Für die Betreiber großer Webportale ist es von entscheidender Bedeutung, dass ihre Inhalte wie Bilder bzw. Videos schnell und zuverlässig an ihre Endnutzer ausgeliefert werden können. Zu diesem Zweck haben sich Content Delivery Netzworks, kurz CDNs, etabliert. Sie bestehen aus einer weltweiten, dezentralen Server-Infrastruktur, über die Webinhalte an Endnutzer verteilt werden können. Im Folgenden wird zunächst erläutert, wie ein CDN prinzipiell funktioniert und für welche Probleme es einen Lösungsansatz darstellt. Anschließend werden die Techniken und Algorithmen beschrieben, die von CDNs verwendet werden, u.a. das Problem der Server-Platzierung sowie Methoden zur Replikation und Auslagerung der Inhalte. Zum Schluss wird eine Kombination von CDNs mit Peer-To-Peer-Netzen vorgestellt, wie auch ein Überblick über den Markt kommerzieller CDN-Anbieter gegeben.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Abrufen von Inhalten mittels HTTP
- Das Webserver Replica Placement Problem
- Der greedy-basierte Algorithmus
- Der Hot-Spot-Algorithmus
- Der Hot-Zone-Algorithmus
- Weitere Forschung zum Webserver Replica Placement Problem
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Dieser Text bietet einen umfassenden Überblick über Content Delivery Networks (CDNs), die für Betreiber großer Webportale eine entscheidende Rolle bei der schnellen und zuverlässigen Bereitstellung von Inhalten spielen. Er beleuchtet die Funktionsweise von CDNs, ihre Vorteile und die Herausforderungen, die mit ihrem Betrieb verbunden sind.
- Die Funktionsweise von Content Delivery Networks
- Die Vorteile und Herausforderungen beim Einsatz von CDNs
- Algorithmen zur Server-Platzierung in CDNs
- Die Kombination von CDNs mit Peer-to-Peer-Netzen
- Der Markt kommerzieller CDN-Anbieter
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Content Delivery Networks ein und erläutert die Herausforderungen, denen sich Betreiber großer Webportale bei der Bereitstellung von Inhalten stellen müssen. Es wird gezeigt, wie CDNs diese Herausforderungen durch eine dezentrale Server-Infrastruktur lösen können.
- Abrufen von Inhalten mittels HTTP: Hier wird das klassische Szenario des Abrufs von Webressourcen ohne CDN beschrieben und die Probleme, die durch geografische Distanz und hohe Auslastung entstehen, aufgezeigt. Es wird deutlich, wie CDNs durch die Verwendung von Surrogat-Servern die Latenzzeiten reduzieren und die Auslastung optimieren können.
- Das Webserver Replica Placement Problem: Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen bei der Platzierung von Surrogat-Servern in CDNs. Es werden verschiedene Algorithmen vorgestellt, die zur Optimierung der Server-Platzierung eingesetzt werden, darunter der greedy-basierte Algorithmus, der Hot-Spot-Algorithmus und der Hot-Zone-Algorithmus.
Schlüsselwörter (Keywords)
Content Delivery Network (CDN), Surrogat-Server, Webserver Replica Placement Problem, Server-Platzierung, Algorithmen, Latenzzeit, Auslastung, DNS-Forwarding, URL-Rewrite, Peer-to-Peer-Netze, kommerzielle CDN-Anbieter.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Content Delivery Network (CDN)?
Ein CDN ist eine weltweite, dezentrale Server-Infrastruktur, die Webinhalte wie Bilder und Videos schnell und zuverlässig an Endnutzer ausliefert.
Welche Vorteile bietet ein CDN für Webseitenbetreiber?
CDNs reduzieren Latenzzeiten, optimieren die Serverauslastung und erhöhen die Verfügbarkeit von Inhalten durch geografische Verteilung.
Was ist das Webserver Replica Placement Problem?
Dabei geht es um die mathematische Herausforderung, Surrogat-Server an den optimalen Standorten zu platzieren, um die Effizienz des Netzwerks zu maximieren.
Welche Algorithmen werden zur Server-Platzierung genutzt?
Es werden unter anderem greedy-basierte Algorithmen sowie Hot-Spot- und Hot-Zone-Algorithmen eingesetzt.
Können CDNs mit Peer-to-Peer-Netzen kombiniert werden?
Ja, die Kombination von CDNs mit P2P-Netzen ist ein Forschungsansatz zur weiteren Optimierung der Inhaltsverteilung.
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- Adrian Jan Jablonski (Author), 2014, Content Delivery Networks. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310457