Das von Thomas C. Schelling veröffentlichte Buch "The Strategy of Conflict" dient als theoretische Grundlage für eine politikwissenschaftliche Analyse der Bildung einer Großen Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005.
Die Arbeit zeichnet den über Tagesmedien ausgetragenen Konflikt zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) bis zur tatsächlichen Aufnahme von Koalitionsverhandlungen nach. Schelling liefert dafür die spieltheoretische Basis mit einem ausgefeilten Begriffskanon, um einzelne Konfliktphasen zu unterscheiden und im Sinne der zugrundeliegenden "Rational Choice"-Doktrin klare "Spielzüge" zu benennen.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- I Einleitung
- 2 Menschenbild und Politikbegriff eines Ökonomen
- 2.I Das Menschenbild
- 2.2 Der Politikbegriff
- 3 Die Große Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005
- 3.1 Die Konfliktkonstruktionsphase
- 3.2 Die Positionsphase
- 3.3 Die Verhandlungsphase
- 3.4 Die Einigungsphase
- 4 Fazit & Kritik
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Arbeit untersucht die Bildung der Großen Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 aus spieltheoretischer Perspektive, basierend auf den Erkenntnissen von Thomas Schelling und seinem Werk „The Strategy of Conflict“. Die Analyse fokussiert den Konflikt zwischen Gerhard Schröder und Angela Merkel um die Kanzlerschaft in einer Großen Koalition zwischen der SPD und den Unionsparteien.
- Die Anwendung der Spieltheorie auf die politische Praxis
- Die Analyse der Konfliktkonstruktionsphase und der Positionsphase
- Die Untersuchung der Verhandlungs- und Einigungsphase
- Das Menschenbild und der Politikbegriff von Thomas Schelling
- Die Bedeutung der strategischen Interdependenz in der politischen Entscheidungsfindung
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- I Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit vor: die Bildung der Großen Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005 aus spieltheoretischer Perspektive. Sie führt den Leser in die spieltheoretische Analyse von Thomas Schelling und deren Anwendung auf die politische Praxis ein.
- 2 Menschenbild und Politikbegriff eines Ökonomen: Dieses Kapitel beleuchtet das Menschenbild und den Politikbegriff, die Thomas Schelling in seiner spieltheoretischen Analyse zugrunde legt. Der Homo Oeconomicus und seine rationale Entscheidungsfindung im Kontext von Nutzenmaximierung stehen im Mittelpunkt der Betrachtung.
- 3 Die Große Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung der Großen Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005. Es untersucht die Phasen der Konfliktkonstruktion, Positionierung, Verhandlung und Einigung zwischen den beteiligten Akteuren, wobei die spieltheoretischen Modelle von Schelling Anwendung finden.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die zentralen Begriffe, die in der Arbeit behandelt werden, sind die Spieltheorie, die strategische Interdependenz, die Konfliktanalyse, die Verhandlungsanalyse, das Menschenbild, der Politikbegriff, der Homo Oeconomicus, die Nutzenmaximierung, die Große Koalition, die vorgezogene Bundestagswahl 2005, Thomas Schelling und „The Strategy of Conflict“.
Häufig gestellte Fragen
Wie entstand die Große Koalition 2005?
Nach einer knappen Bundestagswahl kam es zu einem intensiven Machtkampf zwischen Gerhard Schröder (SPD) und Angela Merkel (CDU), der schließlich in einer Koalition mündete.
Welche Rolle spielt die Spieltheorie bei der Koalitionsbildung?
Die Spieltheorie analysiert strategische Interdependenzen und "Spielzüge" der Akteure unter der Annahme rationaler Nutzenmaximierung (Rational Choice).
Was ist Thomas Schellings "Strategy of Conflict"?
Ein Standardwerk der Spieltheorie, das Begriffe zur Unterscheidung von Konfliktphasen und Verhandlungstaktiken liefert, die hier auf die Politik übertragen werden.
Was geschah in der "Positionsphase" 2005?
In dieser Phase versuchten beide Seiten, ihre Ansprüche auf das Kanzleramt durch öffentliche Statements und taktische Manöver zu festigen.
Wer ist der "Homo Oeconomicus" in der Politik?
Ein Modell des Menschen, der rein rational handelt, um seinen eigenen Nutzen (hier: Macht oder politische Ziele) zu maximieren.
- Arbeit zitieren
- Jakob Müller (Autor:in), 2005, Die Bildung der Großen Koalition nach der vorgezogenen Bundestagswahl 2005, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310440