigentlichen Coulomb’schen Abstoßung, eine spezielle Anziehungskraft erfahren. Die Ursache für diese Anziehung liegt in der Polarisierung der Atomrümpfe bei Annäherung antiparalleler Ladungen begründet, durch welche das Gitter aufgrund der Verzerrungen in kohärente Schwingungen versetzt wird und eine Elektronen Wechselwirkung entsteht. Diese Elektron-Phonon-Wechselwirkung ist verantwortlich für die Bildung gebundener Zustände für Elektronen mit entgegengesetzten Impulsen und Eigendrehimpulsen, den sogenannten Cooper-Paaren.

Die durch eine Bindungsenergie zusammengehaltenen Cooper-Paare verursachen also Gitterschwingungen, die die Elektronen in ihrer Bewegung nicht mehr behindern. Sie durchfließen paarweise und stoßfrei das Material in Polarisationsspuren, als Folge dessen ein verlustloser Stromtransport möglich wird (Abb.6). Die experimentelle Entdeckung des Isotopeneffektes, wonach die Wurzel der Gitteratommasse umgekehrt proportional zu Tc ist, bestätigte den Einfluss der Gitterschwingungen auf die Supraleitung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigenden Anforderungen an moderne Verkehrssysteme und die Rolle der Magnetschwebetechnik als energieeffiziente Lösung.

2. Das Grundphänomen der Supraleitung: Es werden die physikalischen Ursprünge, wie der elektrische Widerstand und kritische Einflussgrößen, sowie die Unterschiede zwischen Supraleitern I. und II. Art erläutert.

3. Hochtemperatur-Supraleiter für technische Anwendungen: Dieses Kapitel behandelt die Materialwahl, den Aufbau von Drahtwicklungen sowie essenzielle Schutzmechanismen wie die Kryogene Stabilisierung für Magnetspulen.

4. Einsatzgebiete von Supraleitern in der Magnetschwebetechnik: Es erfolgt eine detaillierte Analyse laufender Pilotprojekte und spezifischer technischer Ansätze zur Realisierung supraleitender Magnetschwebezüge.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammengetragen, um das Potenzial und die Herausforderungen der Supraleiter-Technologie im Mobilitätssektor kritisch zu bewerten.

Schlüsselwörter

Supraleitung, Magnetschwebetechnik, Maglev, Hochtemperatur-Supraleiter, HTS, LTS, Magnetspulen, Meißner-Ochsenfeld-Effekt, JR-Maglev, YBCO, NbTi, Elektronenwanderung, Elektrodynamik, Kryogenik, Transportwesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einsatz von Hochtemperatur- und Niedrigtemperatur-Supraleitern in modernen Magnetschwebe-Transportsystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Themenfelder umfassen die physikalischen Grundlagen der Supraleitung, die Materialtechnik bei Magnetspulen sowie die Evaluierung konkreter Pilotprojekte im Schienenverkehr.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu beurteilen, ob supraleitende Magnetschwebetechnik eine ernstzunehmende, effiziente Alternative für den zukünftigen Nah- und Fernverkehr darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich technischer Daten sowie Entwicklungsstände verschiedener internationaler Pilotprojekte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Verarbeitung supraleitender Materialien, Sicherheitsanforderungen und der praktischen Erprobung in Systemen wie dem japanischen JR-Maglev oder dem Maglev-Cobra Projekt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Supraleitung, Magnetschwebetechnik, Maglev, HTS/LTS-Materialien und die technische Betriebssicherheit.

Warum sind Hochtemperatur-Supraleiter für die Industrie so interessant?

Sie ermöglichen den Einsatz günstigerer Kühlmedien wie flüssigen Stickstoff (LN2) anstelle von teurem Helium, was die Betriebskosten und den technischen Aufwand deutlich reduziert.

Was unterscheidet das Maglev-2000 Konzept von anderen Systemen?

Es zeichnet sich durch eine hohe Kompatibilität zu bestehenden Eisenbahninfrastrukturen aus, was die notwendigen Investitionen für neue Strecken signifikant senken kann.

Welche Rolle spielt die Silsbee’sche Regel in diesem Kontext?

Sie beschreibt den Zusammenhang zwischen dem kritischen Eigenfeld des transportierten Stroms und der kritischen magnetischen Flussdichte, was für das Design stabiler Magnetspulen entscheidend ist.

Was stellt das größte Hindernis für eine breite kommerzielle Einführung dar?

Die extrem hohen Infrastruktur- und Baukosten, die momentan noch deutlich über den potenziellen Erträgen der kommerziellen Nutzung liegen.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitern in der Magnetschwebetechnik
Hochschule
Hochschule Mannheim
Note
1,7
Autor
Marco Riedl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
42
Katalognummer
V310969
ISBN (eBook)
9783668096363
ISBN (Buch)
9783668096370
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einsatz hochtemperatur-supraleitern magnetschwebetechnik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marco Riedl (Autor:in), 2015, Einsatz von Hochtemperatur-Supraleitern in der Magnetschwebetechnik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310969
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Leseprobe aus  42  Seiten
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